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Die Europawahl und ihre Folgen

Die Europawahl liegt einige Wochen zurück. Mit 61,4 Prozent lag die Wahlbeteiligung deutlich höher als bei der letzten Europawahl vor fünf Jahren. Damals waren 48,0 Prozent. In Erinnerung bleibt auch der mit 20,5 Prozent bislang größte Wahlerfolg der Grünen. Und das gut so! Denn dieser Wahlsieg hat die lebhafte Debatte um den Klimawandel, um die Energiepolitik und um mehr Nachhaltigkeit befeuert. Die Steigerung von 9,8 Prozent im Vergleich zur letzten Europawahl wirkt sich auch auf die Sitze der Grünen im Europaparlament aus. Sie erhalten 21 der 96 Sitze, die von deutschen Parteien im Europaparlament besetzt werden.

Doch was für Folgen hat diese Veränderung? Alexandra Endres, Redakteurin bei ZEIT Online resümiert im Beitrag „Zum Klimaschutz gezwungen“ und sagt „Die Europawahl hat die Klimadebatte verändert“. Dadurch erhalten Themen viel mehr Aufmerksamkeit, die mit Klimawandel und Umweltschutz zu tun haben. Beispielsweise kündigte der Finanzminister Olaf Scholz (SPD) ein Klimagesetz an und die Steuerbefreiung für Kerosin soll überprüft werden.

Ideen und politische Diskussionen gibt es zum Thema Klimawandel und Umweltschutz genug. Bleibt abzuwarten, inwieweit diese umgesetzt werden. Somit werden die Ergebnisse der Europawahl auch Einfluss auf den Markt der Erneuerbaren Energien haben.

Wie sich zögerliche politische Weichenstellungen auswirken zeigt beispielsweise ein Blick auf die Installationen von neuen Windkraftanlagen in Deutschland. Laut der Fachagentur für Windenergie an Land wurden im ersten Quartal gerade einmal 41 Windenergieanlagen mit 134 Megawatt in Betrieb.

Der Wiesbadener Projektentwickler ABO Wind gab unlängst in einer Pressemitteilung seine Erfahrungen bei der Dauer von Genehmigungsverfahren preis. Vor drei Jahren beanspruchte das Genehmigungsverfahren noch um die 300 Tage, heute sind es heute bereits 700 bis 800 Tage. Für diesen und andere Projektentwickler führt der Weg häufig ins Ausland, um dort Umsatzrückgänge zu kompensieren. Dabei geht es nicht nur um eine gesicherte Vergütung des grünen Stroms. Gesunkene Preise in der Energiegestehung aus Erneuerbaren Energien ermöglichen häufig den Verkauf des Stroms über Power Purchase Agreements (PPA). Unweit des Ostsee-Flughafens Barth plant die BayWa die Errichtung des 8,8 MWp Solarparks Barth V dessen Solarstrom aus Grundlage eine PPA verkauft wird. Schlankere und schnellere Genehmigungsverfahren würden einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten.

Wie und wo Anleger in Projekte in Deutschland und der Welt investieren können zeigt die greenValue-Beteiligungsübersicht.

Ein greenValue-Beitrag von Laura Vyhnal und Daniel Kellermann erschienen am 18. Juni 2019.


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