Logo greenValueErneuerbare Engergie

Folgen:
Twitter
News

Pressemitteilung Fachverband Biogas e. V. - Bürger wählen Erneuerbare Energien

Thema Energie wahlentscheidend +++ Bürger sprechen sich gegen Atomkraft und für Erneuerbare aus +++ Bereits 360.000 Arbeitsplätze in der Erneuerbaren Branche

Berlin. Die Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und auch in Sachsen-Anhalt sprechen eine deutliche Sprache. "Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland möchten weg von der risikobehafteten Atomkraft hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien", kommentiert Josef Pellmeyer, Präsident des Fachverbandes Biogas e.V. die Ergebnisse. Nach den tragischen Ereignissen in Japan, habe das Energiethema eine noch nie da gewesene Bedeutung bei den Landtagswahlen vom Wochenende entfaltet. "Die Menschen haben verstanden, dass die Atomkraft nicht beherrschbar und ein vollständiges Ersetzen durch Erneuerbare Energien in Deutschland spätestens bis 2020 möglich ist", so Pellmeyer. Es müsse der Bevölkerung jedoch auch klar sein, dass mit einer Umgestaltung der Energieversorgung hin zu sicheren, Klima und Umwelt schonenden Erneuerbaren Energien Veränderungen in Deutschland einhergehen. "Die Menschen müssen verstehen, dass Stromnetzausbau, Windkraft-, Photovoltaik- und Biogasanlagen für die Energiewende nötig sind. Dabei wollen wir sie unterstützen, z.B. durch unser Projekt "Farbe ins Feld" und auf diese Reise muss die Politik die Menschen aktiv mitnehmen", macht Pellmeyer deutlich.

Nun muss die Bundesregierung handeln und den Ausbau der Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien im Strombereich als Ersatz für die Atomkraft verstärkt vorantreiben. Aber nicht nur beim Strom, sondern auch in der Wärmeversorgung und bei den Kraftstoffen gilt es den Anteil Erneuerbarer deutlich zu erhöhen. Biogas spielt dabei eine wichtige Rolle, weil aus ihm einerseits Strom und Wärme oder Kraftstoff gewonnen werden kann. Andererseits ist der erneuerbare Energieträger Biogas speicherbar und kann genau dann verstärkt zur Stromproduktion genutzt werden, wenn Strom aus Wind und Solarzellen knapp ist. Das Biogas kann in Zeiten hoher Wind- und Solarstromeinspeisung nicht nur für mehrere Stunden in Biogasspeichern direkt an den Biogasanlagen gespeichert werden, sondern über die Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz steht mit dem Gasnetz ein bereits vorhandener Langzeitspeicher für Biogasenergie zur Verfügung. Daher muss auch der wichtige Bereich der Biogaseinspeisung durch einen verlässlichen Rechtsrahmen verstärkt vorangetrieben werden. Ein erheblich beschleunigter Stromnetzausbau als bislang ist ebenfalls zu realisieren, um die Herausforderungen des beschleunigten Atomausstiegs zu meistern.

In der anstehenden Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) müssen die Weichen so gestellt werden, dass ein nennenswerter Ausbau der Strom- und Wärmeerzeugung aus Biogas nach 2011 realisierbar bleibt. Die identifizierten Fehler des EEG 2009, die in den intensiven Viehhaltungsregionen Deutschlands zu Problemen geführt haben, müssen aus Sicht des Fachverbandes Biogas korrigiert werden. "Einen völligen Systemwechsel bei den EEG-Vergütungen für Strom aus Biogas halten wir für gefährlich, weil niemand sagen kann, welche Fehlentwicklungen ein neues System zur Folge hätte. Anhand der mit dem EEG 2009 gesammelten Erfahrungen ist die gezielte Veränderung einiger Stellschrauben, z.B. des Güllebonus, notwendig", mahnt Präsident Pellmeyer. Das mit über 50 % größte Potenzial zur Erzeugung des für das künftige Energiesystem so wichtigen Biogases stellen Energiepflanzen, gefolgt von Exkrementen aus der landwirtschaftlichen Viehhaltung (25 %). Eine Rohstoff bezogene Vergütung, die weiterhin den wirtschaftlichen Einsatz von Energiepflanzen und Gülle/Mist in Standort angepassten Biogasanlagen ermöglichen, ist Voraussetzung für den weiteren Ausbau der Biogasnutzung.

Bereits heute arbeiten rund 360.000 Menschen in der Erneuerbaren Energien Branche, Tendenz weiter steigend. Im Bereich Biogas sind nach Angaben des Bundesumweltministeriums gut 35.000 Beschäftigte zu verzeichnen. Diese Jobs verteilen sich auf kleine und mittelständische Unternehmen, die vor allem in strukturschwachen Regionen angesiedelt sind. Auch viele klassische Handwerks- und Industriebetriebe profitieren vom Bau, der Wartung und Betreuung von Biogasanlagen. So schafft Biogas Arbeitsplätze, generiert Wertschöpfung und trägt zur Steigerung der Wirtschaftskraft im ländlichen Raum bei.

Kurzinfo Fachverband Biogas e.V.
Der Fachverband Biogas e.V. ist mit rund 4.300 Mitgliedern Europas größte Interessenvertretung der Biogas-Branche. Er vertritt bundesweit Hersteller, Anlagenbauer und landwirtschaftliche wie industrielle Biogasanlagenbetreiber. Die Biogas-Branche hat inzwischen über 35.000 Arbeitsplätze zumeist in ländlichen Regionen geschaffen.
www.biogas.org, www.farbe-ins-feld.de

Kontakt:
Fachverband Biogas e.V.
Hauptstadtbüro
Bastian Olzem
Referatsleiter Politik
Tel. 0 30 / 27 58 179 0
E-Mail: bastian.olzem@biogas.org

Weitere News finden Sie unter www.greenvalue.de Navigation Service & Kontakt.