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ARCANUM Energy Systems GmbH & Co. KG (opm) - Trotz EEG-Kahlschlag – Bioerdgas (Biomethan) bleibt ein wichtiges und unverzichtbares Handelsgut

ARCANUM Energy sieht Zukunft für den Handel von Bioerdgas

Das EEG 2014 bewirkt einen Paradigmenwechsel für den Bioerdgas-Markt in Deutschland. ARCANUM Energy (Unna), Deutschlands führendes Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen für Bioerdgas, sieht trotz dieser Entwicklung gute Chancen für den Bioerdgashandel. Grundvoraussetzung ist ein breiter Zugang zu den potentiellen Absatzmärkten Strom, Wärme und Kraftstoff sowie dem Export von Bioerdgas. Die einzigartigen Eigenschaften von Bioerdgas wie Speicherbarkeit und CO2-Minderung werden dringend benötigt. Mit zusätzlichen Investitionen in die Handelsplattform "Bioerdgas Spotmarkt" wird Arcanum Energy den Handel auch zukünftig weiter beleben.

Unbestritten ist, dass sich der Bioerdgasmarkt durch die EEG-Novellierung derzeit in einem nicht zu unterschätzenden Umbruch befindet. Dies hat Folgen für die Produktion, für den Einsatz und für den Handel von Bioerdgas. Mit bisher ca. 3 TWh vermarkteten Bioerdgasmengen hat Arcanum Energy bereits in der Vergangenheit Chancen für Erzeuger und Abnehmer im Handel von Bioerdgas aufgezeigt. Mit ca. 80 % Marktanteil wurde dabei der Handel von Bioerdgas aus nachwachsenden Rohstoffen (Nawaro) zur Verwendung im BHKW favorisiert - gestützt durch das EEG. "Ohne nennenswerte EEG-Förderung werden in Zukunft andere Verwendungspfade mit Bioerdgas erschlossen. Dabei wird der europaweite Im- und Export von Bioerdgas an Bedeutung gewinnen." erwartet Vera Schürmann, geschäftsführende Gesellschafterin, deutliche Anpassungen im Bioerdgashandel.

Dass der Handel von Bioerdgas zukünftig vielfältiger sein wird, sehen die Bioerdgasexperten als Notwendigkeit, aber auch als Motivation, für einen Markt, der unabhängig von gesetzlichen Förderungen funktioniert. Jedoch müssen dafür noch wichtige Voraussetzungen geschaffen werden. Derzeit ist es beispielsweise schwierig, eine Bioerdgasmenge, die gestern im BHKW eingesetzt wurde, morgen im Kraftstoffmarkt zu verkaufen. Unterschiedliche Rahmenbedingungen in den jeweiligen Absatzmärkten führen zu Hemmnissen. "Diese müssen besser aufeinander abgestimmt werden, fordert Tim Reischke, Leiter Consulting bei Arcanum Energy, und ergänzt "Die sehr unterschiedliche Abwicklung je nach Absatzweg verursacht zusätzliche Kosten und einen immensen zeitlichen Aufwand." Die im EEG 2014 beschlossene "getrennte Bilanzierung" gilt hier als erster richtiger Schritt. "Dadurch werden neue Handelsmöglichkeiten geschaffen", freut sich Vera Schürmann. "Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass wir auch in Zukunft alle Optimierungsmöglichkeiten ausschöpfen werden. Mit dem Ausbau unseres "Bioerdgas Spotmarkts" für den Handel von weiteren Commodities wird ein wichtiger Schritt bereits unternommen."

Trotz der einschneidenden Auswirkungen des EEG 2014 auf den Einsatz von Bioerdgas aus nachwachsenden Rohstoffen im BHKW wird dieser Absatzweg in Zukunft auf jeden Fall für abfallstämmiges Bioerdgas eine wichtige Rolle spielen. "Die Vorteile von "grüner" bzw. erneuerbarer Wärme aus einem Bioerdgas-BHKW sind mittlerweile bei Wärmelieferanten und Bauträgern bekannt, so dass wir auch in Zukunft mit dem KWK-Einsatz rechnen. Die Verschärfung der EnEV wird dies weiter verstärken. Dieser Absatzweg ist für neue Projekte wesentlich", weiß Tim Reischke, "denn dieser Markt steht für langfristige Kontrakte mit nicht unerheblichem Mengenpotential." Jedoch eignet sich nach dem EEG 2014 nur noch der Einsatz von abfallstämmigem Bioerdgas. Marktakteure, die Bioerdgas aus Nawaro einsetzen wollen, müssen auf die nächste EEG-Novellierung setzen. Da helfen auch die Übergangsbestimmungen für den Bestand nicht wirklich. Denn sobald ein neues BHKW in Betrieb genommen wird, gelten die Vergütungssätze des EEG 2014 - unabhängig von der Inbetriebnahme der Biogasanlage. Damit ist eine kostendeckende Bereitstellung von Bioerdgas aus Nawaro nicht möglich. Der Handel wird sich daher für neue BHKW auf abfallstämmiges Gas konzentrieren, während Bestands-BHKW weiter attraktiv für das Nawaro-Gas bleiben - jedoch bei begrenztem Absatzpotential, weswegen Akteure in diesem Fall schnell handeln sollten.

Abfallstämmiges Gas wird aber auch in anderen Verwendungspfaden stärker nachgefragt werden - und das nicht nur in Deutschland. Auch einige europäische Länder setzen heute schon auf Bioerdgas, das aus Deutschland geliefert wird: Tendenz steigend. Insbesondere das hohe Treibhausgasminderungspotential macht Bioerdgas so attraktiv. So liegt der Minderungswert in der Regel zwischen 60 % bis 80 % gegenüber dem fossilen Referenzwert. Diese positive Eigenschaft wird dafür sorgen, dass Bioerdgas in größeren Mengen den Weg in den deutschen Kraftstoffmarkt findet. Mit der Umstellung am 1. Januar 2015 von der Biokraftstoffquote auf eine THG-Quote wird der Wert von Bioerdgas steigen. Damit dieser Handelspfad aber auch funktioniert, müssen die Voraussetzungen für Erdgastankstellen und -autos in Deutschland weiter verbessert werden. Ohne ein kontinuierliches Wachstum der gasförmigen Kraftstoffe wird das maximale Abnahmepotential schnell erreicht werden.

Rein preislich gesehen erwartet Arcanum Energy eine Vergleichmäßigung der Preisentwicklung, unabhängig davon, ob das Gas aus Nawaro oder Abfallstoffen produziert bzw. nach EEG, EEWärmeG oder Biokraft-NachV eingesetzt wird. Eine Ausnahme bildet dabei jedoch das Bestandsgeschäft. Somit wird sich der Preis zukünftig mehr durch den "tatsächlichen Wert" des Gases bestimmen lassen, als durch eine politisch angetriebene Angebots- und Nachfragesituationen.

So bleibt letztlich festzuhalten: Egal ob Strom-, Wärme- oder Kraftstoffmarkt, der Handel von Bioerdgas wird weiter zunehmen - besonders grenzüberschreitend. Wesentlich ist hierfür, dass die Rahmenbedingungen zügig nachgebessert werden, um auch zukünftig die positiven Eigenschaften von Bioerdgas Speicherbarkeit, Flexibilität und Klimaschutz bestmöglich nutzen zu können.

Quelle: 09. Oktober 2014, www.arcanum-energy.de


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