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Pressemitteilung Forum Nachhaltige Geldanlagen - Nachhaltiger Anlagemarkt in Deutschland, Österreich und der Schweiz legt erneut zu - Anlagevolumen bei 94,5 Milliarden Euro

Kräftiges Wachstum im deutschsprachigem Raum / Plus beim Volumen der nachhaltigen Publikumsfonds, Mandate und sonstigen Finanzprodukten in Deutschland und der Schweiz jeweils in Höhe von 23 Prozent, in Österreich von 17 Prozent / Zukunftsprognosen positiv /Ausschlusskriterien wichtigste Anlagestrategie

Berlin, 22. November 2011 - Der nachhaltige Anlagemarkt in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat 2010 seinen Wachstumspfad fortgesetzt. Dies geht aus dem "Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen" hervor, den das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) am 22. November in Berlin veröffentlicht hat. Nach den Ergebnissen der Studie lag das nachhaltige Anlagevolumen der drei Länder allein im Marktsegment der Publikumsfonds, Mandate und sonstigen Finanzprodukte bei 51,9 Milliarden Euro. Das sind 14 Milliarden Euro mehr als im Jahr zuvor. Werden außerdem weitere, bislang in dieser Form nicht erfasste Marktsegmente hinzugezählt, waren 2010 insgesamt 94,5 Milliarden Euro nachhaltig investiert.

"Die Summe von 94,5 Milliarden Euro nachhaltig angelegter Gelder bietet allen Anlass zur Freude", kommentierte der FNG-Vorstandsvorsitzende Volker Weber die neuen Zahlen. "Jedoch wissen wir, dass wir uns damit keinesfalls zufrieden geben dürfen. Das Ziel einer nachhaltig ausgerichteten Wirtschaft erfordert es, dieses Wachstum weiter voranzutreiben und gleichzeitig weitere qualitative Impulse zu setzen", führte der Betriebswirt und Nachhaltigkeitsexperte aus.

2010 haben die Publikumsfonds, Mandate und sonstigen Finanzprodukte in Deutschland und der Schweiz jeweils um 23 Prozent zugelegt. In Österreich waren Zuwächse von 17 Prozent zu verzeichnen. Nach wie vor kommt das Gros des nachhaltigen Anlagevolumens in diesem Segment mit insgesamt 33,6 Milliarden Euro aus der Schweiz, gefolgt von Deutschland mit 15,9 und Österreich mit 2,4 Milliarden Euro.

Dieses Bild verändert sich etwas, wenn Kunden- und Eigenanlagen von Spezialbanken mit Nachhaltigkeitsfokus hinzugenommen werden, die das FNG in dieser Form erstmals erfasst hat. Von den 40,3 Milliarden Euro nachhaltigen Geldanlagen aus diesem Bereich entfallen allein 97 Prozent auf Deutschland. Hinzukommen außerdem 1,1 Milliarden Euro von nachhaltigen geschlossenen Fonds, die das FNG ebenfalls erstmals untersucht hat - jedoch in der Schweiz nur testweise und in Österreich zunächst qualitativ. Außerdem konnten unter Zuhilfenahme einer externen Studie nachhaltige Zertifikate mit einem Absatzvolumen von 1,2 Milliarden Euro identifiziert werden.

"Vor allem mit Blick auf den nachhaltigen Anlagemarkt in Deutschland war es wichtig, auch die Kundeneinlagen sowie die nachhaltigen geschlossenen Fonds gezielt zu erfassen", fasste FNG-Geschäftsführerin Claudia Tober mit Blick auf die Neuerungen im diesjährigen Marktbericht zusammen. "Auf diese Weise ist es gelungen, neben dem Volumen auch die Vielfalt und den Facettenreichtum des Marktes besser sichtbar zu machen. Die Spezialbanken mit Nachhaltigkeitsfokus und die nachhaltigen geschlossenen Fonds sind sehr bedeutende Marktsegmente", ergänzte die Finanz- und Nachhaltigkeitsexpertin. "Im Bereich der geschlossenen Fonds in Deutschland beispielsweise beträgt der Nachhaltigkeitsanteil am gesamten Marktvolumen 17 Prozent."

Wie bereits in den Studien der Vorjahre bietet der diesjährige Marktbericht vor allem für das Segment der Publikumsfonds, Mandate und sonstigen Finanzprodukte wichtige Detailinformationen, beispielsweise zu den nachhaltigen Anlagestrategien. Hier waren 2010 über alle drei Länder hinweg betrachtet negative Anlagekriterien, also beispielsweise der Ausschluss von Investitionen in Rüstung oder Atomkraft, am bedeutendsten. Der Best-In-Class-Ansatz hat sich als die zweitwichtigste nachhaltige Anlagestrategie erwiesen

Während in Deutschland und Österreich bei den Publikumsfonds, Mandaten und sonstigen Finanzprodukten die institutionellen Investoren mit 77 und 74 Prozent von großer Bedeutung sind, haben im schweizerischen Markt die privaten Anleger mit einem Anteil von 57 Prozent die Nase vorn.

Das FNG legt mit dem diesjährigen "Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen 2011 - Deutschland, Österreich und die Schweiz" bereits zum fünften Mal umfassendes Datenmaterial zum nachhaltigen Anlagemarkt im deutschsprachigen Raum vor. Die Daten für diese Studie hat das FNG evaluiert - im Fall der Schweiz zusammen mit einem externen Partner. Im Zusammenhang mit dem Marktbericht konnte das FNG auf die Unterstützung von Skandia, der Swisscanto Asset Management AG und Union Investment zählen, die sich der nachhaltigen Geldanlage besonders verbunden fühlen.

Medienmitteilungen zu den einzelnen Ländern und die Studie zum kostenlosen Download finden Sie auf der FNG-Homepage unter www.forum-ng.org. Rückfragen und Interviewwünsche bitte unter presse@forum-ng.org oder +49 30-264 70 544 an Gesa Vögele richten.

Das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG), der Fachverband für Nachhaltige Geldanlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, repräsentiert mehr als 160 Mitglieder aus dem deutschsprachigen Raum, die sich für mehr Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft einsetzen. Dazu zählen Banken, Kapitalanlagegesellschaften, Rating-Agenturen, Finanzberater und wissenschaftliche Einrichtungen. Das FNG fördert den Dialog und Informationsaustausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und setzt sich seit 2001 für verbesserte rechtliche und politische Rahmenbedingungen für nachhaltige Investments ein. Das FNG vergibt das Transparenzlogo für nachhaltige Publikumsfonds und ist Gründungsmitglied des europäischen Dachverbandes Eurosif.


Quelle: 22. November 2011, www.forum-ng.org

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