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Nach Atomunglück in Marcoule - Ökostrom wieder in aller Munde

Und es ist wieder passiert: Auf dem Anlagengelände des Atomkraftwerkes Marcoule in Südfrankreich hat sich am Montag erneut ein Unfall ereignet. Kaum hatte diese Nachricht die Internetportale erreicht, waren die Begriffe Ökostrom und erneuerbare Energien wieder in aller Munde. Doch was ist zukünftig auf diesem Sektor zu erwarten und inwieweit ist eine grüne Zukunft überhaupt realistisch?

Nach der Einsicht kommt der Wechsel
Die französische Atomaufsicht teilte gestern mit, dass es bei der Explosion in dem südfranzösischen Atommeiler einen Toten gegeben hat und vier weitere Personen teilweise schwer verletzt wurden. Strahlung sei zwar nicht ausgetreten, aber trotzdem wurde vorsorglich ein Schutzring rund um das Atomkraftwerk angeordnet. Ein Schock für die Anwohner und die gesamte französische Bevölkerung. Der Schrei nach erneuerbaren Energien und der Abschaffung der Atomkraft wird auch in Frankreich immer lauter. Momentan ist Deutschland aber immer noch der Spitzenreiter, wenn es um Anti-Atom-Politik geht. Erst vor zwei Monaten besiegelte der Deutsche Bundestag das Schicksal der übriggebliebenen Atommeiler und entschied über einen endgültigen Ausstieg. Das sogenannte "Gesetzespaket zur ökologischen Energiewende" stößt in Europa und teilweise auch in Deutschland nicht überall auf Wohlwollen. Die Härtefallregelungen und Förderprogramme, die den Ausstieg in Deutschland begleiten und fördern sollen, haben traurigerweise allesamt eines gemeinsam: Sie könnten alle von der Europäischen Kommission als europarechtlich verbotene Beihilfen gleich wieder einkassiert werden. Die deutsche Bundeskanzlerin versprach den Partnerstaaten, dass die deutsche Wirtschaftlichkeit in Folge des Atomausstiegs nicht in Bedrängnis geraten würde. Diese Zusicherung verlöre angesichts des oben genannten Mankos jedoch ihre Bedeutung. Der Industriestandort Deutschland geriete somit auch in Gefahr.

Generalablass durch Ökostrom?
Der einzige Ausweg, um einem drohenden Versorgungsdefizit und den einhergehenden wirtschaftlichen Querelen entgegenzuwirken, ist der schnelle und effektive Ausbau von alternativen Kraftwerken. Wobei hier natürlich nicht ausschließlich von Ökostrom die Rede sein kann. Momentan wird energiepolitisch allerorten auf den Putz gehauen und das Joint-Venture zwischen RWE und dem russischen Energieriesen Gazprom, in dem es primär um Steinkohle- und Gaskraftwerke in Deutschland, England und den Benelux-Ländern geht, nimmt beispielsweise immer mehr Form an.

Doch was ist denn jetzt mit dem Ökostrom? Inwieweit können die erneuerbaren Energien die Lücke schließen, die durch die Abschaltung der verpönten Atommeiler entsteht? In den letzten zehn Jahren war der Anstieg des prozentualen Anteils von Ökostrom an der Gesamtenergieversorgung in Deutschland ganz enorm. Er stieg von rund 6.6 Prozent (2000) auf schätzungsweise 20,8 (2011) und in den kommenden neun Jahren soll der Anteil sogar auf 38,6 Prozent steigen. Ob und wie dieses Ziel erreicht werden kann, bleibt vorerst unklar.


Ein Beitrag von www.steckdose.de.

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