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Stadtwerke Mainz AG (opm) - Stadtwerke Mainz AG zieht eine positive Bilanz

Jahresergebnis für das Jahr 2014 klettert deutlich - Eigenkapitalquote verbessert

Das Geschäftsjahr 2014 war für die Unternehmensgruppe Stadtwerke Mainz AG ein erfolgreiches Jahr. Wie der SWM-Aufsichtsratsvorsitzende Oberbürgermeister Michael Ebling und die Stadtwerke-Vorstände Detlev Höhne und Dr. Tobias Brosze nach der heutigen Aufsichtsratssitzung berichteten, kletterte das Jahresergebnis der stadtnahen Gesellschaft nach Zahlung von Steuern und Abgaben auf 23,6 Millionen Euro. Das sind 13,3 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Im positiven Jahresergebnis ist der Ausgleich des Nahverkehrsverlustes der SWM-Tochter Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) von 15,6 Millionen Euro durch die Stadtwerke bereits berücksichtigt. "Die guten Geschäftszahlen für 2014 beinhalten allerdings auch eine Sonderausschüttung der KMW, die 10 Millionen Euro über den Dividenden der Vorjahre lag und die Stadtwerke in die Lage versetzt, den Bau der Mainzelbahn im Wesentlichen ohne Kreditaufnahme zu verwirklichen", verdeutlichte Oberbürgermeister Ebling.

Weiter angestiegen ist dank des positiven Jahresergebnisses das Eigenkapital der SWM AG: Es erhöhte sich um 16,1 Millionen Euro auf 227,1 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote stieg damit auf 34,1 Prozent, ein Jahr zuvor hatte diese noch 32,3 Prozent betragen. Höhne dankte in diesem Zusammenhang der Stadt Mainz als Aktionärin der Stadtwerke Mainz AG. "Die EK-Quote ist Grundlage für unsere Finanzentscheidungen. Sie sagt auch etwas über unsere Kreditwürdigkeit aus. Die Eigenkapitalausstattung ist Ausdruck eines gemeinsamen Verständnisses von Eigentümer, Aufsichtsrat und Vorstand, dass neben einer angemessenen Ausschüttungspolitik die Substanzerhaltung und -erweiterung sowie die Investitionsfähigkeit in neue Zukunftsprojekte wie etwa das Pumpspeicherkraftwerk bei Bingen oder den Energiepark Mainz sowie der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien nicht zu kurz kommen darf." Gut entwickelt hat auch das Anlagevermögen der Stadtwerke, das im vergangenen Jahr um 49 Millionen auf 576,3 Millionen Euro gestiegen ist.

Rückläufig sind dagegen die Umsatzzahlen. Dies liegt vor allem daran, dass die beiden Kraftwerke der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG, an der die Stadtwerke Mainz AG zur Hälfte beteiligt ist, im vergangenen Jahr etwa 47 Prozent weniger Strom erzeugt haben als noch 2013. Der Umsatz der Unternehmensgruppe betrug 407 Millionen Euro, ein Rückgang von etwas über 9 Prozent.

Oberbürgermeister Michael Ebling wies als Aufsichtsratsvorsitzender darauf hin, dass die Stadtwerke für eine gesicherte kommunale Daseinsvorsorge verantwortlich sind, die regionale Wirtschaft unterstützen und die Entwicklung von Mainz vorantreiben. "Die Gewinne der Stadtwerke kommen den Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt zu Gute." Laut Höhne trugen die Stadtwerke 2014 unter anderem den ÖPNV-Verlust der MVG von 15,6 Millionen Euro und zahlten darüber hinaus die Konzessionsabgabe an die Stadt Mainz von 17,2 Millionen Euro und unterstützen die Mainzer Stiftung für Klimaschutz und Energieeffizienz mit 500 000 Euro. Neben der Gewerbesteuer von 0,8 Millionen Euro zahlten die Stadtwerke 2014 eine Dividende an die Zentrale Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz (ZBM) beziehungsweise die Stadt von insgesamt 7,5 Millionen Euro. Darüber hinaus engagiert sich die SWM-Unternehmensgruppe auf vielfältige Weise in den Bereichen Kultur, Sport und Soziales.

