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Nachhaltige Geschäftsausstattung – mehr als nur Marketing

Nachhaltigkeit ist das große Thema in Sachen Firmenprofil. Dabei reicht es nicht mehr, dass sie nicht nur selbst nachhaltig arbeiten, Ressourcen schonen und damit zu Umweltschutz und höherer Lebensqualität zukünftiger Generationen beitragen. Auch im Bezug der Rohstoffe, ihrer Logistik und der eigenen Ausstattung auf Nachhaltigkeit zu achten, hilft sich positiv von Mitbewerbern absetzen. Nachhaltigkeit ist aber durchaus mehr als ein schlauer Zug im Marketing – auch für Mitarbeiter, Angestellte und Geschäftspartner kann durchaus ein Gesundheits- und Entscheidungsfaktor daraus werden.

Ressourcen effektiv und bedacht nutzen

Nachhaltigkeit ist mehr als Abfallvermeidung. Natürlich ist bei der Büroausstattung schon dann ein Schritt getan, wenn die Einrichtungsgegenstände und Geräten nicht jährlich aufgrund ausgetauscht werden müssen. Eine Investition in höhere Qualität rechnet sich hier mehrfach. Transport (23%) und Industrie (20%) verursachen mehr CO2 Emissionen als die Elektrizitäts- und Wärmeindustrie, entsprechend groß ist auch das Einsparungspotential.
Dabei ist der reine Einsatz organischer Ressourcen wie Holz oft nicht möglich. Entscheidend ist bei der Beschaffung daher nicht nur welche Materialien verwendet werden, sondern auch wie diese eingesetzt und hergestellt werden. Der effiziente und vorsichtige Einsatz von Ressourcen ist dabei entscheidend.

Als Beispiel für mögliche Schritte hat das Umweltbundesamt gemeinsam mit der OECD bereits 2004 5 grundlegende Kriterien für Nachhaltige Chemie erarbeitet, dessen Punkte sich auf viele Bereiche der Industrie anwenden lassen.

- Qualitative Entwicklung:
Die Verwendung von Stoffen mit möglichst geringer Schädlichkeit für Menschen und Umwelt, sowie die ressourcenschonend Produktion und langlebiger Produkte

- Quantitative Entwicklung:
Nach Möglichkeit erneuerbare Ressourcen verwenden und den Verbrauch verringern. Emissionen in die Umwelt bestenfalls vermeiden oder so gering wie möglich halten

- Umfassende Lebenswegbetrachtung:
Analyse des gesamten Zyklus von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung der Endprodukte um Ressourcen zu schonen

- Aktion statt Reaktion:
Bereits vorab vermeiden, dass Chemikalien Umwelt und Gesundheit gefährden

- Wirtschaftliche Innovation:
Die Schaffung neuer nachhaltiger Produkte, Chemikalien und Produktionsweisen

Der ökologische Fußabdruck alleine entscheidet nicht

In die Klimabilanz eines Unternehmens wird alles eingerechnet: Die Ausstattung, die Logistik, die eigene Arbeitsweise. Wer besonders nachhaltig arbeiten will, muss also nicht nur auf die eigene Produktion achten, sondern auch auf die Beschaffung und Verwendung von Materialien und Ausstattung abseits davon. Die Förderung erneuerbarer Energien und der Einsatz CO2-neutraler Versandmöglichkeiten geliefert oder moderne Herstellungsmethoden wie Niedrig-Energie-Verfahren, sind entscheidende Schritte um nachhaltig zu Wirtschaften. Sinngemäßes Gefahrenstoffhandling und ein bedachter Umgang sichern auch die Gesundheit der Mitarbeiter und können damit entscheidende Kosteneinsparungen bewirken. Dabei ist entscheidend, dass solche Investitionen nicht nur umwelttechnisch Nachhaltigkeit bringen sondern auch ökonomisch langfristige Planbarkeit und Wirtschaftlichkeit ermöglichen.

Autor: Martin Faust