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Luana - LCF Blockheizkraftwerke Deutschland 3 Blockheizkraftwerk Deutschland
Bundesweit
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1) Barentnahme bei Beteiligung an GmbH & Co.KG; die steuerliche Wirkung ist nicht berücksichtigt.
Ausschüttungshöhe kann bei Gewerbe- / Ertragssteueranrechnung variieren - siehe Detaildarstellung.

2) Eigenkapital des Fonds ohne Agio

3) Fondsvolumen inkl. Agio soweit dies erhoben wird und lt. Anbieter im Fondsvolumen enthalten ist sowie inkl. etwaigem Fremdkapital soweit dieses auf Ebene der Fondsgesellschaft bzw. auf Ebene der Zielgesellschaft(en) feststeht und aufgenommen wird.

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Nachstehend finden Sie themenbezogene News. Alle bei greenValue notierten News finden Sie hier – Suchfunktion inklusive.

BiogasfondsBiomassefondsGeothermiefonds

Biogasfonds erzielen ihre Einnahmen aus dem Verkauf von Biogas, Strom oder Wärme. Zur Finanzierung der Biogasanlagen werden häufig Beteiligungen, beispielsweise Biogasfonds aufgelegt, die Anlegern ein finanzielles Engagement ermöglichen. Bei einer Investition in Biogasfonds sind Anleger an den Erträgen beteiligt, die sich aus der Verwertung des Biogases ergeben. Neben Erlösen aus Strom und Wärmeverkauf, kommt auch der Verkauf des Biogases als Rohbiogas oder aufbereitetes Bioerdgas in Betracht. Das Rohbiogas entsteht durch den Abbau von Biomasse unter Ausschluss von Sauerstoff. Als Substrate werden meist landwirtschaftliche Erzeugnisse, wie zum Beispiel Maissilage oder Grünschnitt eingesetzt. Zudem kommen Stoffe aus der Tierhaltung wie Mist oder Gülle zum Einsatz. Der zunehmende Anbau von Mais zur Verwertung in Biogasanlagen findet auch kritische Stimmen. In der Novelle des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG 2012) wurde deswegen die Menge an eingesetzten Maispflanzen in Biogasanlagen auf 60 % begrenzt. Mit diesem „Maisdeckel“ soll eine „Vermaisung“, d.h. der einseitige Anbau von Mais begrenzt werden.

Im Gärprozess entsteht Biogas, das zu 50 - 70 % aus Methan besteht. Weitere Bestandteile sind CO2 und geringe Mengen Wasser, Stickstoff, Sauerstoff, Wasserstoff, Schwefelwasserstoff und Ammoniak. Das Biogas wird mit Hilfe von Blockheizkraftwerken und einem Generator in Strom umgewandelt. Das BHKW kann am Standort der Biogasanlage errichtet werden oder - verbunden über ein Microgasnetz -in der näheren Umgebung. Der Strom wird in der Regel ins Netz des regionalen Stromnetzbetreibers eingespeist und gemäß Erneuerbaren-Energie-Gesetz zu festen Preisen abgenommen. Mit dem novellierten Erneuerbaren-Energien-Gesetz können die Betreiber einer Biogasanlage ihren Strom auch direkt am Strommarkt verkaufen. Zur Nutzung der Wärme gibt es verschiedene Konzepte: Trocknungsanlagen vor Ort, das Beheizen von Gewächshäusern oder der Verkauf an öffentliche oder private Wärmekunden sind in der Praxis häufig anzutreffen. Alternativ kann Biogas auch als Kraftstoff verwendet oder in aufbereiteter Form in das Erdgasnetz eingespeist werden. Der Vorteil bei der Einspeisung ins Gasnetz liegt darin, dass bestehende Erdgasspeicher genutzt werden. Dies ermöglicht eine bedarfsgerechte Gasentnahme und Erzeugung von Strom und Wärme. Biogas ist damit sowohl grund- als auch spitzenlastfähig.

Der Biogasmarkt boomt: 2011 erzeugten in Deutschland rund 7.100 Biogasanlagen mit einer installierten Leistung von ca. 2.780 MW 17,5 Milliarden kWh Strom und 16,5 Milliarden kWh Wärme. Damit wurden 2011 12,5 Mio. Tonnen Treibhausgase vermieden. Da bei der Verbrennung von Biogas, nur so viel CO2 freigesetzt wird, wie die verwendeten Pflanzen der Atmosphäre vorher entzogen haben, ist der Prozess klimaneutral. Wenn man bedenkt das ein Drei-Personen-Haushalt rund 3.500 kWh Strom und 20.000 kWh Wärme pro Jahr benötigt, kann eine 250 kW-Biogas-Anlage ca. 500 Haushalte mit Strom und 100 Haushalte mit Wärme versorgen.