Erfreulich fällt auch die Bilanz beim Thema Personal aus: Höhne: "Die schwierigen Zeiten der Restrukturierung und des Personalabbaus nach der Liberalisierung des Energiemarktes Ende der neunziger Jahre haben wir hinter uns gelassen. Wir kommen im Versorgungsbereich von einer Mitarbeiterzahl von über 1000 Beschäftigten im Jahr 2000 und haben heute eine Stammbelegschaft von rund 590 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir sind froh, dass wir heute mit Augenmaß wieder Personal aufbauen können. Die Zahl der jungen Leute im Betrieb steigt kontinuierlich und die Unternehmensgruppe Stadtwerke Mainz wird als sehr attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen."

Laut Höhne liegt die Stadtwerke-Unternehmensgruppe in den ersten sechs Monaten 2015 in allen Geschäftsfeldern im Plan. Eine besondere Aufmerksamkeit gehöre dieses Jahr der KMW. Das Kraftwerk 3 auf der Ingelheimer Aue wird 2015 etwa 2.500 Stunden im Einsatz sein. "Dies ist in Zeiten, in denen in Deutschland Betreiber ihre Anlagen komplett vom Markt nehmen müssen, ein positives Signal. Unter der Leitung des neuen KMW-Vorstandes arbeiten KMW, Stadtwerke Mainz und ESWE Versorgungs AG zielgerichtet an der künftigen Strategie des Unternehmens. Wir gehen davon aus, dass entsprechende Beschlüsse noch 2015 erfolgen."

Beim Thema Strom- und Gasvertrieb soll ebenfalls noch im laufenden Jahr eine Entscheidung fallen, kündigte Höhne an: "Wir wollen den Mainzerinnen und Mainzern im nächsten Jahr die Möglichkeit eröffnen, bei einem lokalen Anbieter Strom und Gas zu beziehen. Wir wollen hierbei kooperieren und haben verschiedene Kooperationsangebote. Spätestens in der Dezember-Aufsichtsratssitzung fällt die Entscheidung, wann und mit wem wir starten."

Erfolgreiche Geschäftsfelder

Die Mainzelbahn ist wohl das größte und ambitionierteste Verkehrsinfrastrukturprojekt der SWM-Unternehmensgruppe seit der Gründung der MVG. Alle Abteilungen und nahezu alle Tochtergesellschaften sind gemeinsam im Einsatz. Stadtwerke-Vorstand Dr. Tobias Brosze beschreibt das Ziel: "Wir wollen im 1. Quartal 2017 die Bahn rollen lassen. Das Thema Schiersteiner Brücke und die dadurch entstandenen Zeitverzögerungen hat uns zwar nicht in dem Maße negativ beeinflusst wie ursprünglich befürchtet, dennoch werden wir an dieser Stelle mit nicht unerheblichen Mehrkosten zu rechnen haben. Die Aufarbeitung hierzu läuft aktuell gemeinsam mit den Bauunternehmen."

Im Geschäftsfeld Mobilität hat sich 2014 neben dem Thema Mainzelbahn auch viel für die ökologische individuelle Mobilität durch MVGmeinRad getan. Die Nutzungszahlen des Mainzer Fahrradvermietystems sind auf über 420.000 Fahrten gewachsen und das System wurde kürzlich vom ADAC zu Deutschlands bestem Fahrradverleihsystem gekürt. Dr. Brosze: "Mit Straßenbahn, Bus und Fahrrad, ergänzt durch kundenfreundliche Angebote wie das e-Ticket, Fahrplan-App und dynamischen Fahrgastinformationsanzeigen sind wir ein moderner Mobilitätsdienstleister, was sich im Jahr 2014 auch in guten Werten bei der Kundenzufriedenheit ausgedrückt hat."

Im Zollhafen ging im vergangenen Jahr die Entwicklung eines einzigartigen Stadtquartiers auf 22 Hektar mit großen Schritten voran: Am 3. Dezember 2014 fasste der Mainzer Stadtrat den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan, dieser ist seit Mitte Juni rechtskräftig. Ende 2014 erfolgte bereits der Spatenstich für das erste Wohnungsbau-Projekt, den Rheinkai 500. Inzwischen sind sechs der 28 Baufelder veräußert. Beim Heiligkreuzareal wurde vor drei Wochen der Sieger des städtebaulichen Wettbewerbs gekürt. Jetzt geht es darum, in den nächsten Monaten auf Basis des prämierten Entwurfs einen Bebauungsplan zu entwickeln. Parallel führen die Stadtwerke die Freimachung durch und bereiten die weitere Erschließung des Geländes vor. In enger Abstimmung mit Oberbürgermeister Michael Ebling und der Stadt wird ein Schwerpunkt dabei auf der Errichtung von bezahlbarem Wohnraum liegen.

