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Aus dem greenValue Newsletter - Die Zukunft von Biogas in Deutschland

Nachstehend finden Sie einen redaktionellen Auszug aus dem greenValue Newsletter für Investoren / Ausgabe Dezember 2014. Zum regelmäßigen Bezug des Newsletters melden Sie sich einfach unter www.greenvalue.de/kontakt.aspx an.

Der Fachverband Biogas e.V. stellte letzen Monat auf der Energy Decentral in Hannover die Prognose für die Biogas Branchenzahlen vor. Die Zahlen sehen düster aus. Lediglich 94 Neuanlagen mit einer installierten Leistung von 41 MWel wurden für das Jahr 2014 prognostiziert. Im nächsten Jahr werden gerade mal 8 MWel erwartet (zum Vgl.: 2011 lag der Zubau bei 600 MWel). Der Zubau tendiert seit 01.08.2014 durch die verschlechterten wirtschaftlichen Bedingungen gegen Null. Nur wenige Biogas- und Biomethananlagen kommen in den Genuss von Übergangsbestimmungen. Der Vizepräsident des Fachverbandes Biogas und Geschäftsführer eines Gesamtanlagenherstellers, Hendrik Becker bemerkte: „Dass in diesem Jahr überhaupt noch etwas gebaut wurde liegt an der „Endralley“ derer, die vor dem Inkrafttreten des EEG 2014 ans Netz gegangen sind, um noch ins EEG 2012 zu fallen.“. Die Bioenergie ist trotzdem weiterhin finanziell attraktiv und auch unverzichtbar für den Erfolg der Energiewende. Eine wichtige Rolle spielt beispielsweise die Energieproduktion aus landwirtschaftlichen Rohstoffen und Bioabfällen. Bioenergie ist ein wichtiger Teil für die Netzstabilität, denn sie kann die Schwankungen bei der Stromerzeugung aus Wind und Sonne ausgleichen. Der Geschäftsführer des Biogasrat e.V., Reinhard Schultz verdeutlicht: „Ein erneuerbares Energiesystem, das nur auf Wind und Sonne setzt, ohne das grundlastfähige Biogas und Biomethan einzubeziehen, ist nicht zukunftsfähig.“ Dr. Claudius da Costa Gomez, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes Biogas unterstreicht die hohe Anpassungsfähigkeit der Biogasbranche auf immer wieder kommende neue Anforderungen. So werden sich in den nächsten Jahren die Firmen auf die Flexibilisierung der Anlagen im Strommarkt, die Entwicklung neue Geschäftsmodelle im Wärme- und Mobilitätssektor und auf den Service konzentrieren. Auch die Auslandsmärkte werden eine höhere Bedeutung bekommen.

Quelle: greenValue Newsletter für Investoren / Ausgabe Dezember 2014.