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Aus dem greenValue Newsletter - Neue Ökostrom-Anlagen werden durch geplante Ausschreibungsregeln benachteiligt

Nachstehend finden Sie einen redaktionellen Auszug aus dem greenValue Newsletter für Investoren / Ausgabe Dezember 2014. Zum regelmäßigen Bezug des Newsletters melden Sie sich einfach unter www.greenvalue.de/kontakt.aspx  an.

Zurzeit ist die Bundesregierung dabei erstmals verbindliche Regeln für die Ausschreibungen von neuen Ökostrom-Anlagen zu erstellen. Ein entsprechendes Pilotverfahren zu Photovoltaik-Freiflächenanlagen befindet sich in der Abstimmung. Es kursiert bereits ein Referentenentwurf, in welchem gravierende Nachteile für Bürgerenergie-Projekte gesehen werden. Dr. Thomas Banning, Vorstandsvorsitzender des Bündnis-Energiewende kommentiert: „Die Bundesregierung hält Ihr Versprechen nicht ein, kleineren Projekten mit direkter Bürgerbeteiligung eine faire Chance im Wettbewerb um neue Windkraft- oder Solaranlagen zu geben“. Die Bürgerenergie sollte eigentlich vor der direkten Konkurrenz zu großen Unternehmen geschützt werden. Im Entwurf werden nun gleich mehrere Hürden gefunden. Es werden für kleinere aktiv beteiligte kein gesondertes Ausschreibungssegment und keine finanzielle Absicherung im Ausschreibungssegment vorgesehen. Für Marcel Keiffenheim, Experte für Ausschreibungen beim Bündnis Bürgerenergie, ist es schwer nachvollziehbar, dass die Bundesregierung zum Schutz der Bürgerenergie nicht die Möglichkeiten ausschöpft, welche ihr durch die EU-Vorgaben ermöglicht werden. Im kommenden Jahr sollen erstmals die Fördersätze für Ökostrom-Anlagen per Ausschreibung ermittelt werden. Das Ministerium plant  vorerst Ausschreibungen für Solarparks mit einer Gesamtleistung von 600 MW jährlich. Mit konkreten Projekten können sich die Investoren bewerben. Den Zuschlag erhält derjenige, welcher die geringste Förderung je Kilowattstunde Strom verlangt.

Quelle: greenValue Newsletter für Investoren / Ausgabe Dezember 2014.