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Welcher Strom ist wirklich grün?

Wer mehr Geld für einen ökologischen Stromtarif zahlt, möchte gerne einen Beitrag für die Umwelt leisten und die Energiewende unterstützen. Doch Stiftung Warentest fand heraus: Nicht alle Ökostromtarife enthalten auch tatsächlich das, was drauf steht – nämlich grüne Energie!

Der Schwindel mit dem Label

Bereits 2012 fand Stiftung Warentest, nicht alle Öko-Stromanbieter auch wirklich grün sind. Getestet wurden 19 Ökostromtarife, von denen allerdings nur 13 Angebote auch tatsächlich einen Nutzen für die Umwelt hatten. Bei grünen Stromtarifen sorgen nämlich die Betreiber auch dafür, dass in neue Wind- oder Wasserkraftwerke oder andere erneuerbare Energien investiert wird.

Einige Anbieter trennen einfach ihren bereits vorhandenen Energie-Mix in konventionellen Strom und Ökostrom. Das gelingt besonders einfach, wenn der Energieanbieter bereits ökologische Sonnen-, Wasser- oder Windkraftwerke besitzt. Dann wird der von diesen Kraftwerken produzierter Strom als grüner Strom verkauft, ohne zusätzlich in alternative Energien zu investieren.

Woran ist ein guter Anbieter zu erkennen?

Alle Anbieter sind durch ein entsprechendes Ökolabel zertifiziert – doch leider ist auch nicht in allen wirklich Öko drin, auch wenn es so drauf steht. Das Strom Magazin hat die Öko-Zertifikate unter die Lupe genommen und berichtet, worauf Verbraucher achten sollten. Stiftung Warentest zufolge sind die nachfolgenden Tarife sehr stark ökologisch engagiert und punkten zusätzlich mit guten Vertragsbedingungen:

- EWS Schönau – Tarif Sonnencent 0,5
- Lichtblick – Lichtblick-Strom
- Naturstrom

Zwar ist der Privatkundentarif von Greenpeace Energy ebenfalls stark engagiert, allerdings schnitten die Tarifbedingungen nur mit befriedigend ab. Lediglich bei diesen Anbietern fließt die Investition der Kunden nicht in Unternehmen, die auch Atom- und Kohlestrom verkaufen. Dennoch gibt es auch bei den konventionellen Energieversorgern Tarife, die ein starkes oder gar sehr starkes ökologisches Engagement erkennen lassen. Sieben der getesteten Tarife engagieren sich nur schwach.

Hinzu kommen auch noch Ökostromtarife, die den sauberen Strom einfach aus anderen Ländern beziehen. Zwar erhält der Verbraucher in solchen Fällen ebenfalls tatsächlich grünen Strom, aber er trägt mit seiner Investition nichts zum Vorankommen der Energiewende im eigenen Land bei.

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© istock.com/diephosi