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Schwimmende Offshore-Windparks vor Norwegens Küste

Die Regierung von Norwegen hat mitgeteilt, dass schon bald schwimmende Offshore-Windparks vor der Küste Norwegens entstehen könnten. Bislang war Offshore-Windenergie aufgrund des sehr schnell steil abfallenden Meeresbodens vor Norwegen problematisch. Schwimmende Offshore-Windparks ermöglichen dem Land neue Möglichkeiten, die Windenergienutzung weiter auszubauen.

In den geplanten Offshore-Gebieten könnten schwimmende Offshore-Windanlagen mit einer Gesamtkapazität von 3,5 Gigawatt entstehen. Das eine Gebiet, Utsira Nord, befindet sich an der Südwestküste. Dort sind zwischen 500 MW und 1,5 GW realisierbar. Südliche Nordsee II, das zweite Areal, liegt an der Seegrenze zu Dänemark. Mit 1 – 2 GW hat dieser Standort die größere potentielle Kapazität. Diese Lage bietet auch einen einfacheren Anschluss an das internationale Stromnetz.

Bislang wurde noch kein konkreter Antrag eingereicht, womöglich auch deswegen, weil die Preise für schwimmende Offshore-Windparks noch hoch sind. Dies könnte sich aber schon bald ändern, wie sich bereits in den vergangenen Jahren in der Offshore-Windindustrie gezeigt hat. Equinor, bis Mai 2018 unter den Namen Statoil aktiv, ist ein international tätiges Energieunternehmen mit Erfahrungen bei schwimmenden Offshore-Windparks. Der Global Player betreibt den ersten schwimmenden Offshore-Windpark, ein 30 MW Projekt vor der Küste Schottlands.

In den letzten Jahren konnte die Stromproduktion aus Windenergie in Norwegen gesteigert werden. Mit einer Steigerungsrate von 2 Prozent ist sie jedoch gering. Zwar ist der norwegische Strommix sehr nachhaltig, da über 90 Prozent aus Wasserkraft stammen. Dennoch lässt sich der Anteil der Erneuerbaren mithilfe schwimmender Offshore-Windparks weiter ausbauen. Darüber hinaus sieht die norwegische Regierung Chancen für norwegische Unternehmen die ihre Erfahrungen beispielsweise aus der Gas- und Ölindustrie, dem Schiffsbau und der Erneuerbaren einbringen können.

Ein greenValue-Beitrag von Laura Vyhnal erschienen am 6. Juli 2019.


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