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Bundesnetzagentur (opm) - Bundesnetzagentur erhält Antrag für die Stromleitung SuedLink

Homann: "SuedLink ist ein zentraler Eckpfeiler für das Stromnetz der Zukunft. Der Beginn der Planung ist ein wichtiger Schritt für die Energiewende, aber wir haben noch einen weiten Weg vor uns."

Bei der Bundesnetzagentur ist heute der Antrag auf Bundesfachplanung für die Stromleitung SuedLink eingegangen. Die Gleichstromleitung soll von Wilster bei Hamburg bis Grafenrheinfeld in Bayern führen.

"Die Gleichstromleitung SuedLink soll den im Norden erzeugten Windstrom in die Verbrauchszentren nach Süden bringen. SuedLink ist ein ganz zentraler Baustein für den dringend erforderlichen Ausbau des Stromnetzes und damit für den Erfolg der Energiewende", so Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

"Ein solches Projekt zu planen, ist eine riesige Herausforderung. Der Dialog, den TenneT bereits im Vorfeld des eigentlichen Verfahrens mit den Bürgern vor Ort suchte, war aus unserer Sicht wichtig, um frühzeitig zu informieren." Zum heute eingereichten Antrag ergänzt Homann: "Auch wenn es für eine detaillierte Bewertung noch zu früh ist, sehen wir bereits jetzt Überarbeitungsbedarf der eingereichten Unterlagen. Beispielsweise ist für uns der Ausschluss großräumiger Trassenalternativen derzeit noch nicht vollständig bewertbar."

Bei der jetzt beantragten Stromleitung handelt es sich um ein zentrales Vorhaben aus dem 2013 mit großer Mehrheit im Bundestag und im Einvernehmen mit den Ländern verabschiedeten Bundesbedarfsplangesetz. Der Neubau der rund 650 km langen Leitung soll den im Norden an Land und auf See erzeugten Windstrom zu den Verbrauchern in Bayern und Baden-Württemberg transportieren. Hintergrund ist, dass in Süddeutschland bis zum Jahr 2022 die verbliebenen sechs Kernkraftwerke endgültig vom Netz gehen werden und dadurch ein Erzeugungsdefizit entsteht, das allein regional nicht ausgeglichen werden kann.

Auf Grundlage des Antrags muss die Bundesnetzagentur als zuständige Behörde in der Lage sein, zunächst den möglichen Verlauf des Trassenkorridors festzustellen. Anschließend führt die Bundesnetzagentur in den betroffenen Regionen eine größere Zahl an öffentlichen Antragskonferenzen durch. Ziel dieser Antragskonferenzen ist es, Informationen zu alternativen Trassenführungen sowie zu Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und Natur zu sammeln, um diese im weiteren Verfahren berücksichtigen zu können. Die ersten Antragskonferenzen werden erst stattfinden können, wenn die offenen Punkte zum Antrag geklärt sind.

SuedLink ist ein gemeinsames Projekt der Übertragungsnetzbetreiber TenneT und TransnetBW. Neben der Leitung von Wilster nach Grafenrheinfeld soll eine zweite Leitung von Brunsbüttel nach Großgartach führen. Beide Vorhaben sollen nach den Planungen der Unternehmen weitgehend auf einem Mast geführt bzw. erdverkabelt werden, wo dies technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.

Quelle: 12. Dezember 2014, www.bundesnetzagentur.de


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