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BayWa AG (opm) - Geschäftszahlen 2014

Zufriedenstellendes Ergebnis in sehr schwierigem
Agrarjahr – Steigerung für 2015 erwartet

Nach einem Geschäftsjahr, das vor allem im Agrarhandel von einem sehr schwierigen Marktumfeld geprägt war, hat die BayWa „ein zufriedenstellendes Ergebnis erreichen können“, fasste der Vorstandsvorsitzende Klaus Josef Lutz auf der Bilanz-Pressekonferenz des internationalen Handels- und Dienstleistungskonzerns zusammen. Der BayWa Konzern verzeichnete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 15,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 16 Mrd. Euro). Die Segmente Agrar, Energie und Bau erwirtschafteten im Jahr 2014 ein operatives EBIT in Höhe von 186,4 Mio. Euro (Vorjahr: 195,6 Mio. Euro). Das Gesamt-EBIT betrug unter Berücksichtigung der nicht operativen Einflussfaktoren 147 Mio. Euro (Vorjahr: 222 Mio. Euro). Die große Differenz zum Vorjahres-EBIT ist unter anderem auf Sondereffekte im Jahr 2013 durch realisierte Buchgewinne aus größeren Immobilienverkäufen zurückzuführen.

„Niedriger Ölpreis, ein sehr milder Winter und vor allem Rekordernten, verbunden mit stark sinkenden Obst- und Getreidepreisen, haben unser Ergebnis belastet“, resümierte der Vorstandsvorsitzende bei Vorlage der Geschäftszahlen 2014. Durch ein sehr gutes Ergebnis bei den Regenerativen Energien und in der Agrartechnik sowie durch ein stärkeres Schlussquartal habe die BayWa wieder aufholen können. „Ohne die internationale Expansion wäre dieses Ergebnis aber nicht möglich gewesen, denn fast 44 Prozent unseres operativen EBIT kamen aus den internationalen Wachstumsgeschäften“, hob Lutz hervor.

„Wir richten den Blick jetzt nach vorn“, betonte Lutz. Die bisherige Marktentwicklung 2015 im Agrarhandel lasse eine spürbare Verbesserung erwarten. „Mit dem weiteren Ausbau unserer internationalen Geschäfte sowohl im Agrarsektor als auch bei den erneuerbaren Energien wollen wir an die positive Entwicklung der letzten Jahre wieder anschließen“, bekräftigte der Vorstandsvorsitzende.

Im Zuge einer kontinuierlichen Dividendensteigerung werden Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende von 0,75 Euro auf 0,80 Euro pro Aktie vorschlagen. Dies entspräche einer Dividendenverdopplung seit 2009.

Preisverfall prägt Agrargeschäft
Im Segment Agrar betrug der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr rund 10,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 10,7 Mrd. Euro). Das EBIT lag 2014 bei 113,4 Mio. Euro (Vorjahr: 123,5 Mio. Euro). Beim Agrar- und Obsthandel wurde das Geschäftsjahr durch ein stark gesunkenes Preisniveau für Erzeugnisse geprägt, da sowohl bei Getreide als auch bei Obst weltweit sehr hohe Ernten erzielt wurden. Das Obstgeschäft in Deutschland wurde zusätzlich durch das russische Embargo für polnische Äpfel belastet. Das niedrige Preisniveau drückte entsprechend auf die Margen. Die Technik entwickelte sich im Gegensatz zur Branche weiter positiv.

Der Agrarhandel erwirtschaftete einen Umsatz von 8,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 8,9 Mrd. Euro). Das EBIT betrug 65,1 Mio. Euro (Vorjahr: 80,4 Mio. Euro). Im BayWa Konzern wurden im letzten Jahr rund 26,8 Mio. Tonnen Getreide, Ölsaaten und Ölschrote umgeschlagen. Dies entspricht einer Steigerung um rund 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Umsatz der Sparte Obst erreichte 2014 im Konzern 563,9 Mio. Euro (Vorjahr: 567,7 Mio. Euro). Das EBIT stieg auf 25,6 Mio. Euro (Vorjahr: 21,6 Mio. Euro). Diese deutliche Steigerung ist maßgeblich auf die Ende 2014 neuerworbene neuseeländische Apollo Apples Limited zurückzuführen.

