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juwi AG (opm) - Weltweit auf Wachstumskurs

Sauberer Sonnenstrom schont nicht nur das Klima. Viele Unternehmen und Staaten rund um den Globus nutzen schon heute die Kostenvorteile der Solarenergie – vom großen Energieversorger im US-Bundesstaat Virginia bis zum Bergbau-Unternehmen in Australien.

Der Klimawandel ist Realität. Statt zu reden, müssen wir handeln und in erneuerbare Energien investieren. Die Sonne ist unsere Zukunft.“ Der Mann, der das sagt, ist kein Lobbyist der Solarindustrie. Tim Cook ist Vorstandschef von Apple, dem nach Börsenwert größten Wirtschaftsunternehmen der Welt. Für satte 850 Millionen Dollar baut der iPhone-Konzern in Kalifornien ein riesiges Sonnenkraftwerk. Zwölf Quadratkilometer groß, mit einer Gesamtleistung von 130 Megawatt soll das Solarzellenfeld genug Strom für die neue Firmenzentrale in Cupertino sowie alle Apple Stores in Kalifornien liefern. „Wir machen das, weil es sich rechnet“, ist Cook überzeugt. „Für die Umwelt und für Apple“.

Ähnlich wie Apple sehen das immer mehr große Unternehmen weltweit. Google und Microsoft investieren Hunderte Millionen in die Windkraft. Walmart und Amazon nutzen die Dächer ihrer Märkte und Logistikhallen zur solaren Stromerzeugung. Und Ikea verkündete kürzlich, bis spätestens 2020 komplett auf grünen Strom umzusteigen. In den USA haben selbst große Energieversorger, die bislang auf fossile Energieträger und ganz aktuell auf die Fracking-Methode gesetzt haben, die Erneuerbaren entdeckt. Nicht immer aus Überzeugung, aber stets aus wirtschaftlichem Kalkül. Zum einen wird das Engagement von Firmen für eine saubere Energieversorgung immer öfter von den Kunden honoriert. Woher kommt der Strom, mit dem die riesigen Cloud-Datenspeicher versorgt werden? Nicht nur für eingefleischte Ökos ein wichtiges Argument, sich für oder gegen einen Anbieter zu entscheiden. Noch entscheidender: Energie aus erneuerbaren Quellen ist bereits heute vielfach günstiger als herkömmliche Brennstoffe. Und dieser Trend geht weiter – trotz Fracking und gesunkener Ölpreise. Kein Wunder also, dass selbst Staaten wie Dubai, die geradezu im Erdöl schwimmen, auf Sonnenenergie setzen und Millionen in große Photovoltaik-Anlagen investieren.

„Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit sind die entscheidenden Argumente für den Umbau unserer Energieversorgung“, sagt Dr. Jan Warzecha, als Director of Technology bei der juwi international GmbH ein profunder Kenner der aktuellen Entwicklungen bei der Nutzung von erneuerbaren Energien. „Bis zum Jahr 2025 werden die Produk-tionskosten von Sonnenstrom in Europa auf vier bis sechs Cent je Kilowattstunde fallen. Damit ist diese Form der Energiegewinnung nicht nur sauberer, sondern auch günstiger als Strom aus neuen Kohle- oder Gaskraftwerken“, so Warzecha. Eine aktuelle Studie des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) bestätigt seine Einschätzung: Kohle- und Gaskraftwerke können laut ISE selbst bei gleichbleibenden Rohstoffpreisen künftig nicht mit den Erneuerbaren mithalten. Ganz zu schweigen von neuen Atomkraftwerken, deren Strom auf absehbare Zeit kaum unter zehn Cent pro Kilowattstunde zu haben sein wird.

Der Preis von Solarstrom hängt von vielen Faktoren ab: von der Sonneneinstrahlung sowie von den Kosten für die Solaranlage, von den Modulen über Wechselrichter bis zur Netzanbindung. Hinzu kommen die Kapitalkosten, um die Anlage zu finanzieren. „Die Kosten für die Technik werden auch in Zukunft kräftig fallen“, ist sich Warzecha sicher. Im schlechtesten Szenario gehen Energieexperten davon aus, dass sich der Preis für Solarkraftwerke von heute circa 1.000 Euro je Kilowatt-Peak elektrischer Leistung bis 2050 auf rund 600 Euro fast halbieren wird.

