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Presseinformation: Windenergie-Branche fordert mehr Standorte in Baden-Württemberg - Minister sichert Unterstützung zu

Stuttgart, 7. Juli 2009 - In Baden-Württemberg wird die Nutzung der Windenergie künftig stärker vorangetrieben. Dafür sollen auch neue Standorte für Windenergieanlagen ausgewiesen werden. Dies war der gleichlautende Wille von Landespolitikern, Unternehmensvertretern und Branchenverbänden auf dem "Ersten Branchentag der Windenergie Baden-Württemberg" heute in Stuttgart. Landeswirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP) räumte "Nachholbedarf" beim Ausbau der Windenergie ein und sicherte den Branchenvertretern seine Unterstützung zu. Er wolle mit den Bürgermeistern und den kommunalen Mandatsträgern für eine stärkere Nutzung der Windkraft werben. In diesem Zusammenhang werde er auch auf die Mitglieder der Verbandsversammlungen der Regionalverbände zugehen mit dem Ziel, die Planung weiterer Vorranggebiete anzustoßen, versprach Pfister in seiner Ansprache.

Über die Potenziale der Windenergie im Südweststaat und ihren erreichbaren Anteil an der Stromerzeugung herrschten unter den rund 130 Teilnehmern aus Wirtschaft, Politik, Verbänden und kommunalen Verwaltungen jedoch geteilte Meinungen. Während das "Energiekonzept 2020" der Landesregierung bis zum Jahr 2020 lediglich einen Windenergieanteil von maximal 2 Prozent an der baden-württembergischen Bruttostromerzeugung anvisiert, hält der Bundesverband Windenergie (BWE) 10 Prozent für realisierbar. "Das nächste Jahrzehnt steht im Zeichen der Fünf-Megawatt-Anlagen, die alte, weniger leistungsstarke Windturbinen ersetzen und den Windenergieertrag vervielfachen werden", betont der BWE-Landesvorsitzende Dr. Walter Witzel. Vertreter von baden-württembergischen Vorreiterkommunen, die bereits heute in erheblichem Umfang auf Windenergie setzen, bestätigten mit ihren Erfahrungsberichten diese optimistische Sichtweise.

Auch Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, sieht Spielraum für eine starke Erhöhung des Windenergieanteils: "Zum einen begrüßen mit über 60 Prozent der Baden-Württemberger deutlich mehr Menschen als im Bundesdurchschnitt Windenergieanlagen, auch vor der eigenen Haustür. Zum anderen ist der 14. Platz bei der Ausschöpfung des regionalen Windpotenzials im Bundesländervergleich ausbaufähig", so Mayer mit Blick auf das Ergebnis der jüngsten Vergleichsstudie aller Bundesländer. Diese fordert mehr baden-württembergischen Einsatz für das Erreichen der deutschen Klimaziele durch den Ausbau der Windenergie.

Das eintägige Treffen der Windenergiebranche in Stuttgart, veranstaltet von Bundesverband Windenergie und Agentur für Erneuerbare Energien, untermauerte auch die wirtschaftliche Bedeutung der Windenergiebranche für Baden-Württemberg: Mehr als 250 Unternehmen, überwiegend Zulieferer aus den Bereichen Maschinenbau und Elektrotechnik, sind im Land für die Windenergie tätig. Damit sorgt die Branche aktuell für 4.300 Arbeitsplätze und 580 Millionen Euro Umsatz. Ein kleiner Ausschnitt dieser Wirtschaftskraft war in der begleitenden Ausstellung auf dem Branchentag zu sehen. Dort präsentierten sich Windkraftzulieferer wie Liebherr, Ziehl-Abegg oder Gaugler & Lutz sowie Projektentwickler und -betreiber wie Altus, Juwi und Natenco, und mit Enercon und Vestas auch zwei internationale Marktführer im Windkraftanlagenbau.

Das ausführliche Programm und weitere Informationen finden Sie unter www.windtag.de.

Kontakt:

Philipp Vohrer

Tel.: (030) 200 535-50
E-Mail: p.vohrer@unendlich-viel-energie.de

Agentur für Erneuerbare Energien
Reinhardtstr. 18
10117 Berlin
www.unendlich-viel-energie.de