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Offshore-Windpark "Global Tech I" erhält Auszeichnung "Wind Deal of the Year"

Strom aus Offshore-Windparks soll bis zum Jahr 2025 rund 15 % des deutschen Jahresstrombedarfs decken. Ein hoch gestecktes Ziel. Denn Mitte 2011 waren in der Nord- und Ostsee gerade sechs Projekte mit rund 180 Megawatt am Netz. Mit einem zügigen Zubau darf gerechnet werden. Allein in der Nordsee liegen zu 24 weiteren Projekten mit 7.500 Megawatt Leistung Mitte des vergangenen Jahres die Genehmigung bereits vor, 59 Weitere sind im Genehmigungsverfahren. Die Windreich AG aus Wolfschlugen bei Stuttgart, hat sich mit ihren aktuell 23 Projekten (1.600 Windenergieanlagen) ihren Teil des Kuchens gesichert. Die Herausforderungen der gemeisterten Finanzierung des Windreich-Projekts "Global Tech I" finden auch in der Finanzwelt große Beachtung.

Auf der diesjährigen Preisverleihung des Fachmagazins Project Finance International wurde "Global Tech I" als "Wind Deal of the Year" besonders geehrt. "Wir freuen uns einfach riesig über diesen Ritterschlag", sagte Dipl.-Ing. (FH) Willi Balz, der die Auszeichnung im Londoner Hilton vor den Augen von über 500 Persönlichkeiten der internationalen Finanzwelt entgegen nahm.

Die Finanzierung des 400-Megawatt-Projekts stemmte die Windreich AG mit 800 Millionen Euro Eigenkapital und über 1 Milliarde Euro Fremdkapital. Sichtlich stolz ist der Vorstandsvorsitzende und Alleinaktionär Willi Balz darüber, dass es gelungen ist, "das Eigenkapital im Umkreis von 200 km um den Firmensitz" zu gewinnen. Anteilseigner seien neben der Windreich AG, die HSE (HEAG Südhessische Energie AG), die Axpo-Gruppe, das Family Office der Familie Meltl, die Fondsgesellschaft "Green Utility", die Stadtwerke München, sowie namhafte mittelständische Unternehmer aus Süddeutschland.

Die Fremdfinanzierung wurde über ein Bankenkonsortium bereitgestellt, dem unter anderem die Nord LB, die Dexia Gruppe sowie die Société Générale angehören. Zudem unterstütze die Europäische Investitionsbank (EIB) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) "Global Tech I" in großem Umfang.

"Mit den 1,8 Milliarden Euro, die in ‚Global Tech I' fließen, schaffen wir tausende Arbeitsplätze", sagt Balz. Alle wesentlichen Komponenten und Dienstleistungen für das Projekt stammen aus Deutschland, bei dessen Realisierung unter anderem die Areva Gruppe, als Produzent der Windenergieanlagen und der Baukonzern Hochtief, als Errichter den Anlagen involviert sind.

Läuft alles nach Plan, geht die 80 Windenergieanlagen von "Global Tech I" im Jahr 2013 vollständig ans Netz und liefern umweltfreundlichen Strom für 1 Million Menschen.

von Daniel Kellermann
greenvalue.de, 20. Februar 2012

Diesen Beitrag und ein Portrait der "Fathers of Global Tech I © Windreich AG - Wind Project oft the year" finden Sie hier