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EnBW Energie Baden-Württemberg AG (opm) - EnBW-Umbau kommt in schwierigem Umfeld voran

Geschäftsjahr 2014: Operatives Ergebnis durch Effizienzmaßnahmen im Zielkorridor und knapp unter Vorjahr / Ausblick 2015: Strategieumsetzung weiterhin mit Konsequenz und Tempo

Im Geschäftsjahr 2014 hat sich das energiewirtschaftliche Umfeld weiter spürbar verschlechtert. Die EnBW konnte dennoch ein operatives Ergebnis im Rahmen der Erwartungen und knapp unter Vorjahr erzielen. Aufgrund außerordentlicher Wertberichtigungen im Kraftwerksgeschäft ergab sich jedoch ein hoher Konzernfehlbetrag. „Wir haben in 2014 konsequent an der Umsetzung unsere Strategie ,EnBW 2020‘ gearbeitet. Dabei sind wir trotz schwierigem Umfeld gut vorangekommen. Dazu hat auch unsere neue, deutlich vereinfachte Konzernstruktur beigetragen“, betont der EnBW-Vorstandsvorsitzende Frank Mastiaux. „Sowohl durch unsere Effizienzmaßnahmen, als auch durch erste Erfolge bei unseren Wachstumsprojekten konnten wir einen erheblichen Teil der Umfeldbelastungen auffangen.“

Geschäftsentwicklung 2014 und Dividendenvorschlag

Im Geschäftsjahr 2014 erzielte die EnBW mit 20.092 Mitarbeitern einen gegenüber Vorjahr leicht höheren Umsatz von rund 21 Milliarden Euro (+2,2 Prozent). Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Adjusted EBITDA) lag mit 2.167 Millionen Euro um 2,6 Prozent unter dem Vorjahr und damit im Zielkorridor (0 bis -5 Prozent). „Angesichts des schwierigen Umfelds ist dieser relativ geringe Rückgang ein Erfolg. Dazu hat unser Effizienzprogramm Fokus mit einer Kostenentlastung von mehr als 750 Millionen Euro entscheidend beigetragen“, unterstreicht Finanzvorstand Thomas Kusterer.

Im Segment Vertriebe lag das Adjusted EBITDA bei 230,6 Millionen Euro und damit um 1,5 Prozent über Vorjahr. Das Adjusted EBITDA im Segment Netze verringerte sich im Berichtszeitraum um 7,8 Prozent auf 886,3 Millionen Euro. Das Segment Erneuerbare Energien erzielte ein Adjusted EBITDA von 191,4 Millionen Euro, was einem Rückgang um 13,1 Prozent entspricht. Im Segment Erzeugung und Handel erhöhte sich das Adjusted EBITDA um 7,2 Prozent auf 899,5 Millionen Euro.

Die bereits im ersten Halbjahr 2014 kommunizierten Wertberichtigungen auf den Kraftwerkspark sowie erhöhte Drohverlustrückstellungen für nicht mehr kostendeckende Strombezugsverträge sorgten für einen auf die Aktionäre der EnBW AG entfallenden Konzernfehlbetrag von rund 451 Millionen Euro. Der auf die Aktionäre der EnBW AG entfallende, um Sondereffekte bereinigte Konzernüberschuss (Adjusted Konzernüberschuss) belief sich im Berichtszeitraum auf rund 479 Millionen Euro (+3,7 Prozent). Kusterer: „Wir schlagen der Hauptversammlung, wie im Vorjahr, eine Dividende von 0,69 Euro je Aktie vor. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 39 Prozent. Unser Vorschlag berücksichtigt die Interessen der Eigen- als auch der Fremdkapitalgeber und trägt gleichzeitig zur Stärkung der Finanzkraft des Unternehmens bei.“

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen haben sich im Zuge der Umsetzung der Strategie ,EnBW 2020‘ um rund 61 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Euro erhöht. Kusterer: „Gut 77 Prozent dieser Summe haben wir in Wachstumsprojekte investiert. Das unterstreicht die Ernsthaftigkeit, mit der wir unsere Strategie ,EnBW 2020‘ umsetzen.“ Speziell bei den erneuerbaren Energien haben wir die Investitionen auf 611 Millionen Euro verdoppelt. Sie hatten mit 36 Prozent den höchsten Anteil an den Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.“

Schwerpunkt 2014: Wachstumsprojekte vorangetrieben

EnBW-Chef Mastiaux: „Hohe Priorität lag für uns im vergangenen Geschäftsjahr auf Projekten für das künftige Wachstum der EnBW.“ Fortschritte wurden dabei insbesondere im Bereich Erneuerbare Energien gemacht. Mastiaux: „Mit unserem in 2014 deutlich erweiterten Portfolio an bestehenden Windparks und an Projekten in Planung und in Prüfung sind wir bei den erneuerbaren Energien auf gutem Kurs für unsere Ziele in 2020.“

Fortschritte wurden auch im Gasbereich erzielt. Durch den Erwerb der jeweils 50 Prozent Anteile an der terranets bw und der GVS von der italienischen ENI konnte die EnBW ihr Gasnetz- und Gasvertriebsgeschäft stärken.