Die australische Gold- und Kupfermine:
Sauber und günstig ganz ohne Netz
Weltweit haben dies mittlerweile viele Regierungen und Energieversorger, aber auch große und kleine Unternehmen erkannt. In Australien setzt beispielsweise das Bergbau-Unternehmen Sandfire Resources NL auf preiswerten Sonnenstrom für seine Gold- und Kupfermine „DeGrussa“. Mehr als 250.000 Tonnen der begehrten Edelmetalle hat das Unternehmen seit 2012 bereits aus dem Boden des australischen Outbacks geholt. Einen Netzanschluss an das 900 Kilometer entfernte Perth hat die Mine nicht. Sie ist energieautark. Noch kommt der Strom aus einem 20-Megawatt-Dieselkraftwerk. Ab Frühjahr 2016 ändert sich das. Dann wird eines der weltgrößten Solar-Hybrid-Kraftwerke seinen Betrieb aufnehmen und die Mine tagsüber kostengünstig mit sauberem Solarstrom versorgen. Dabei wird das ausgeklügelte System aus einem 10,6 Megawatt starken, einachsig nachgeführten Sonnenkraftwerk samt Speichereinheit komplett mit den Dieselgeneratoren synchronisiert. Bauen soll es die australische Niederlassung der juwi-Gruppe.

„Das Projekt bietet uns die Möglichkeit, in eine risikofreie und erneuerbare Energietechnologie zu investieren, die mit geringen Kapitalanforderungen einhergeht und mittel- und langfristig die Energiekosten unseres Unternehmens signifikant senken wird“, freut sich Karl Simich, Vorstand von Sandfire Resources, über das Zustandekommen des Projektes. „Die Dimensionen, vor allem aber die Kombination aus integriertem, leistungsstarkem Off-Grid-Solarpark und bestehendem Dieselkraftwerk sind einzigartig in Australien und der Welt. Zudem ist es leicht umzusetzen, beeinflusst weder die Sicherheit noch den laufenden Betrieb unserer Mine und wird dabei helfen, unsere Betriebskosten
langfristig zu senken“, so der Chef des Bergbau-Unternehmens.

Für Jan Warzecha bestätigt das Projekt die Wirtschaftlichkeit der Solarenergie: „Für energieintensive, netzferne Betriebe im Bergbau, in der Landwirtschaft oder in der Tourismusindustrie sind große Solarfreiflächen-Anlagen bereits heute die wirtschaftlich bessere Alternative. Denn die Preise für fossile Energieträger werden nicht lange auf dem jetzigen Niveau verharren, sondern in Zukunft wieder steigen. Die Preise für erneuerbare Energien hingegen sinken kontinuierlich.“

Der US-amerikanische Energieversorger:
Mehr Kohle dank weniger Kohle
In den vergangenen Jahrzehnten galt bei US-amerikanischen Energieversorgern das ungeschriebene Gesetz: Richtig Kohle macht man nur mit Kohle. Vor allem in den Wüstenstaaten Nevada und Utah, wo das schmutzige Gold dicht unter der Oberfläche abgebaut werden kann, gruben gewaltige Bagger die Kohle aus dem Boden. Gleich nebenan entstanden Kraftwerke mit riesigen Schloten, in denen die Kohle verbrannt und damit Strom produziert wurde. Mächtige Überlandleitungen transportierten die Energie über Hunderte Meilen in die Metropolen Kaliforniens und sorgten dafür, dass Leuchtreklamen blinken und Klimaanlagen rund um die Uhr brummen konnten.

Doch der Wandel, den US-Präsident Barack Obama politisch einforderte, hat auch die Energieversorgung erreicht. Los Angeles wird bis 2025 seine Stromversorgung komplett auf Erneuerbare umstellen. So will die Stadt der Engel von der „Smog City“ zur „Sun City“ werden. Den großen Energieversorgern bleibt letztlich nichts anderes übrig, als ihre Stromproduktion an die Wünsche ihrer Kunden anzupassen.

Ein Unternehmen, das dies schon recht frühzeitig erkannt hat, ist der börsennotierte Energiekonzern „Dominion Resources Inc.“ mit Firmensitz in Richmond, Virginia. „Wir werden unser Engagement in die Erneuerbaren weiter kräftig ausbauen“, sagt David A. Christian, CEO von Dominion Generation. „Dabei nimmt die Solarenergie eine Schlüsselstellung ein.“ Folgerichtig hat Dominion Ende letzten Jahres eines der größten Solarprojekte in der Firmengeschichte von juwi erworben. Bis Ende 2015 errichtet juwi Inc. im US-Bundesstaat Utah, etwa auf halber Strecke zwischen Salt Lake City und Las Vegas, ein Sonnenkraftwerk mit einer Leistung von mehr als 60 Megawatt. Der Strom geht über ein sogenanntes Power Purchase Agreement für 20 Jahre an PacifiCorp und kann 12.000 Haushalte mit sauberer Energie versorgen. „Das Projekt mit dem Namen Pavant Solar ist nicht nur die größte unserer bislang 14 in den USA gebauten PV-Anlagen“, sagt Mike Martin, CEO von juwi Inc. „Es zeigt auch eindrucksvoll, dass Sonnenenergie in puncto Kosten längst mit Strom aus fossilen Brennstoffen konkurrieren kann.“

