Logo greenValueErneuerbare Engergie

Folgen:
Twitter
News

Gewinner und Verlierer der Krise

Landshut (ops) - Zahlreiche Branchenvertreter trafen sich am 02/03. Februar 2010 auf dem VGF Summit in Frankfurt am Main.

Die Bilanz des Treffens war ernüchternd: Das platzierte Eigenkapital der geschlossenen Fonds sank gegenüber dem Vorjahr um 37,09 Prozent. Trotz dieser Hiobsbotschaft gab es, wie immer zu Krisenzeiten, nicht nur Verlierer, sondern auch Gewinner.

In der FAZ vom 04. Februar ist zu lesen, dass sich die Lage am Markt für geschlossene Fonds im vergangenen Jahr noch einmal deutlich veschlechtert hat. Besonders Medien- und Schiffsfonds sind in jüngster Zeit immer mehr ins Visier der Kritik geraten. Oliver Porr, Vorstandsvorsitzender des VGF, führt den Rückgang auf eine "....generelle Aversion gegen jegliche Form der unternehmerischen Beteiligung zurück." Er hält weiter fest, dass eine deutliche Neigung zu rentierlichen Beteiligungen festzustellen sei. Hierbei stünden Energiefonds ganz oben auf der Liste der Anleger.

Auch die WELT berichtet am 04.Februar über heiß begehrte Solar-Parks. In die so genannten Energiefonds flossen im vergangenen Jahr rund 550 Millionen Euro an neuem Eigenkapital. Dies entsprach einer Steigerung von 150 Prozent gegenüber dem Vorjahr. VGF-Hauptgeschäftsführer Eric Romba glaubt daran, dass sich der Boom auch in diesem Jahr weiter fortsetzt. Experten gehen davon aus, dass 80 bis 85 Prozent der Fonds neue Photovoltaik-Fonds sein werden. Auch die geringere Einspeisevergütung, die ab dem 01. April wirksam wird, hält Investoren, nach Einschätzung Rombas, nicht zurück. Er verweist darauf, dass auch bei einer Absenkung der Subventionen eine hohe Rendite erzielbar ist, denn die in den letzten Jahren stark gesunkenen Kosten für die Solarmodule würden die Absenkung überwiegen.

Schiffsfonds hingegen stecken in einer Krise, wie die Wirtschaftswoche am 04. Februar berichet. Im vergangenen Jahr warben sie nur noch 800 Millionen Euro bei Privatanlegern ein. Burkhard Lemper vom Institut für Seeverkehrswirtschaft (ISL) rechnet damit, dass die Charterraten frühestens Ende 2010 wieder ansteigen werden. Bei Massengutfrachtern sei bereits jetzt ein Aufwärtstrend sichtbar.

Populär sind derzeit auch Investitionen in Inlands-Immobilien, wie die WELT weiter schreibt. Hier wurden im letzten Jahr rund 12,5 Prozent mehr investiert. Interessant hierbei ist, dass fast 35 Prozent weniger in ausländische Immobilien investiert wurde. Hier hat sich eine deutliche Trendwende zur Heimatregion vollzogen. Jahrelang galten Investitionen in deutsche Immobilien als uninteressant und wenig lukrativ.

Quelle: beteiligungsreport, www.beteiligungsreport.de. Februar 2010