Die Technik verbuchte 2014 einen leichten Umsatzanstieg auf 1,31 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,29 Mrd. Euro). Das EBIT erhöhte sich auf 22,7 Mio. Euro (Vorjahr: 21,4 Mio. Euro). Das Technikgeschäft entwickelte sich im Vergleich zur Branche positiv, da die BayWa neue Produktangebote und Services besonders in der Innenwirtschaft (Stall und Systeme) gut im Markt platzieren konnte.

Regenerative Energien wachsen deutlich
Das Segment Energie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 3,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 3,5 Mrd. Euro) und ein EBIT von 42,3 Mio. Euro (Vorjahr: 45,1 Mio. Euro). Der milde Winter und besonders das drastisch sinkende Ölpreisniveau belasteten im vergangenen Jahr Umsatz und EBIT des traditionellen Energiegeschäfts der BayWa deutlich. Das Schmierstoffgeschäft entwickelte sich hingegen positiv und verzeichnete eine Absatzsteigerung um fast 8 Prozent.

Im traditionellen Energiebereich sank der Umsatz bei Heizöl und Kraftstoffen preisbedingt auf 2,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 3,0 Mrd. Euro). Das EBIT betrug 5,8 Mio. Euro (Vorjahr: 10,6 Mio. Euro).

Sehr positiv entwickelte sich hingegen das Geschäftsfeld Regenerative Energien, das mit seiner internationalen Ausrichtung zum Geschäftserfolg im Segment Energie maßgeblich beigetragen hat. Trotz zum Teil widriger Rahmenbedingungen in einigen Ländermärkten stieg die projektierte Leistung im vergangenen Jahr erneut um über 70 Prozent auf rund 378 Megawatt (MW). Davon entfielen knapp 220 MW auf Photovoltaikanlagen und rund 152 MW auf Windkraftanlagen sowie 6,4 MW auf Biomasse. Fertiggestellte Anlagen konnten ausgesprochen erfolgreich verkauft werden: 11 Photovoltaikanlagen verkaufte die BayWa r.e. in Europa; im Windkraftbereich konnten 6 Anlagen in Europa und den USA veräußert werden. Für alle verkauften Photovoltaik- und Windkraftanlagen übernimmt die BayWa r.e. zukünftig auch die technische Betriebsführung; bei den meisten Anlagen zudem auch die kaufmännische Geschäftsabwicklung und die Wartung. Der Umsatz im Geschäftsfeld Regenerative Energien nahm um über 60 Prozent auf 786,2 Mio. Euro zu (Vorjahr: 485,9 Mio. Euro). Das EBIT verbesserte sich auf 36,5 Mio. Euro (Vorjahr: 34,5 Mio. Euro).

Segment Bau profitiert von Restrukturierung
Das Geschäftsjahr 2014 war im Bereich Baustoffe von einem sehr unterschiedlichen Verlauf in den einzelnen Quartalen geprägt. Zu Beginn des Jahres führte die ausgesprochen milde Witterung zu einem ungewöhnlich frühen und dynamischen Saisonstart. Im weiteren Verlauf des Jahres ließ diese Dynamik jedoch zum Teil stark nach. Im 4. Quartal 2014 gab es im süddeutschen Raum und in Sachsen, auf das sich das Geschäft der Baustoffaktivitäten der BayWa seit der Veräußerung der Standorte in NRW und Rheinland-Pfalz im Sommer 2014 konzentriert, kaum einen Wintereinbruch und ermöglichte somit eine uneingeschränkte Bautätigkeit. Die Geschäftszahlen 2014 spiegeln dies wider: Der Umsatz des Segments ist mit 1,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,7 Mrd. Euro) rückläufig gewesen, obwohl es in den Kernregionen zu Absatzsteigerungen kam. Dies ist darauf zurückzuführen, dass im Vorjahreszeitraum die Umsatzbeiträge der im Geschäftsjahr 2014 veräußerten Baustoffstandorte noch enthalten waren. Diese Aktivitäten wurden aufgrund der Verkaufsabsicht im Berichtsjahr den Sonstigen Aktivitäten zugeordnet. Das EBIT konnte auf 30,7 Mio. Euro (Vorjahr: 27 Mio. Euro) gesteigert werden.

Quelle: 26. März 2015, www.baywa.de


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