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WindEnergy Hamburg (opm) - Führende Windenergie-Unternehmen präsentieren Produktneuheiten für den Weltmarkt

Wenn am 25. September die WindEnergy Hamburg ihre Tore für Fachbesucher aus aller Welt öffnet, werden die Messehallen zum globalen Schaufenster der Neuheiten und der Innovationskraft dieser aufstrebenden Industrie. Mehr als 1400 Aussteller aus 40 Ländern werden ihre Produkte und Dienstleistungen auf der Weltleitmesse für Windenergie zeigen. Die WindEnergy Hamburg bietet den führenden Herstellern von Onshore- und Offshore-Anlagen sowie der gesamten Zulieferbranche die ideale Plattform zur Präsentation ihrer neuesten Technologien und Entwicklungen. Zahlreiche Ankündigungen rekordverdächtiger neuer Turbinen und Hauptkomponenten sind zu erwarten. Parallel zur Weltleitmesse findet die globale WindEurope-Konferenz statt – beide Top-Events bilden zusammen den Global Wind Summit 2018 in Hamburg.

Windturbinen sind die größten und mit die komplexesten rotierenden Maschinen der modernen Welt. Im Offshore-Bereich nimmt die Größe der Turbinen immer schneller zu: Von den derzeit größten Anlagen mit 7-9,5 MW geht die Tendenz zu 12MW und mehr sowie Rekord-Rotordurchmessern von bis zu 220 m. Große Onshore-Windturbinen bewegen sich zügig auf die 5-Megawatt-Schwelle zu. Was Rotordurchmesser anbelangt, wird die von Aussteller Lagerwey für 2019 angekündigte Schwachwindanlage L160 LP4 mit 160m Durchmesser und 4 MW Nennleistung von Rekordhalter sein – aber sicher nur auf Zeit. Zum Vergleich: Der 160m-Rotor  entspricht einer überstrichenen Fläche von 20 106 m², also fast drei Fußballfelder. Die wichtigsten Triebfedern dieser rasanten Entwicklungen sind die Einführung von Ausschreibungssystemen für Windfarmen weltweit und der Wettbewerb mit anderen erneuerbaren Energiequellen wie Fotovoltaik. Technische Fortschritte in vielen Teilbereichen, von der Entwicklung neuartiger, sehr langer, einteiliger Rotorblätter und neuer kompakter Getriebe bis hin zu direkt angetriebenen Generatoren, hohen Türmen, verbesserter Transportlogistik und innovativen Verfahren und Techniken für die Installation schaffen die Voraussetzungen für die Realisierung der Großanlagen.

Unter den neuen bzw. weiterentwickelten Onshore-Windturbinen, die auf der WindEnergy Hamburg präsentiert werden, sind die 4,2-Megawatt-Anlage E-138 EP3 E2 (früher 3,5 MW) von Enercon und die SG 4.5-145 von Siemens Gamesa mit 4,5 MW (statt wie bisher 4,2 MW). Senvion stellt sein 2,3-Megawatt-Modell 2.3M130 mit einem Rotordurchmesser von 130 m vor, das Bestandteil der 2.XM-Turbinenplattform ist und technisch an die bewährte 2-MW-Serie MM anschließt. Der chinesische Hersteller Ming Yang, erstmals auf der WindEnergy Hamburg vertreten, wird seine neuesten Onshore- und Offshore-Windturbinenmodelle mit Dreiblattrotoren vorstellen (bisher zweiflügelige Modelle von 3MW+).

Der niederländische Windturbinenhersteller EWT präsentiert eine 750-kW-Variante seines Modells DW61-750kW. Die hauptsächlich für den deutschen Markt konzipierte Anlage hat eine Nabenhöhe von 69 m. Sie ist ebenso für andere schwachwindige Märkte geeignet sowie für Repowering-Projekte mit Höhenbeschränkungen. In Deutschland sind Windturbinen bis 750 kW vom Ausschreibungssystem ausgenommen und erhalten eine feste Einspeisungsvergütung. Bei Selbstversorgerprojekten gilt der Einspeisungstarif für überschüssigen Windstrom, der ins allgemeine Stromnetz eingespeist wird. Mark Jonkhof, Technischer Leiter, erläutert: „Mit der erteilten DIBt-Baumusterbescheinigung für die Turbine und das Fundament sind wir auf der WindEnergy Hamburg am idealen Ort, um unsere neue Anlage inklusive Service-Paket der internationalen Öffentlichkeit vorzustellen.“

Die wachsende Bedeutung schwimmender Windkraftanlagen für Offshore-Projekte in Regionen mit großer Wassertiefe schlägt sich auf der Weltleitmesse in der Präsenz von Pionieren wie dem niederländischen Gründungsspezialisten GustoMSC nieder, der Halbtaucher-Plattformen für Windturbinen mit horizontaler oder vertikaler Achse anbietet. Informationen über voll schwimmfähige Windanlagen gibt es am Messestand des deutschen Ingenieurbüros aerodyn-engineering. Der Anlagenentwickler wird über Testergebnisse mit seinem verkleinerten Testmodell der Windturbine SCDnezzy 6.0 in Japan berichten und die nächsten Schritte zur Realisierung des radikalen 15-MW-Zweiflüglerkonzepts CDnezzy2 erläutern.

