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BayWa AG (opm) - BayWa AG: Saisontypischer Auftakt – gute Aussichten für 2015

Das 1. Quartal 2015 war für die BayWa AG durch eine saisontypische Witterung geprägt, nachdem im Vorjahr der internationale Handels- und Dienstleistungskonzern von einem sehr milden Winter hatte profitieren können: Der Umsatz lag zum 31. März 2015 mit 3,4 Mrd. Euro knapp unter dem Vorjahreswert (2014: 3,6 Mrd. Euro). Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) liegt bei minus 6,4 Mio. Euro (2014: 4,3 Mio. Euro). Für die kommenden Frühlingsmonate sind spürbare Aufholeffekte im Handel mit Dünger, Obst und Baustoffen zu erwarten. Ebenso ist der Ausblick für den Bereich erneuerbare Energien durch eine gute Projektentwicklung positiv.

„Es war ein jahreszeitlich üblicher Saisonstart, so dass unser Geschäft mit Betriebsmitteln und Baustoffen etwas später einsetzte als im Ausnahmejahr 2014“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz.

Eine deutliche Belebung im Export sowie eine hohe Warenverfügbarkeit durch die Rekordernte 2014/15 hat für den Konzern zu einem starken Handelsgeschäft im 1. Quartal 2015 geführt. Hier konnte die BayWa bereits von dem Ausbau ihrer internationalen Präsenz in Südeuropa und ihren Handelsaktivitäten in den Zielmärkten im Mittleren Osten und in Nordafrika profitieren. Der internationale Obsthandel, seit Ende 2014 durch den neuseeländischen Apfelanbieter Apollo Apples gestärkt, erwartet nun nach witterungsbedingten Verzögerungen gute Absatzchancen für die kommenden Monate. „Dies bestätigt einmal mehr, dass unsere Internationalisierung im Agrarhandel Früchte trägt und auch die aktuellen Markteintritte bereits das Netzwerk der BayWa stärken“, erläuterte Lutz. Im Bereich erneuerbare Energien seien die Aussichten weiter gut. „Wir hatten eine stabile Entwicklung im ersten Quartal und blicken auf volle Auftragsbücher bei Solar- und Windparks für das laufende Geschäftsjahr“, so Lutz.

Schwacher Euro und Rekordernten beflügeln Handel – Winterwetter verzögert Betriebsmittelgeschäft

Das Segment Agrar, das den Handel mit landwirtschaftlichen Betriebsmitteln und Erzeugnissen sowie die Bereiche Technik und Obst umfasst, erzielte einen Gesamtumsatz von rund 2,5 Mrd. Euro (2014: 2,6 Mrd. Euro). Dies entspricht einem Rückgang um 2,2 Prozent, vor allem bedingt durch den im Vergleich zu 2014 deutlich späteren Saisonstart im Betriebsmittelgeschäft. Dieser Verschiebungseffekt macht sich auch im operativen Ergebnis (EBIT) bemerkbar, das mit 20,1 Mio. Euro um 29,7 Prozent unter dem außergewöhnlich hohen Vorjahreswert liegt (2014: 28,6 Mio. Euro).

Das Agrarhandelsgeschäft war gekennzeichnet von einem starken Nacherfassungsgeschäft in Deutschland und einem hohen internationalen Handelsvolumen. Aufgrund guter Warenverfügbarkeit und einem günstigem Umfeld für den Export durch den schwachen Euro konnte die BayWa erfolgreich ins Handelsjahr für Getreide und Ölsaaten starten. Der Internationalisierungskurs des BayWa Konzerns hat hierbei durch die erfolgreichen Markteintritte in Italien, Spanien und Portugal sowie den Ausbau der Handelsaktivitäten für die Zielmärkte im Mittleren Osten und in Nordafrika zusätzlich an Dynamik gewonnen.

Der spätere Saisonstart schlägt sich deutlich im nationalen Betriebsmittelgeschäft mit Dünger, Saatgut und Pflanzenschutz nieder: Nachdem im Vorjahr bereits im 1. Quartal aufgrund der ungewöhnlich milden Witterung eine rege Nachfrage herrschte, sind die Handelsmengen im Berichtszeitraum 2015 wieder deutlich geringer. Die Sparte Agrarhandel verzeichnet einen Umsatz von 2,2 Mrd. Euro (2014: 2,2 Mrd. Euro) bei einem EBIT von 19,8 Mio. Euro (2014: 23,3 Mio. Euro).

Der Umsatz mit Landtechnik liegt insgesamt auf einem sehr hohen Niveau und konnte sich im 1. Quartal 2015 knapp behaupten. Im Vertrieb profitierte der Bereich von hohen Auftragsbeständen aus dem Jahr 2014 und konnte trotz einer bundesweit gesunkenen Investitionsneigung in der Agrarbranche ihre Verkaufszahlen für neue und gebrauchte Traktoren halten. In Summe lag der Umsatz von 262,5 Mio. Euro im 1. Quartal knapp unter dem Vorjahreswert (269,5 Mio. Euro). Das EBIT wurde im Berichtszeitraum vor allem durch den marktbedingten Margendruck von 3,3 Mio. Euro im Jahr 2014 auf minus 0,5 Mio. Euro gedrückt.

