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Tag der erneuerbaren Energien

Umfrage belegt hohe Zustimmung fuer die Energiepolitik der Bundesregierung 62 % der Bundesbuerger wuenschen sich noch staerkeren Ausbau der erneuerbaren Energien.

Die erneuerbaren Energien geniessen eine hohe Akzeptanz in der Bevoelkerung; die Energiepolitik der Bundesregierung findet eine parteiuebergreifende Rueckendeckung. Das belegt eine forsa-Umfrage, die das Bundesumweltministerium anlaesslich des morgigen Tages der erneuerbaren Energien in Auftrag gegeben hat. Bundesumweltminister Juergen Trittin: "Das Ergebnis der Umfrage zeigt, wie gross die Unterstuetzung fuer die Energiewende ist. Unser Kurs, weg von Atom und Oel und hin zu sauberen Energien aus Sonne, Wasser und Wind, wird von einer breiten Mehrheit in der Bevoelkerung getragen." 62 % sind der Meinung, dass die Foerderung der erneuerbaren Energien sogar noch weiter verstaerkt werden sollte; 25 % wollen die Foerderung auf dem jetzigen Niveau halten. Jeweils nur 4 % sprechen sich dafuer aus, die Foerderung der erneuerbaren Energien zu verringern oder ganz abzuschaffen.

Auch den Ausbau der Windenergie auf See unterstuetzen zwei Drittel der Bundesbuerger. 65 % begruessen die Absicht, dass in 20 bis 25 Jahren Windraeder auf See 15 Prozent des deutschen Stromverbrauchs decken sollen.

Bei der Frage danach, welche Energiequellen die Energieversorgung in Deutschland in den naechsten 20 bis 30 Jahren sichern sollten, steht bei den Bundesbuergern die Sonnenenergie an erster Stelle (85 %). Auch die Windenergie (71 %), Wasserkraftwerke (68 %) sowie die Erdwaerme (63 %) werden von vielen genannt. Mehr als die Haelfte der Bundesbuerger nennt auch Biomasse (56 %) und Erdgas (53 %) als Energiequellen, die in Deutschland in den naechsten 20 bis 30 Jahren die Energieversorgung sicher stellen sollten. Deutlich abschlagen sind hier Erdoel (27 %), Atomkraftwerke (24 %) und Kohle (22 %).

In ganz Deutschland kann sich die Oeffentlichkeit morgen vor Ort davon ueberzeugen, dass die Anlagen, die mit Sonne, Wind, Wasser, Biomasse oder Erdwaerme betrieben werden, zuverlaessig funktionieren, laengst zu Standardprodukten gereift sind und zu einer wichtigen Saeule der deutschen Energiewirtschaft geworden sind. Viele hundert Einrichtungen in ganz Deutschland werden zu besichtigen sein: Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen, Holz- und Strohheizwerke, aber auch energieeffiziente Passivhaeuser, Biogaskraftwerke, Solararchitektur und energiesparende Geraete. Vielerorts gibt es ausserdem Umweltfeste, Exkursionen, Solarbootfahrten oder Diskussionsrunden. Der Tag der erneuerbaren Energien wird jeweils vor Ort von Staedten und Gemeinden, Umweltverbaenden oder Lokale-Agenda-Gruppen organisiert.

Der Tag der erneuerbaren Energien war vor zehn Jahren in der saechsischen Stadt Oederan anlaesslich des zehnten Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl gegruendet worden. Neben der mahnenden Erinnerung an die Gefahren der Atomtechnik sollen praktische Alternativen fuer eine umweltschonende Energieversorgung aufgezeigt werden.

Die ausfuehrlichen Ergebnisse der Umfrage zur Energiepolitik sind unter www.bmu.de veroeffentlicht.

Eine Zusammenstellung der Veranstaltungen am "Tag der erneuerbaren Energien" gibt es im Internet unter www.energietag.de

Quelle: www.bmu.de, 29. April 2005