Turbinen werden mehr und mehr „smart“
Ein rasch wachsender Trend in der Windindustrie ist auf ‚intelligente Windturbinen‘ ausgerichtet. Alle führenden Anbieter integrieren zunehmend sensorgestützte intelligente Komponenten in ihre Anlagen. Wichtige Beispiele sind Systeme zur Lastreduzierung, zur Zustandsüberwachung oder zur intelligenten Betriebsartenumschaltung, z.B. zur kurzzeitigen Maximierung der Energieausbeute oder zur Reduzierung der mechanischen Belastung und damit zur Verlängerung der Anlagenbetriebszeit. Der Aussteller Bachmann Monitoring bietet ein neues Plug-in zu seinem Zustandsüberwachungssystem „Blade Unbalance Calculator“ an, das Anlagenbetreiber kostengünstig und regelmäßig über Rotorunwuchten informiert. Lager unterschiedlicher Größen sind äußerst wichtige Bauteile von Windturbinen, die an vielen Stellen einer Anlage Verwendung finden. Der Hersteller SKF wird aus seinem Sven Wingquist Test Center berichten, wo große Lager mit Außendurchmessern von bis zu 6 m unter realistischen Bedingungen und extremen Lasten geprüft werden können. Ein weiterer Lagerhersteller, der auf der WindEnergy Hamburg ausstellt, ist Schaeffler. Das Unternehmen hat im Rahmen seines zukunftsweisenden Programms „Agenda 4 plus One“ ein hoch integriertes kompaktes Sensorsystem namens VarioSense entwickelt. Ein mit dem Sensor ausgestattetes Lager liefert verschiedene Signale für die Anlagen- und Prozessüberwachung. Ein erstes VarioSense-Tiefrillenkugellager wird derzeit getestet, und entsprechende Zylinder- und Kegelrollenlager befinden sich in der Entwicklung. Nach Angaben von Schaeffler sind Rollenlager bei der Entwicklung von Digitalisierungskomponenten ideale Messpunkte für die Erfassung von Betriebslasten und Prozessparameter sowie des Anlagenzustands. Messebesucher werden erfahren, wie die Integration von Sensoren, Stellgliedern, Steuerungseinheiten und Software völlig neuartige Funktionen und sogar Geschäftsmodelle ermöglicht – ganz abgesehen natürlich von verbesserter Anlagenverfügbarkeit und Prozessoptimierung.

Das deutsche Unternehmen Eolotec hat ein innovatives Zustandsüberwachungssystem für Rotorblattlager entwickelt. Das sensorgestützte „Blade Bearing Guard“ (BBG) ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung der Lagerabnutzung und informiert den Betreiber über den Zustand des Lagers. „Vor der Markteinführung des BBG zu Beginn dieses Jahres hatten wir mehrere Prototypen installiert, die inzwischen seit anderthalb Jahren in Betrieb sind und Erfahrungswerte liefern. Der damit angesammelte Datenbestand wird mit jeder neuen Systeminstallation vergrößert, was der „Systemintelligenz“ insgesamt zugutekommt“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Losert. „Der Betreiber kann die Messungen in Echtzeit online mitverfolgen. Unsere Fachleute auf der WindEnergy Hamburg werden den Besuchern das BBG und seine Vorteile im Detail erklären.“

Die Instandhaltung von Windturbinen mit dem Ziel einer möglichst langen Stand- bzw. Betriebszeit ist ein wichtiges Thema auf der Weltleitmesse, denn dies wirkt sich erheblich auf die Stromgestehungskosten aus. Das auf große Lager spezialisierte Unternehmen IMO hat einen Nachrüstsatz (Retrofit Kit) für vorzeitig ausgefallene Vierpunkt-Blattlager an Windturbinen der 2-3MW-Klasse entwickelt. Die Lösung beruht auf der patentgeschützten IMO-Produktreihe „T-Solid“, ist OEM-neutral und kann an die Anforderungen des jeweiligen Systems angepasst werden. Auf der Messe werden den Fachbesuchern erste Betriebserfahrungen vorgestellt. Der amerikanisch-österreichische Windturbinenentwickler AMSC stellt eine gleichfalls patentgeschützte Lösung für die Ausrichtung von Windrichtungsnachführungen sowie ein neues Steuerungssystem vor; beide sind auf ältere, markenübergreifende Plattformen zugeschnitten. Der finnische Getriebehersteller Moventas zeigt eine Weiterentwicklung seiner 2014 erstmals vorgestellten Getriebetechnologie „Exceed“. Kari Huttunen, Global Key Account Manager, erläutert: „Unsere Exceed 2.0 ist die nächste Entwicklungsstufe in unserem Entwicklungskonzept. Sie bietet eine höhere Drehmomentdichte, beruht auf bewährter Technik und senkt die Stromgestehungskosten der neuesten großen Onshore-Windturbinen.“

Offshore auf Rekordkurs
Die Offshore-Windprojekte werden immer größer und komplexer. Dies bringt erhebliche Herausforderungen für alle Beteiligten mit sich, vom Turbinenhersteller über Anbieter von Turmgründungen wie EEW und SIS bis zu Dienstleistern, Häfen und Installationsbetrieben. „Die WindEnergy Hamburg ist eine äußerst wichtige Messe, denn hier begegnen wir den internationalen Experten für Offshore-Windenergie, und hier stellen wir ein Modell unseres modernisierten Installationsschiffes Aeolus vor, das mit einem 1600-Tonnen-Kran ausgestattet wurde, um die Fundamente und Windturbinen der neuesten Generation bewältigen zu können“,  erklärt Geschäftsführer Arnoud Kuis von Van Oord Offshore Wind. „Unser intern entwickeltes System „FaunaGuard“ ist ein akustisches Gerät, das Meerestiere vorübergehend aus dem Umfeld von Offshore-Baustellen vergrämt. Unsere Fachleute werden Messebesuchern zudem Geräuschdämpfungsverfahren erläutern, die die Belastung beim Bau auf ein Minimum reduzieren.“

Eine Neuheit ist auch das von dem britischen Startup Synaptec entwickelte System „Refase™“ (Remote Fault Sensing). Es erkennt Fehler in Seekabeln, indem es Lichtsignale durch die in den Kabeln vorhandenen Glasfasern sendet und ihre Reflexion misst. „Refase™“ hat eine Reichweite von bis zu 100 km in Seekabeln. Auf der WindEnergy Hamburg werden Experten von Synaptec die Funktionsweise des Systems darstellen und erläutern, wie dadurch die Reaktionszeiten von Betriebs- und Wartungsteams verkürzt und Reparaturkosten, Kabelschäden und Ertragsverluste reduziert werden können. Das deutsche Ingenieurbüro Spitzner Engineers stellt ein zum Patent angemeldetes Produkt mit dem Namen ‚Blancair‘ vor. Diese Komplettlösung erzeugt nach Angaben des Ausstellers „saubere Energie und reinigt zugleich die Luft, indem es den CO2-Gehalt in der Atmosphäre reduziert. Es arbeitet wirtschaftlich und verbessert die Effizienz der Windturbine.“ Diese Innovation wird am Freitag, 28. September, Vertretern von Industrie und Finanzwirtschaft in einer geschlossenen Veranstaltung vorgestellt. Dann gibt es auch konkretere Informationen dazu.

WindEnergy Hamburg und Husum Wind
Der Global Wind Summit findet vom 25. bis 28. September 2018 in der Windhauptstadt Hamburg statt: Auf der WindEnergy Hamburg präsentieren rund 1400 Aussteller aus aller Welt ihre Produktneuheiten und Projekte. Die Weltleitmesse für die Onshore- und Offshore-Windbranche bildet den globalen Markt mit der gesamten Wertschöpfungskette ab. Parallel veranstaltet WindEurope in den Hallen der Hamburg Messe die globale On- und Offshore Konferenz. Zum Global Wind Summit versammelt sich die Welt der Windenergie alle zwei Jahre in Hamburg. Das Who's Who der deutschen Windbranche trifft sich vom 10.-13. September 2019 auf der HUSUM Wind, Partner und wichtigste deutsche Windmesse im Folgejahr. Weltmarktführer, Business-Pioniere, innovative Start-ups: On- und Offshore-Unternehmen präsentieren Spitzentechnologie, Produkttrends und Best-Practice aus Deutschland und angrenzenden EU-Ländern. Weitere Informationen: windenergyhamburg.com und husumwind.com

Quelle: 14. September 2018, www.windenergyhamburg.com

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