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Fachverband Biogas e.V (opm) - Biogas-Sonderheft zur Gülle-Kleinanlage erschienen

+++ Praktischer Ratgeber für viehhaltende Landwirte +++ Gülle-Kleinanlagen bieten ein sicheres wirtschaftliches Standbein +++ Enormes THG-Minderungspotenzial +++

Nach den massiven Einschnitten für Biogasanlagen durch das EEG 2014 bleiben zwei Anlagentypen übrig, die sich derzeit noch rechnen: Abfallvergärungs- und Gülle-Kleinanlagen. Zu letzteren hat der Fachverband Biogas nun ein Sonderheft veröffentlicht, das potenziellen künftigen Anlagenbetreibern wertvolle Tipps bei Konzeption, Planung und Bau einer Gülle-Kleinanlage an die Hand gibt.

„Biogasanlagen mit einer Leistung von maximal 75 Kilowatt und einem Input von mindestens 80 Prozent Gülle genießen sowohl in der Politik wie auch in der Bevölkerung ein hohes Ansehen“, betont der Geschäftsführer des Fachverbandes Biogas, Dr. Stefan Rauh. „Für den Landwirt ist allerdings primär die Wirtschaftlichkeit seiner Anlage ausschlaggebend.“ Gülle-Kleinanlagen erhalten auch im EEG 2014 weiterhin eine Sondervergütung in Höhe von mehr als 20 Cent pro Kilowattstunde. Das kann sich unter Umständen rechnen - und die Biogasanlage zu einem wertvollen Standbein des landwirtschaftlichen Betriebs machen. Entscheidend sind die lokalen Gegebenheiten wie der Tierbestand, der Bedarf bzw. die Existenz vorhandener Behälter, die Arbeitsbelastung der Landwirte oder auch die Hofnachfolge.

Das Sonderheft Gülle-Kleinanlagen ist ein optimales Nachschlagewerk für alle viehhaltenden Landwirte, die noch keine Biogasanlagen haben. Es beinhaltet verschiedene positive Praxisbeispiele, gibt eine umfassende Übersicht über die rechtlichen Rahmenbedingungen zum EEG 2014 wie auch zu Genehmigungsfragen und Hygieneauflagen. Darüber hinaus finden sich praktische juristische Tipps, zum Beispiel zur Ausgestaltung von Gülle-Lieferverträgen oder Wärmenutzungs-Verträgen.

„Das Heft ist ein Muss für jeden, der eine Gülle-Kleinanlage bauen will“, fasst Stefan Rauh zusammen. Nicht zuletzt haben diese kleinen Biogasanlagen gesamtpolitisch eine große Bedeutung: Die Bundesregierung läuft Gefahr, die Klimaziele für 2020 zu verfehlen. Allein durch die konsequente Vergärung von Gülle in Biogasanlagen und die damit vermiedene Methan-Emission aus offenen Güllegruben ließen sich rund sieben Millionen Tonnen CO2 einsparen – in etwa die Menge, die derzeit noch fehlt zur Zielerreichung.

Quelle: 20. August 2015, www.biogas.org


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