Im Strombereich war das Netzgeschäft in 2014 geprägt durch die großen Konzessionsvergaben in Stuttgart und Heilbronn. Beide konnte die Netze BW mit neuen Partnerschaftskonzepten für sich entscheiden. Darüber hinaus gelang der Aufbau eines neuen Geschäftsfelds im Bereich Breitbandtechnologie. Erste Markterfolge bestätigten die guten Wachstumsperspektiven.

Weitere Geschäftsmöglichkeiten eröffnete sich der Bereich Vertrieb und Operations im neu begonnenen Drittmarktgeschäft. Bereits im ersten Jahr konnten Dienstleistungsaufträge mit einem Gesamtumsatz von 150 Millionen Euro hereingeholt werden.

Weitere gezielte Effizienzmaßnahmen: 400 Millionen Euro Einsparung bis 2020

„Effizienz und operative Disziplin werden auch künftig unser Handeln mitbestimmen“, betont Mastiaux. „Bis 2020 wollen wir noch einmal rund 400 Millionen Euro einsparen.“ Dazu wurden in 2014 vier Handlungsfelder identifiziert und erste Maßnahmen umgesetzt. „Nach der Verschmelzung der Konzerngesellschaften zu EINE EnBW haben wir begonnen, unsere Organisation weiter zu verschlanken. Wir haben den Vorstand verkleinert, die Anzahl der Verwaltungseinheiten um mehr als die Hälfte reduziert und die Aufgaben stärker am operativen Geschäft ausgerichtet.“ In der konventionellen Erzeugung werden die Kapazitäten durch den Verkauf der 75 Prozent-Anteile am Kraftwerk Bexbach, durch die bereits erfolgte Überführung von vier Anlagen und die in Kürze vorgesehene Überführung von zwei weiteren Anlagen in die Reservekraftwerksverordnung um 1.700 Megawatt oder rund 25 Prozent verringert.

Ausblick 2015: Ergebnis 0 bis 5 Prozent unter Vorjahr – deutliches Plus bei Erneuerbaren

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die EnBW mit einem unverändert schwierigen Umfeld. Dennoch wird ein relativ stabiles operatives Ergebnis (Adjusted EBITDA) zwischen 0 und 5 Prozent unter dem Vorjahr erwartet. Deutlich im Ergebnis zulegen werden mit mindestens 20 Prozent die erneuerbaren Energien. Durch die Inbetriebnahme von Baltic 2 und weiterer Projekte wird sich die installierte Windkraft um 455 Megawatt auf 790 Megawatt mehr als verdoppeln. Beim Vertrieb wird ein Plus zwischen 10 Prozent bis 20 Prozent erwartet. Dazu werden neue Produkte und neue Geschäftsmodelle beitragen. Im Netzgeschäft geht die EnBW von einem Ergebnis zwischen 0 und 10 Prozent unter Vorjahr aus. Mit erhöhten Investitionen von rund 560 Millionen Euro soll die Netzinfrastruktur im Strom- und im Gasbereich ausgebaut werden. Das Segment Erzeugung und Handel wird angesichts weiter sinkender Großhandelspreise voraussichtlich zwischen 15 Prozent und 25 Prozent zurückgehen. „Markt und Politik können wir nicht beeinflussen, umso mehr werden wir uns auch in 2015 auf das konzentrieren, was wir selber in der Hand haben“, unterstreicht Mastiaux. „Wir wollen an die in 2014 erreichten Fortschritte bei der Umsetzung unserer Strategie anknüpfen, weiterhin mit Konsequenz und Tempo. Unsere Zuversicht, dass wir trotz aller Umfeldwidrigkeiten unsere Ziele erreichen können, ist im vergangenen Jahr gewachsen. Unser Mitte 2013 begonnener Umbau ist auf Kurs und bleibt auch in 2015 auf Kurs.“

Quelle: 17. März 2015, www.enbw.com


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