Es ist letztlich diese nachweisbare Wirtschaftlichkeit der Erneuerbaren, die auch andere US-Energieversorger dazu bewogen hat, sich mit juwis Hilfe einen Platz an der Sonne zu sichern: PSEG (Public Service Enterprise Group) in Arizona und Vermont, die Southern Maryland Electric Cooperative (SMECO) in Maryland und El Paso Electric in Texas. Eine Art Heimspiel hat juwi demnächst in Colorado. Weniger als 100 Kilometer vom Firmensitz seiner US-Tochter in Boulder wird bis Ende nächsten Jahres eine 22-Megawatt-Solaranlage entstehen. Auch hier ist ein Energieversorger Partner der juwi-Gruppe – die Platte River Power Authority (PRPA).

Regionale Wertschöpfung in Südafrika:
Mit der Sonne Staat machen
In Südafrika kann die Solarenergie ihre Vorzüge gegenüber fossilen Energieträgern gleich mehrfach ausspielen. Sie ist bereits heute kostengünstiger, als der Strom aus den beiden geplanten Kohlemeilern Kusile und Medupi jemals sein wird. Beide Kraftwerke sind seit Jahren im Bau. Ihre Fertigstellung verzögert sich jedoch Jahr für Jahr und verschlingt weiter Unsummen an Geld. Falls sie 2019 tatsächlich am Netz sein werden, kostet die dort erzeugte Kilowattstunde Strom nach Berechnungen der südafrikanischen Standard Bank etwas mehr als umgerechnet zehn Eurocent. Noch teurer wird der Strom aus den ebenfalls geplanten dieselbefeuerten Spitzenlast-Kraftwerken sein. Laut Studie wird die hier erzeugte Kilowattstunde sogar mehr als 50 Eurocent kosten. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Preis für Solarstrom lag in der aktuellen Ausschreibungsrunde bei knapp sechs Eurocent je Kilowattstunde.

„Das Land am Kap der Guten Hoffnung braucht dringend neue Kraftwerkskapazitäten. Gerade aktuell findet dort eine Stromrationierung statt – ganze Stadtteile werden stundenweise abgeschaltet“, sagt Jan Warzecha. Bereits 2007 litt das Land unter massiven Stromengpässen, ganze Regionen mussten vom Netz genommen werden. Der Schaden für die Wirtschaft war enorm. Auch deshalb setzt die Regierung auf schnell realisierbare erneuerbare Energien. Mit dem Renewable Energy Independent Power Producer Procurement Programme (REIPPPP) sollen so nicht nur innerhalb kürzester Zeit grüne Kraftwerkskapazitäten entstehen, das Programm läutet zudem eine neue Ära der sozioökonomischen Entwicklung und Teilhabe ein. Denn jeder, der am REIPPPP teilnimmt, ist verpflichtet, die „Local Community“ am Anlagenstandort zu beteiligen. Sei es bei der Vergabe von Arbeitsplätzen, sei es bei der finanziellen Teilhabe am Projekt über Treuhandgesellschaften. So soll sichergestellt werden, dass die Investitionen nachhaltig bei den Menschen vor Ort bleiben.

Wie das funktioniert, zeigt das Beispiel des von juwi gebauten Solarparks „Swartland“ bei Darling in der Provinz Western Cape. Während der siebenmonatigen Bauphase wurden zwei von drei Arbeitsplätzen mit Menschen aus der unmittelbaren Nachbarschaft zum Solarpark besetzt. Zudem konnte mit dem Darling Trust ein verlässlicher Kooperationspartner gefunden werden, der über die Dauer von 20 Jahren finanziell am Park beteiligt ist und aus den Erträgen Bildungsprojekte vor Ort langfristig finanziert.

„Ein möglichst hohes Maß an lokaler Wertschöpfung zu generieren, gehört zur juwi-Firmenphilosophie“, sagt Jan Warzecha. Und weil das so ist, hat juwi in Südafrika den Zuschlag zum Bau des größten Solarparks der Firmengeschichte bekommen. Bei Prieska baut das Unternehmen ein 86 Megawatt starkes Sonnenkraftwerk. Schon kommendes Jahr wird es in Betrieb gehen.

Südafrika, Amerika oder Asien-Pazifik: In vielen Regionen der Welt hat die Solarenergie längst einen steilen Wachstumskurs eingeschlagen. Dafür gibt es gute Gründe. Einer der wichtigsten: Die saubere Stromerzeugung mit der Sonne muss den wirtschaftlichen Vergleich längst nicht mehr scheuen.

Quelle: 12. Juni 2015, www.juwi.de


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