Der Obsthandel im Konzern konnte im Umsatz um 11,2 Prozent auf 128,8 Mio. Euro leicht zulegen (2014: 115,8 Mio. Euro). Dies lag einerseits an der hohen Warenverfügbarkeit im europäischen Markt und andererseits an der Einbeziehung des neuseeländischen Apfelanbieters Apollo Apples in den Konzernabschluss. Dabei blieb das EBIT bei 0,9 Mio. Euro (2014: 2,0 Mio. Euro) in erster Linie durch preisbedingt knappe Margen im deutschen Obstgeschäft zurück. Witterungsbedingte Verzögerungen bei der Apfelernte in Neuseeland haben zudem den Saisonstart um gut drei Wochen verschoben. Hier zeichnet sich aber bereits durch die anlaufende Vermarktungsphase in der südlichen Hemisphäre eine schnelle Erholung ab.

Starker Absatz am Wärmemarkt – BayWa r.e. international erfolgreich

Das Segment Energie umfasst neben dem Handel mit fossilen und nachwachsenden Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen auch das Geschäft mit erneuerbaren Energien, das in der BayWa r.e. renewable energy GmbH gebündelt ist. Der Umsatz im Segment Energie liegt preisbedingt mit 654,9 Mio. Euro um 6,1 Prozent niedriger als im Vorjahr (2014: 697,4 Mio. Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) lag bei 1,1 Mio. Euro (2014: minus 0,2 Mio. Euro). Der Anstieg des EBIT um 1,3 Mio. Euro resultiert neben der stabilen Entwicklung der BayWa r.e. aus einem besseren Marktumfeld für das Geschäft der klassischen Energie.

Die klassischen Energieträger verzeichneten einen deutlichen Preisrückgang, geprägt durch den Ölpreis. Dies schlug sich für die BayWa in einem Umsatzrückgang von 11,6 Prozent auf 531,3 Mio. Euro nieder (2014: 601,3 Mio. Euro). Dabei hat das attraktive Preisniveau zur kalten Jahreszeit das Geschäft mengenmäßig begünstigt. Der Absatz für Heizöl und Holzpellets stieg um 39 und 24 Prozent. Somit konnte ein überdurchschnittliches operatives Ergebnis (EBIT) von 1,2 Mio. Euro erzielt werden (2014: minus 0,3 Mio. Euro).

Im Bereich der regenerativen Energien profitierte der Konzern von einer guten Entwicklung im PV-Projektgeschäft, vornehmlich in Großbritannien. Hier wurde das nationale Förderprogramm bis März 2016 verlängert. Im 1. Quartal wurden Solarparks mit einer Leistung von insgesamt 85 Megawatt (MW) in Betrieb genommen. Die Kosten für die Neuausrichtung des deutschen PV-Handelsgeschäfts konnten durch den Verkauf des britischen Solarparks Polmaugan (4,9 MW) ausgeglichen werden. Insgesamt führten die Ausweitungen der internationalen Geschäftsaktivitäten zu einem gestiegenen Umsatz von 123,6 Mio. Euro (2014: 96,0 Mio. Euro). Das EBIT bleibt nahezu auf Vorjahresniveau bei minus 0,1 Mio. Euro (2014: 0,1 Mio. Euro). Durch anstehende Projektgeschäfte sind die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung der BayWa r.e. für 2015 insgesamt positiv.

Baustoffgeschäft witterungsbedingt unter Vorjahr

Im Segment Bau wird innerhalb des Konzerns der Handel mit Baustoffen in Deutschland und Österreich zusammengefasst. Wetterbedingte Einschränkungen ließen den Handel mit Baustoffen im 1. Quartal verhaltener verlaufen als im ungewöhnlich guten Vorjahr. Regenfälle beeinträchtigten branchentypische Außenarbeiten und damit das sogenannte Transitgeschäft für Produkte wie Dachziegel oder Pflastersteine. Den insgesamt schwächeren Start des Baustoffgeschäfts konnte die BayWa aufgrund optimierter Fracht- und Fuhrparkprozesse teilweise kompensieren. Der Umsatz verringerte sich im Segment Bau für das 1. Quartal des Jahres um 10,2 Prozent auf 250,2 Mio. Euro (2014: 278,6 Mio. Euro). Das geschäftstypische Minus im operativen Ergebnis (EBIT) bewegt sich mit minus 17,3 Mio. Euro (2014: minus 13,3 Mio. Euro) auf einem moderaten Niveau.

Quelle: 07. Mai 2015, www.baywa.de


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