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MVV Energie AG - „Andere reden von der Energiewende. Wir machen sie.“

MVV Energie will einheitlichen Energiemarkt, der erneuerbare und konventionelle Energien sinnvoll miteinander verbindet – Gesunkene Strompreise im Großhandel und milde Witterung sorgen für Rückgang des Jahresergebnisses – Positiver Ausblick

Das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie (WKN: A0H52F, ISIN: DE000A0H52F5) setzt sich für ein einheitliches Energiemarktsystem ein, das erneuerbare und konventionelle Energien ökonomisch und ökologisch sinnvoll miteinander verbindet. Das betonte der Vorstandsvorsitzende der Unternehmensgruppe, Dr. Georg Müller, auf der diesjährigen Bilanzpressekonferenz am Donnerstag in Frankfurt. Dabei werde MVV Energie als Zukunftsversorger auch weiterhin die Rolle eines Vorreiters und Gestalters beim nachhaltigen Umbau der Energieversorgung übernehmen: „Andere reden von der Energiewende. Wir machen sie.“

Mit der angestrebten Beteiligung an der Juwi AG (Wörrstadt) und der Akquisition der Windwärts Energie GmbH (Hannover) erreicht das Mannheimer Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien eine wichtige Etappe bei seiner 2009 mit MVV 2020 eingeleiteten strategischen Neuausrichtung. „Diese starke Partnerschaft setzt einen Meilenstein in der deutschen Energiewirtschaft“, so Dr. Müller. Erneuerbare Energien hätten längst die Leitfunktion auf dem deutschen Strommarkt übernommen. Daher investiert die Unternehmensgruppe weiter kräftig in den Ausbau der erneuerbaren Energien. So verfügt sie derzeit über erneuerbare Erzeugungskapazitäten von 344 Megawatt und damit 9 Prozent mehr als vor einem Jahr, darunter allein 174 Megawatt Windkraft an Land. Dadurch ist die aus erneuerbaren Energien erzeugte Strommenge im abgelaufenen Geschäftsjahr um 16 Prozent auf 872 Millionen Kilowattstunden gestiegen.

Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von knapp 250.000 Drei-Personen- Haushalten. Rein rechnerisch erzeugt die Unternehmensgruppe damit bereits mehr Strom aus erneuerbaren Energien, als alle MVV-Privatkunden verbrauchen.

Zum Ausgleich der schwankenden Stromeinspeisung aus Wind- und Sonnenkraft werden gleichzeitig auch künftig hocheffiziente konventionelle Kraftwerke benötigt. MVV Energie setzt dabei vor allem auf die weitere Stärkung der Kraft-Wärme-Kopplung, die auch im Grosskraftwerk Mannheim genutzt wird, an dem MVV Energie mit 28 Prozent beteiligt ist und wo im kommenden Frühjahr mit Block 9 eine der modernsten und effizientesten Steinkohleanlagen in Europa in Betrieb geht.

Der MVV-Vorstandsvorsitzende bekräftigte daher die Forderung nach einer Reform des Kraft-Wärme Kopplung-Gesetzes als unverzichtbaren Baustein der energiepolitischen Rahmenbedingungen:

„Ohne eine Novellierung wird das auch aus Klimaschutzgründen so wichtige Ziel der Bundesregierung eines Anteils von 25 Prozent der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung nicht zu erreichen sein.“ Dr. Müller begrüßte daher ausdrücklich, dass auch die Bundesregierung in den letzte Woche beschlossenen Klimaschutzprogrammen die besondere Bedeutung der Kraft-Wärme-Kopplung für die Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes unterstrichen hat. KWK sei eine ideale Ergänzung zu den erneuerbaren Energien. „Wärme wird in der Regel immer dann benötigt, wenn Sonne und Wind sich rar machen – im Winter nämlich. Für unser Unternehmen“, so Dr. Müller, „ist daher ein konventionelles Kraftwerk ohne Kraft-Wärme-Kopplung weder wirtschaftlich noch umweltpolitisch vorstellbar.“

Strompreisverfall an Großhandelsmärkten und milder Winter hinterlassen Spuren

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 (1. Oktober 2013 – 30. September 2014) haben die anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen des Energiemarkts, die in Verbindung mit dem kräftigen Ausbau der erneuerbaren Energien zu einem starken Verfall der Strompreise an den Großhandelsmärkten geführt haben, sowie die außergewöhnlich milde Witterung während der letzten Heizperiode bei Umsatz und Ergebnis von MVV Energie die erwarteten Spuren hinterlassen.

So ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent auf 3,8 Milliarden Euro zurück. Das bereinigte operative Ergebnis (Adjusted EBIT) verringerte sich um 17 Prozent auf 173 Millionen Euro und lag damit, so Dr. Müller, „im Rahmen unseres Prognoseziels“. Das Jahresergebnis bildet für das Unternehmen auch die Grundlage für die Fortsetzung seiner auf Kontinuität ausgerichteten Dividendenpolitik. So empfiehlt der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Vorstands der am 13. März 2015 in Mannheim stattfindenden Hauptversammlung eine unveränderte Dividende in Höhe von 90 Cent je Aktie.