Biogasfonds werden häufig als geschlossene Fonds und teils als festverzinsliche Beteiligungen konzipiert. Die Rendite richtet sich in erster Linie nach den Umsätzen, d.h. aus dem Verkaufserlösen von Strom, Wärme oder des Biogases. Bei der Gas- und Stromeinspeisung kommen indirekt bzw. direkt die Vergütungssätze des Erneuerbaren Energien Gesetzes zum Tragen. Sie bieten eine Vergleichsweise gute Kalkulierbarkeit der Erlöse. Demgegenüber stehen die Kosten für Rohstoffe und Betriebsführung.

Nach einer Auswertung des Fachverband Biogas e.V. haben Biogasanlagen im Jahr 2011 einen Anteil von über 3 % am deutschen Gesamtstromverbrauch geleistet.

Biomassefonds finanzieren Biomassekraftwerke, die durch Verbrennung oder Vergasung elektrische und thermische Energie erzeugen. Als Einsatzstoffe kommen beispielsweise Holzpellets, Holzhackschnitzel oder auch Stroh in Betracht. Die erzeugte Hitze führt zum Verdampfen eines Mediums, das über eine Turbine geleitet wird. Der angeschlossene Generator erzeugt elektrischen Strom, der ins Netz des örtlichen Energieversorgungsunternehmens eingespeist wird. Die Nutzung der Abwärme ist bei Biomassefonds ein Qualitätskriterium in vielen Fällen sogar ein wirtschaftliches Muss. Die Wärme kann in Nah- oder Fernwärmenetze zur Versorgung von Haushalte, kommunalen oder öffentlichen Einrichtungen genutzt werden. Ferner kommen Unternehmen in unmittelbarer Nähe mit Prozesswärmebedarf in Betracht.

Deutschlandweit wurden Ende des Jahre 2010 laut trend:research 255 Biomasseheizkraftwerke betrieben. Die installierte elektrische Gesamtleistung betrug 1.236 MW. Nach einer Prognose dieses Instituts , wird die Anzahl bis 2020 auf ca. 400 Kraftwerke ansteigen. Die Anlagengrößen reichen von Kleinstanlagen (< 15 KW) bis zu Großfeueranlagen (> 50 MW). Biomasseheizkraftwerke mit einer mittleren Größe (0,5 – 5 MW) nehmen den größten Anteil aller Anlagen ein. Trend:research prognostiziert eine Steigerung der installierten Leistung bis 2020 auf 1.660 MW. Vor allem in Bayern und Baden-Württemberg sind diese Anlagegrößen auf Grund der weitläufigen Forstflächen auf zu finden. Laut trend:research steht der deutsche Markt steht jedoch vor einer Herausforderung: es gibt abgesehen vom geschlagenen Holz kaum „zusätzliche Potenziale“ von fester Biomasse die zur energetischen Nutzung zur Verfügung stehen. Rest- und Althölzer werden bereits verwertet. Um die Effizienz der Verwertung zu steigern, besteht die Möglichkeit, Vergasungstechnologien einzusetzen.

Die Nutzung von Biomasse zur Stromerzeugung wird staatlich gefördert. Feste Einspeisetarife für das Jahr der Inbetriebnahme und 20 Folgejahre ermöglichen eine langfristige Planung für Betreiber. Die hohen Kapitalsummen, die für den Bau eines solchen Kraftwerkes benötigt werden, werden nicht selten über privates Anlegerkapital, als Eigenkapital und Fremdkapital von spezialisierten Banken bereitgestellt. Die Finanzierung und der Betrieb können beispielsweise im Rahmen eines geschlossenen Biomassefonds erfolgen. Am Ende der Laufzeit des Fonds, kann das Kraftwerk veräußert werden. Der Verkaufserlös kommt den Anlegern als Ertrag zu gute.

