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ABO Wind erwirtschaftet 12,7 Mio. Euro Jahresüberschuss im Jahr 2018. Drittbestes Ergebnis der Unternehmensgeschichte

Der Wiesbadener Projektentwickler ABO Wind hat den Geschäftsbericht des Jahres 2018 veröffentlicht. Mit einem Jahresüberschuss von 12,7 Millionen Euro erwirtschaftete ABO Wind im vorangegangenen Jahre das drittbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Mit diesem Jahresüberschuss übertrifft ABO Wind die Erwartungen, obgleich die Gewinne in den Jahren 2017 (17 Mio. Euro) und 2016 (16,5 Mio. Euro) höher ausgefallen sind. Der Geschäftsbericht kann auf der Webseite von ABO Wind heruntergeladen werden.

Mit dem Ergebnis des Jahres 2018 zeigt ABO Wind deutlich, wie wichtig internationale Märkte sind. Wie bereits im Jahr 2017 hat der Umsatzanteil außerhalb Deutschlands auch im Jahr 2018 mehr als 50 Prozent betragen. In Inland und Frankreich hat ABO Wind im vergangenen Jahr Windparks errichtet, in Deutschland Wind- und Solarparks. Insgesamt beträgt die neu installierte Leistung 71 MW. Das ist deutlich weniger als noch im Jahr 2017 in dem 166 MW neu errichtet wurden. Neben der Neuerrichtung haben auch Veräußerungen von Projekten im Entwicklungsstadium zum Jahresergebnis 2018 beigetragen. In Finnland, Spanien und Deutschland wurden Projektrechte mit 345 Megawatt veräußert. An einem Großteil der veräußerten Projekte arbeitet ABO Wind eigenen Angaben zufolge weiter mit. ABO Wind bringt die Anlagen ans Netz und ist an der Wertschöpfung weiter beteiligt.

Zurzeit entwickelt ABO Wind in 16 Ländern auf vier Kontinenten Wind- und Solarparks. In diesen Märkten hat sich ABO Wind Projekte mit mehr als 2.000 MW Leistung gesichert. Ein Drittel der Leistung entfällt auf Solarparks, zwei Drittel auf Windkraftprojekte.

Das Team von ABO Wind ist zwischenzeitlich auf 500 Personen gewachsen. Die Voraussetzungen, so ABO Wind in ihrer Pressemitteilung Ende Mai 2019, sind geschaffen auch in weiteren Ländern Erträge zu erwirtschaften. In Tunesien und Griechenland wurden die Ausschreibungen für Wind und / oder Solarprojekte gewonnen. In Ungarn verfügt ABO Wind ebenfalls über baureife Solarprojekte mit gesichertem Tarif. Die ungarischen Projekte befinden sich zum Teil bereits in der Errichtung.

In Deutschland hat sich der Windenergiemarkt verglichen mit dem Vorjahr mehr als halbiert. Nur ein Bruchteil der Projekte werde von den Behörden genehmigt. Eine kurzfristige Zunahme bei den Genehmigungen würde sich nicht mehr im Jahr 2019 auswirken, so die Brancheneinschätzung.

Trotz dieser angespannten Situation auf dem deutschen Markt hat ABO Wind mit zwei Projekten auch hierzulande ein gutes Jahresergebnis erwirtschaftet. Der Windpark Forst Briesnig in der Lausitz ist eines dieser Leuchtturmprojekte. ABO Wind hat auf dem Gelände eines früheren Kohleabbaugebietes eine anspruchsvolle Gründung für die fünf Anlagen mit insgesamt 16 MW realisiert. Südlich von Hamburg repowerte ABO Wind einen Windpark. Vier Anlagen aus dem Jahr 2003 mit 5,2 MW wurden durch zwei neue Nordex-Prototypen mit zusammen 9 MW Leistung ersetzt. 

Die gute Nachfrage der von ABO Wind begebenen Wandelanleihe führt das Unternehmen auf die international starke Position zurück. In den vergangenen Monaten zeichneten Anleger Wandelanleihen für nominell rund 11,5 Mio. Euro. Im Oktober 2019 können die ABO Wind Wandelanleihen in Aktien getauscht werden. Aktuell liegen das Eigenkapital bei 89 Millionen Euro und die Eigenkapitalquote bei 46 Prozent. Auf der Hauptversammlung am 22. August 2019 wird der Vorstand der ABO Wind eine Dividende von 0,42 Euro je Aktie vorschlagen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 5 Prozent.

Der Vorstand von ABO Wind erwartet in den nächsten Geschäftsjahren wachsende Gewinne. „Im langjährigen Durchschnitt ist mit einem Anstieg von jährlich mindestens zehn Prozent auf Grundlage der Zahlen von 2018 zu rechnen“, sagt Vorstand Dr. Jochen Ahn. Schwankungen in einzelnen Jahren ließen sich beim volatilen Geschäft der Projektentwicklung nicht vermeiden. „Spätestens ab 2023 sollten Jahresüberschüsse von mehr als 20 Millionen Euro jedoch die Regel sein.“

Während die längerfristige Prognose naturgemäß mit Ungewissheiten behaftet ist, stärken bereits erreichte Geschäftsabschlüsse die Erwartung für das laufende Geschäftsjahr. „Unter anderem die bereits vermeldeten Projektverkäufe in Spanien und Finnland stimmen uns sehr zuversichtlich“, sagt Dr. Ahn.

Auch in Deutschland rechnet ABO Wind mit zunehmender Installation von Windkraftanlagen. Ohne einen Ausbau der Windenergie werden es nicht gelingen, die sieben noch am Netz befindlichen Kernkraftwerke abzuschalten und aus der Kohleverstromung auszusteigen. „Da es für beide Entscheidungen einen breiten gesellschaftlichen Konsens gibt, ist es Aufgabe der Bundesregierung, sie auch umzusetzen“, betont Vorstand Dr. Ahn.

Ein greenValue-Beitrag von Jessica Lam und Daniel Kellermann erschienen am 11. Juni 2019.


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