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IRENA zeigt positive Kostenentwicklungen der Erneuerbaren

Es gibt gute Neuigkeiten aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien: IRENA hat einen Bericht zu den Kostenentwicklungen der Erneuerbaren für das Jahr 2018 veröffentlicht. Demzufolge sin Erneuerbare Energien in einigen Ländern bereits heute die günstigsten Energiequellen.

Die Kostenentwicklungen der Erneuerbaren fallen unterschiedlich aus, sind jedoch bei jeder einzelnen Energiequelle positiv. Bei Photovoltaik-Anlagen und Onshore-Windkraft sanken die Kosten durchschnittlich um 13 Prozent. Die Kostenreduktion bei Bioenergie erreichte sogar 14 Prozent. Den größten Rückgang wurde allerdings bei CSP (Concentrated Solar Power, Solarthermische Kraftwerke) mit 26 Prozent verzeichnet. Etwas geringer fiel dieser bei Wasserkraft mit zwölf und bei Geothermie und Offshore-Windkraft mit einem Prozent aus, stellt aber dennoch eine positive Kostenentwicklung dar.

Laut der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) hält diese Kostenentwicklung der Erneuerbaren bis ins nächste Jahrzehnt an. Bereits im kommenden Jahr, so die Prognose, ist Strom aus 80 % der neuen PV-Anlagen preiswerter als Strom aus fossilen Energiequellen. Bei den neuen Windparks sollen es über Dreiviertel sein, die ihren Strom zu niedrigeren Preisen produzieren.

Auch ein Ländervergleich für den Zeitraum von 2013 bis 2018 zeigt: Die Kostenentwicklungen der Erneuerbaren Energien in Deutschland liegen bei minus 34 Prozent. Angeführt wird diese Statistik von Frankreich mit einer Kostensenkung von 64 Prozent. Größe Preisreduzierungen gab es auch in Saudi-Arabien mit 62 Prozent und China mit 61 Prozent. Bei den Installationskosten für große Photovoltaik-Anlagen liegt Deutschland weiter vorne: Mit umgerechnet 1113 US-Dollar belegt es Platz 4 im Vergleich mit den G20-Staaten. An der Spitze liegt hier Indien mit nur 793 US-Dollar.

Laut dem IRENA-Generaldirektor Francesco La Camera ist diese Kostenentwicklung der Erneuerbaren die essentielle Grundlage der Energiewende. Nur so können die Pariser Klimaziele erreicht werden und eine Dekarbonisierung erfolgen. IRENA will mit diesem Bericht nationale Diskussionen anregen um weltweite Klimaschutzmaßnahmen zu fördern.

Die positiven Kostenentwicklungen bei den Erneuerbaren einerseits und sinkende EEG-Einspeisevergütungen andererseits, fördern den Abschluss von Purchase Agreements (PPA). Baywa kündigte unlängst an, in Mecklenburg-Vorpommern den Solarpark Barth V ohne EEG-Vergütung zu errichten.

Bei geringeren Stromerlösen sind sinkende Investitionskosten zwingende Voraussetzung, um künftig eine gute Rendite zu erwirtschaften. Das gilt gleichermaßen für institutionell finanzierte Projekte aber auch für Bürgerbeteiligungen. Eine Übersicht von aktuellen Bürgerbeteiligungen finden Sie in der greenValue-Beteiligungsübersicht.

Ein greenValue-Beitrag von Laura Vyhnal erschienen am 7. Mai 2019.


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