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Aus dem greenValue Newsletter - Unternehmen und Verbraucher warten auf die Einführung eines Direktvermarktungsmodells

Nachstehend finden Sie einen redaktionellen Auszug aus dem greenValue Newsletter für Investoren / Ausgabe April 2015. Zum regelmäßigen Bezug des Newsletters melden Sie sich einfach unter www.greenvalue.de/kontakt.aspx an.

Die Bundesregierung, insbesondere Wirtschaft- und Energieminister Siegmar Gabriel (SPD), wird von Deutschlands Ökostromanbietern kritisiert. Ihm wird vorgeworfen, dass er seit der Reformierung des EEG zu zögerlich bei der Einführung eines Direktvermarktungsmodells handelt. Zudem lässt die in Aussicht gestellte Verordnung, welche den direkten Verkauf von Strom aus Windkraft, Sonnenenergie und Co. an den Stromkunden regeln soll, auf sich warten. Die Verordnung müsse in den nächsten Wochen unterschrieben werden, damit sich ein alternatives Modell noch entfalten kann, bevor 2017 das EEG erneut reformiert wird. Die Unternehmen fordern die Einführung des „Grünstrom-Markt-Modells“ (GMM). Derzeit können Verbraucher aufgrund der geltenden Vermarktungsregeln nicht klar erkennen woher der bezogene EEG-Strom stammt. Der Strom wird fast ausschließlich über die Börse gehandelt und verliert dort seinen grünen Herkunftsnachweis. Er wird dann als „Graustrom“ mit unbekannter Herkunft an die Verbraucher weiter verkauft. Das GMM soll eine direkte Lieferbeziehung zwischen Ökostrom-Anlagen, Versorgern und Kunden herstellen und dabei nicht das EEG-System und die Strombörse nutzen. Die Verbraucher können sich dann sicher sein, dass sie mit echtem Ökostrom aus einer bestimmten Anlage beliefert werden. Eine aktuelle Emnid-Umfrage, erstellt im Auftrag von Greenpeace Energy, zeigt, dass die Mehrheit der Verbraucher eine grüne Vermarktungsalternative befürwortet. 68 % der Befragten würden ein größeres Vertrauen in die Energiewende haben, wenn sie wüssten woher ihr Grünstrom stammt.

Quelle: greenValue Newsletter für Investoren / Ausgabe April 2015.