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Crowdinvesting – was ist das eigentlich?

Crowdinvesting ist eine Finanzierungsform, die ähnlich wie das Crowdfunding funktioniert. Über die Crowd, also einen Schwarm von Anlegern, werden Gelder zur Finanzierung von Projekten bereitgestellt. Daher stammt auch der Begriff Schwarmfinanzierung. Finanzieren lassen sich dabei so gut wie alle Projekte. Ob Immobilien, nachhaltige Energieerzeugung, Speichertechnologien oder Elektromobilität – letztlich bestimmen Wirtschaftlichkeit sowie sozialer und ökologischer Impact die Akzeptanz beim Anleger. Eine Besonderheit des Crowdinvesting ist, dass die meist niedrigen Mindest-Beteiligungssummen einer Vielzahl von Anlegern ein Engagement ermöglicht. Diese können dann am Erfolg der meist jungen Unternehmen teilhaben. In der greenValue-Beteiligungsübersicht werden nachhaltige Crowdinvestments vorgestellt.

Ob sich der wirtschaftliche Erfolg bei Crowdinvesting einstellt, hängt zum einen vom Marktumfeld des finanzierten Projekts ab. Welche wirtschaftlichen Chancen hat das Produkt im Markt und wie hoch sind die erzielbaren Gewinne? Gibt es gesetzlich verankerte Fördermechanismen, die die Vermarktung pushen? Oder sind die Markteinstiegshürden so hoch, dass ein Scheitern vorprogrammiert ist? Zum anderen spielen die Erfahrung, die Innovationskraft und die Vernetzung der finanzierten Unternehmen und dessen Managements eine entscheidende Erfolgsrolle.

Anleger, die sich über ein Crowdinvesting-Projekt beteiligen, erhalten je nach Beteiligungsform einen Zinssatz teils mit, teils ohne Erfolgsanteil. Sind Anleger direkt an den Unternehmen beteiligt und steigt der Wert des Unternehmens, dann steigt die Rendite des Anlegers. Die Crowdinvesting-Beteiligungen unterscheiden sich nicht nur bei beim Zins bzw. der Rendite. Sie unterscheiden sich auch bei der Laufzeit und der Mindestbeteiligung, die meist bei wenigen hundert Euro liegt. Auch aus rechtlicher Sicht unterscheiden sich die Crowdinvestments. Es gibt verschiedene Ausgestaltungen wie beispielsweise den Genussschein und die stille Beteiligung.

Wie jede Investition in Unternehmen birgt auch das Crowdinvesting Risiken. Stellt sich der wirtschaftliche Erfolg nicht, nur teilweise oder erst später ein, wirkt sich das auf die Anleger aus. Geplante Zinszahlungen werden gar nicht, später oder nur teilweise geleistet. Scheitern das Projekt bzw. das Unternehmen gänzlich, verlieren Geldgeber ihre investierte Summe vollständig. Gelingt es während der Funding-Phase nicht das geplante Funding-Volumen zu erreichen, ist eine Rückabwicklung wahrscheinlich. Die Details einer Crowdinvesting-Beteiligung einschließlich der Risiken sind im Prospekt zur Beteiligung, dem Wertpapierinformationsblatt (WIB) bzw. dem Vermögensinformationsblatt (VIB) beschrieben.

Projekte und Start-ups, die über Crowdinvesting finanziert werden, findet man auf spezialisierten Plattformen. Diese prüfen die kapitalsuchenden Unternehmen und das Business-Konzept nach einem internen Prozess. Je höher die Messlatte für die Kapitalsuchenden Unternehmen, desto höher die Sicherheit im Beteiligungsprojekt. Dennoch kann man das Risiko eines Totalverlusts nie völlig ausschließen. Beispiele für Crowdinvesting-Portale, die „grüne“ Projekte finanzieren, sind beispielsweise LeihDeinerUmweltGeld, bettervest, econeers, GreenVesting, greenXmoney , bürgerzins und wiwin nachhaltig investieren. Die Crowdinvesting-Portale geben Auskunft, wie hoch die Erfolgsquote der Projekte ist, die über sie finanziert wurden.

Übrigens kommt der Begriff „Crowdinvesting“ nicht – wie man meinen könnte – aus dem englischsprachigen Raum, sondern ist in Deutschland entstanden. Im Englischen spricht man von „equity-based crowdfunding“.

Informationen zu grünen Beteiligungen einschließlich Crowdinvestments finden Sie in der greenValue-Beteiligungsübersicht.

Ein greenValue-Beitrag von Laura Vyhnal und Daniel Kellermann erschienen am 13. Mai 2019.


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