Logo greenValueErneuerbare Engergie

Folgen:  
Facebook   Twitter   Instagram    
News

BDEW schließt sich der Forderung des Bundesverband Solarwirtschaft zur Abschaffung des 52-GW-Ausbaudeckels bei Photovoltaikanlagen an

Die EEG-Förderung für Solarstrom endet mit Erreichen einer installierten Leistung von 52 GW. Wie es danach weiter geht ist noch offen. Der …

Die EEG-Förderung für Solarstrom endet mit Erreichen einer installierten Leistung von 52 GW. Wie es danach weiter geht ist noch offen. Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V., kurz BSW-Solar zeigt sich erfreut, dass auch der Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft (BDEW) der BSW-Forderung zur Abschaffung des 52 GW-Ausbaudeckels angeschlossen hat. Bundesweit unterstützen bereits 15 führende Dach- und Bundesverbände die Forderung, teilt BSW Solar am 18. Juni 2019 mit. Darunter sind Bundesverbände aus den Bereichen Mittelstand, Handwerk, Energie- und Immobilienwirtschaft sowie Mieter-, Verbraucher und Umweltschutz.

BSW geht allerdings mit den Vorschlägen des BDEW zum Umgang mit solaren Eigenversorgern nicht konform. Der BDEW fordert, dass dezentral erzeugter Solarstrom umfänglich mit Umlagen und Abgaben belastet wird. Dies würde laut BSW die Investitionsbereitschaft mittelständischer Investoren bremsen. "Der BDEW will das Geschäftsmodell der Stromvertriebe absichern und einen steigenden solaren Eigenverbrauch verhindern. Dadurch würde zugleich künstlich die Förderabhängigkeit von Solardächern unnötig verlängert und vielfältige Potenziale für eine klima-, verbraucherfreundliche und dezentralere Energieversorgung blockiert", sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft.

Für BSW geht es im 21. Jahrhundert darum, die Ausbaubremsen für Erneuerbare Energien abzubauen. Photovoltaik kann im Zusammenspiel mit Speichern und intelligenter Ladestruktur in einem fairen Wettbewerb ihre Aufgabe in einem modernen Energiesystem übernehmen. Laut Körnig bedarf es einer grundlegenden Reform der Umlage- und Abgabensystematik, welche nicht-sachgerechte Umlagen auf vor Ort erzeugten und verbrauchten Solarstrom vollständig beseitigt. Damit werde eine breite Akteursstruktur gewährleistet, die die große Akzeptanz der Bevölkerung sichert.

Prosumer werden für die Energiewende immer wichtiger. Sie sind einerseits Prosumer (englisch für Erzeuger) und Consumer (englisch für Verbraucher). Soll die Anzahl der Prosumer steigen ist ein Bürokratieabbau und eine Konzentration auf einen sachgerechten Infrastrukturbeitrag erforderlich. Dann kann Prosuming neben den Erneuerbaren Energie Großkraftwerken eine unverzichtbare Säule des deutschen Stromsystems werden. Und auf die Stärkung der Eigenversorgung haben sowohl die Europäische Union im Rahmen des Winterpakets und auch die Ministerpräsidenten der Bundesländer am 6. Juni gedrängt.

Ein greenValue-Beitrag von Jessica Lam und Daniel Kellermann erschienen am 02. Juli 2019.


Mit Freunden teilen:

Facebook   Facebook  Whatsapp 

Je nach Gerät können Sie diese Seite bequem über diese Symbole teilen: