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Agentur für Eneuerbare Energien (opm) - Erneuerbare Energie aus dem Wald gewinnen
Zum Tag des Waldes am 21. März: Chancen nachhaltiger Forstwirtschaft nutzen

Der traditionsreichste in Deutschland genutzte Rohstoff steht gut da: Seine Vorräte wachsen, unter seinem Dach bietet er vielen Bewohnern Lebensraum und er steckt voller Energie - der deutsche Wald. „Nachhaltige Forstwirtschaft sorgt in Deutschland dafür, dass der Wald nicht nur Kohlenstoff speichert und Artenvielfalt bietet, sondern auch traditionell eine der wichtigsten Quellen Erneuerbarer Energien ist“, betont der Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), Philipp Vohrer, anlässlich des Tags des Waldes am 21. März.

Als Energielieferant erfreut sich Holz bei den Verbrauchern in Deutschland großer Beliebtheit und ist die wichtigste erneuerbare Wärmequelle. Trotzdem stagniert allerdings der Anteil Erneuerbarer Energien im Wärmemarkt und war 2017 mit einem Anteil von nur noch knapp 13 Prozent sogar rückläufig. „Für die Holzenergie wie für die Erneuerbaren Energien insgesamt benötigen wir faire Rahmenbedingungen, um Marktkräfte wirken zu lassen. Dazu gehört eine Bepreisung des Klimakillers Kohlendioxid“, erklärt Vohrer.

Noch wird die Holzenergie in Deutschland vor allem in klassischen Einzel- und Zentralheizungen in Wohnhäusern eingesetzt. Wie die AEE in ihrer Studie Die Neue Wärmewelt dargelegt hat, werden künftig „große Lösungen“ mit Netzanbindung und standardisierten Brennstoffen (z.B. Holzpellets) für kommunale Anwendungen oder in der Industrie verstärkt eine Rolle spielen. So kann auch ein steigender Anteil an Prozesswärme mit Erneuerbaren Energien gedeckt werden. In zwei neuen Leitfäden zeigt die AEE, wie in kommunalen Liegenschaften und in der Landwirtschaft solche Lösungen umgesetzt werden können. Doch nicht nur als Wärme-, sondern auch als Stromquelle ist die Bioenergie für die Energiewen-de unverzichtbar: In Heizkraftwerken leistet Holzenergie einen großen Beitrag zu klimafreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung.

Nachhaltige Nutzung
Obgleich die energetische Nutzung von Holz an Bedeutung gewonnen hat, haben sich Fläche und Alter des Waldes in Deutschland weiter erhöht: Laut Daten der alle zehn Jahre stattfindenden und zuletzt 2012 durchgeführten Bundeswaldinventur beträgt die Zunahme der Waldfläche rund 5.000 Hektar pro Jahr. Das Alter des deutschen Waldes stieg gegenüber 2002 im Schnitt um viereinhalb Jahre. Mit einem Durchschnittsalter von 77 Jahren steht der deutsche Wald gut da. Seine Bedeutung für den Klimaschutz wächst kontinuierlich. Untermauert wird dies durch Erkenntnisse der wissenschaftlichen Beiräte beim Bundeslandwirtschaftsministerium. Demnach speichert nachhaltig genutzter Wald mehr Kohlenstoff als nicht genutzte Waldökosysteme. „Der Wald erfüllt also eine wichtige Doppelfunktion: Er versorgt uns mit nachwachsendem Rohstoff für Strom und Wärme, während er als Ökosystem wertvoller Naturraum bleibt“, betont Vohrer.

Bei der Verbrennung von Holz wird das Kohlendioxid wieder freigesetzt, das die Pflanze im Laufe ihres Lebens gespeichert hat. Die energetische Nutzung gilt daher als klimaneutral, abgesehen von den Emissionen bei Holztransport und -verarbeitung. Hingegen verbrennt die Menschheit derzeit pro Jahr weltweit fossile Rohstoffe, die sich als Biomasse, umgewandelt in Öl und Kohle, in rund einer Million Jahre gebildet haben. „Für wirksamen Klimaschutz müssen wir einen Großteil der noch vorhandenen fossilen Ressourcen in der Erde belassen“, mahnt Vohrer.

Quelle: 19. März 2018, www.unendlich-viel-energie.de

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