Die kombinierte Strom- und Wärmeerzeugung ist der zentrale Baustein im Geschäftsfeld Wärme der Stadtwerke-Unternehmensgruppe. "In der netzgebundenen und der dank Kraft-Wärme-Kopplung umweltfreundlich erzeugten Wärme sehen wir den wesentlichen Schwerpunkt für eine erfolgreiche Wärmewende", so die SWM-Vorstände. Hier wurde im Jahr 2014 federführend durch die Stadtwerke-Tochter Thermago GmbH ein Wärmemasterplan für die Stadt Mainz, gemeinsam mit dem Umweltamt entwickelt. Im Ergebnis wurde ein klares Potenzial für den Ausbau der netzgebundenen Wärmeinfrastruktur - also Fernwärme oder auch Nahwärme - identifiziert. Beispiele sind die Erschließung der Zollhafens, die Übernahme der Berliner Siedlung mit dem Partner RWE Energiedienstleistungen GmbH.

Das für die gesamte Unternehmensgruppe wichtige Geschäftsfeld Netze bzw. Verteilung steht für die Planung, den Bau und den Erhalt einer zuverlässigen sowie den Anforderungen der Energiewende genügenden und bezahlbaren Versorgungsinfrastruktur für die Bereiche Strom, Straßenbeleuchtung, Gas und Wasser. Ebenfalls technische Lösungen für Sonderkunden, Kommunikations- und Sicherheitsdienstleistungen werden durch unsere Netzgesellschaft erbracht. Dr. Brosze: "Auch hier brauchen sich die Mainzer Stadtwerke nicht zu verstecken. Die Versorgungssicherheit der Region ist eine der höchsten in Deutschland. Dafür sorgen auch die stetigen Erneuerungsmaßnahmen." Über alle Sparten hinweg haben die Stadtwerke im vergangenen Jahr rund 45 Millionen Euro in den Ausbau und den Erhalt der Netze investiert. Bautechnische Schwerpunkte lagen zum einen entlang der Mainzelbahntrasse, aber auch in der südlichen Altstadt entlang der Wallstraße Richtung Mombacher Straße.

Bei den erneuerbaren Energien gehören die Stadtwerke Mainz zu den Vorreitern unter den deutschen Stadtwerken. Zum einen ist die SWM-Gruppe inzwischen an rund 200 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 106 Megawattpeak sowie an 87 Windkraftanlagen mit 170 Megawatt Leistung beteiligt. 2014 erfolgte der Einstieg der SWM-Gruppe zu 50 Prozent bei der Pfalzwind GmbH, in der sich 63 der 87 Windkraftanlagen befinden sowie der Kauf einer Wasserkraftanlage in Wiesenburg bei Zwickau. Durch den weiteren Ausbau dieses Geschäftsfeldes wurde das Ziel, im Jahr 2020 exakt 20 Prozent des Strombedarfs der Stadt Mainz mit erneuerbaren Energien zu erzeugen, bereits heute deutlich übertroffen.

Innovative Projekte

Eine weitere Vorreiterrolle nimmt SWM gleich in mehreren für das Gelingen der Energiewende wesentlichen Technologien ein. 2014 errichteten die Stadtwerke Mainz den Energiepark Mainz mit der weltweit größten "Power-to-Gas"-Anlage dieser Art gemeinsam mit den Partnern Siemens und Linde. Die feierliche Inbetriebnahme mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer fand am 2. Juli 2015 statt.

Ebenfalls vorangeschritten ist das große Pumpspeicherprojekt bei Bingen, für das im Oktober 2014 das Raumordnungsverfahren unter breiter Beteiligung von Umweltverbänden und Anwohnern erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Derzeit laufen die Vorbereitungen für das sich anschließende Planfeststellungsverfahren.

Ein drittes großes Innovationsprojekt ist das Geothermiekraftwerk der SWM-Tochtergesellschaft Überlandwerk Groß-Gerau (ÜWG). Höhne: "Auch hier wurde ein von vielen Seiten als vorbildlich bezeichneter Bürgerbeteiligungsprozess umgesetzt, sodass mit breiter Zustimmung der Bürger als auch der Politik die von der Fachwelt als außerordentlich gründlich bezeichnete Planungsphase erfolgreich abgeschlossen wurde. Dadurch befinden wir uns inzwischen in der konkreten Vorbereitung der ersten Bohrung."

Quelle: 16. Juli 2015, www.stadtwerke-mainz.de


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