Mit Blick auf die kommenden Jahre rechnet das Mannheimer Energieunternehmen nach dieser Ergebnisdelle bei normalem Witterungsverlauf wieder mit steigenden Ergebnissen. So geht MVV Energie im laufenden Geschäftsjahr 2014/15 von einem moderaten Anstieg des Umsatzes sowie aus operativer Sicht von einem Adjusted EBIT zwischen 180 und 195 Millionen Euro aus.

Grund für den positiven Ausblick sind die erfolgreichen Wachstumsinvestitionen. Neben dem bereits erfolgten Erwerb des Windparks Hungerberg in der Nähe des pfälzischen Kirchheimbolanden durch das Beteiligungsunternehmen Energieversorgung Offenbach und der für Mai geplanten Inbetriebnahme des neuen Blocks im Grosskraftwerk Mannheim werden auch die beiden neuen Anlagen in Großbritannien – das abfallgefeuerte Heizkraftwerk in Plymouth sowie das Biomasse-Kraftwerk in Ridham Dock, die beide planmäßig in den nächsten Monaten ans Netz gehen – und eine neue Biomethananlage in Staßfurt (Sachsen-Anhalt) sowie Erfolge der Kostensparanstrengungen zum Umsatz- und Ergebnisanstieg beitragen.

Witterungsbedingte Rückgänge beim Wärme- und Gasabsatz

Der Umsatzrückgang des abgelaufenen Geschäftsjahres ist zum einen auf deutlich zurückgegangene Strom- und Gashandelsmengen aufgrund der aktuellen Marktlage zurückzuführen. Dadurch verringerte sich der Umsatz im Berichtssegment „Handel und Portfoliomanagement“ um 14 Prozent. Zum anderen wirkten sich hier witterungsbedingte Mengeneinbußen im Fernwärme- und Gasgeschäft mit Endkunden aus. So ging im umsatzstärksten Berichtssegment „Vertrieb und Dienstleistungen“ der Wärmeabsatz um 14, der Gasabsatz um 15 Prozent zurück.

Auch der Rückgang des operativen Ergebnisses wurde durch die schwierigen energiepolitischen Rahmenbedingungen und die überdurchschnittlich milde Witterung verursacht. So ging allein das Adjusted EBIT im Berichtssegment „Erzeugung und Infrastruktur“ von 149 auf 124 Million Euro zurück. Dabei konnten die positiven Ergebnisbeiträge der neuen Windkraft- und Biomethananlagen die Ergebnisbelastungen aus niedrigeren Strom- und Abfallpreisen nicht ausgleichen. Belastet wurde das Ergebnis im „Handel und Portfoliomanagement“ zudem durch die Kosten für die CO2-Emissionszertifikate.

Hohe Investitionen in nachhaltiges Wachstum

Gleichzeitig hat das Mannheimer Energieunternehmen auch im abgelaufenen Geschäftsjahr sein Investitionstempo hoch gehalten. Allein im letzten Geschäftsjahr investierte MVV Energie 321 Millionen Euro. „MVV Energie nutzt mit gezielten Investitionen in zukunftsfähige Projekte die mit dem Umbau des Energiesystems verbundenen Chancen“, so Dr. Müller. MVV Energie will bis 2020 drei Milliarden Euro in erneuerbare Energien, in Energieeffizienz, Kraft-Wärme-Kopplung und die energetische Nutzung von Abfällen, in den Ausbau der umweltfreundlichen Fernwärme sowie in die Modernisierung und Pflege von Netzen und Anlagen investieren. Davon sind aktuell 2,2 Milliarden Euro bereits umgesetzt oder verbindlich beschlossen.

Dezentrales Energiemanagement mit BEEGY

Die Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen für Industrie, Handel, Wohnungswirtschaft, Gewerbe und Privatkunden im Bereich des dezentralen Energiemanagements steht im Mittelpunkt des Mitte Oktober gegründeten Gemeinschaftsunternehmens BEEGY mit den branchenübergreifenden Partnern BayWa r.e., Glen Dimplex und GreenCom Networks. Das Angebotsspektrum reicht dabei von der Planung über die Leistungserstellung nachhaltig arbeitender Anlagen, wie Photovoltaik Kollektoren, thermischen Speichern, Wärmepumpen und Speicherheizungen oder Batteriespeichern bis hin zur Steuerung des energieoptimierten Einsatzes. MVV Energie bringt dabei ihre energiewirtschaftliche Erfahrung und ihr gesamtes Know-how entlang der Wertschöpfungskette in die Kooperation ein. BEEGY führt die Kompetenzen aus unterschiedlichen Branchen zusammen, um daraus gemeinsame Angebote für eine dezentrale, flexible und intelligente Energieversorgung auf allen Ebenen zu entwickeln.

Quelle: 11. Dezember 2014, www.mvv-energie.de


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