Geothermieanlagen bedienen sich einer anderen nahezu unerschöpflichen Ressource.1913 wurde in der Toskana das erste Geothermiekraftwerk gebaut, welches Strom erzeugte. Bei Erdwärme handelt es sich um eine Energieform, welche immer gleichmäßig zu Verfügung steht. Somit lässt sich mit einem Geothermiekraftwerk Grundlaststrom erzeugen. Laut der deutschen Energie-Agentur existieren in 60 Ländern Anlagen zur Nutzung der Erdwärme. In Ländern wie Island, Costa Rica, Kenia, Tibet und Neuseeland trägt die Geothermie bereits zwischen 5 und 30 % zur nationalen Stromerzeugung bei.

Mit steigender Tiefe steigt die Temperatur: in den ersten 100 Metern findet man eine konstante Temperatur von etwa 10 °C vor. Danach steigt die Temperatur je 100 Meter im Mittel um 3 °C an.

Zur Nutzung dieser konstanten Temperatur gibt es unterschiedliche Verfahren: Zum einen die oberflächennahe Geothermie (bis 400 m Tiefe). Diese Erdwärme wird meist mit Hilfe von Wärmepumpen genutzt. Mit einer solchen Anlage kann ein Gebäude mit Heizwärme und Warmwasser versorgt werden. Diese Nutzungsart eignet sich dementsprechend auch für Privatpersonen, beispielsweise im Einfamilienhaus. Des Weiteren gibt es Systeme, welche bis zu einer Tiefe von bis zu 5.000 m das heiße Untergrundwasser nutzen. Mittels Tiefbohrungen fördern die Anlagen der Geothermiefonds Thermalwasser (hydrothermale Geothermie) und verpressen es in den gleichen Horizont, die wasserführende Gesteinsschicht. Im Gegensatz dazu wird beim HotDryRock-Verfahren (HDR) Wasser in heiße Gesteinsschichten gepresst. Das Wasser heizt sich, während es durch das künstlich geschaffene Kluftsystem zur Entnahmestelle fließt, langsam auf. Dann wird es zu Tage gefördert. Geothermieprojekten tragen das Risiko, dass man bei den Bohrungen nicht die geplanten Temperaturen oder Wassermengen vorfindet (Fündigkeitsrisiko). Weiterhin bestehen geologische und geotechnische Risiken, die den Weg zum heißen Nass erschweren.

Geothermieprojekte verfügen in der Regel über zwei Bohrungen, eine Förder- und eine Injektionsbohrung. Oberirdisch wird das geförderte heiße Wasser mittels Turbine und angeschlossenem Generator verstromt. Die erzeugte elektrische Energie wird ins Stromnetz des regionalen Energieversorgers eingespeist und vergütet. Anfallende Wärme kann ins Nah- bzw. Fernwärmenetz oder an am Standort des Geothermiekraftwerks ansässige Unternehmen verkauft werden. Drei Gebiete in Deutschland haben besonders günstige Voraussetzungen für die Nutzung der Tiefen Geothermie: der Oberrheingraben, das Norddeutsches Becken und das Molassebecken.

Weltweit sind Anlagen mit insgesamt 50,6 GW thermische Leistung und 10,7 GW elektrische Leistung installiert (Stand 2010). Für die Wärmeversorgung und Stromerzeugung nimmt die Geothermie fortlaufend einen zunehmenden Stellenwert ein. Aus einer Prognose des Bundesverbandes Erneuerbarer Energie (BEE) geht hervor, dass die Stromerzeugung durch Geothermie in Deutschland bis 2020 auf jährlich 3.750 GWh ansteigen wird. Auch die Bundesregierung strebt einen Ausbau an. Sie strebt in Ihrem „Nationalen Aktionsplan für Erneuerbare Energien“ das Ziel von 1.654 GWh im Jahr 2020 an. Auch bei der Wärmeversorgung erwartet der BEE ein Leistung von 26.000 GWh. 2011 wurden 6.300 GWh Wärme bereitgestellt. Geothermiefonds kommen zur Finanzierung von Geothermiekraftwerken grundsätzlich in Betracht, wobei die Anzahl der Beteiligungen seit Jahren auf niedrigem Niveau verharrt. Vielen Initiatoren ist das Risiko von Fehlbohrungen zu hoch. Die Erlöse des Geothermiefonds entstehen aus Strom- und Wärmeverkauf, wobei der Verkauf des Stroms durch das Erneuerbare Energien Gesetz für das Jahr der Inbetriebnahme und 20 Folgejahren gesichert ist.