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Fachverband Biogas e.V. (opm) - Mit CNG und Biomethan Klimaschutz auf die Straße bringen

+++ Fachverband Biogas fordert konsequenten Klimaschutz auch auf der Straße +++ Biokraftstoffquote im Gesetzentwurf der Regierung kontraproduktiv +++ Es fehlen Anreize für die Automobilhersteller +++

Der Fachverband Biogas e.V. befürchtet einen Rückschritt für den Klimaschutz auf Deutschlands Straßen. „Mit der aktuell diskutierten Biokraftstoffquote würde das angepeilte Ziel zur Reduzierung der Treibhausgase im Kraftverkehr ab 2015 hinter den bereits erreichten Wert zurück fallen“, mahnt der Präsident des Fachverband Biogas e.V., Horst Seide. Die Rede ist von der geplanten Änderung des 12. Bundesimmissionsschutzgesetzes (12. BImSchG). Künftig soll der gesetzlich vorgeschriebene Anteil an Biokraftstoffen von derzeit 6,25 Prozent des mengenmäßigen Gesamtvolumens auf eine Treibhausgasminderung von mindestens 3,5 Prozent umgestellt werden.

Das heißt: In Zukunft muss die Mineralölwirtschaft nicht mehr einen mengenmäßigen Bio-Anteil von 6,25 Prozent nachweisen sondern stattdessen eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 3,5 Prozent. „Dabei haben wir mit der bisherigen Regelung schon 4 Prozent Minderung erreicht. Die Neuregelung würde damit einen Teil der schon erzielten Erfolge beim Klimaschutz im Straßenverkehr zunichtemachen“, mahnt Seide. „Ich sehe darin ein weiteres Zeichen, dass es der Bundesregierung nicht ernst ist mit dem Klimaschutz. Auch das Wegbleiben der Bundeskanzlerin beim heute in New York stattfindenden Klimagipfel spricht für sich“, ergänzt der Landwirt und Biomethan-Tankstellenbetreiber aus Niedersachsen.

Im Vorfeld der am kommenden Donnerstag startenden Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Hannover fordert der Verbandspräsident mehr Engagement für Biomethan als Kraftstoff. „Kein anderer Kraftstoff bietet ein derart hohes Einsparpotenzial für Klimagase wie Biomethan aus Rest- und Abfallstoffen“, betont Seide. Ein VW Golf BMT beispielsweise erzeuge als Benziner 114g CO2 je Kilometer, als Diesel 85 und gasbetrieben mit einem Mischungsverhältnis von 80 Prozent Erdgas und 20 Prozent Biomethan (CNG – compressed natural gas) nur 69 g. Eine Einsparung von knapp 40 Prozent CO2! Reines Biomethan aus Rest- und Abfallstoffen erzeugt sogar nur 10 Gramm CO2 pro Kilometer.

Der Fachverband Biogas fordert daher eine verpflichtende Beimischung von mindestens 20 Prozent Biomethan zum Erdgas. Damit würde sich auch für die Automobilindustrie der Bau neuer CNG-Fahrzeuge lohnen. Ab dem Jahr 2021 wird ein Durchschnittswert von 95 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer für alle Neu-PKW verpflichtend. Mit einem größeren Angebot an schadstoffärmeren CNG-Fahrzeugen könnten die Automobilhersteller diesen Wert leichter realisieren.

Aktuell sind in Deutschland knapp 100.000 Erdgasfahrzeuge zugelassen. Diesen stehen 918 Erdgastankstellen zur Verfügung, von denen 328 einen Bioanteil beimischen - 182 davon verkaufen reines Biomethan. „Mit Biomethan steht uns schon heute ein klimafreundlicher, kostengünstiger und regional erzeugter Kraftstoff zur Verfügung. CNG-Fahrzeuge sind Stand der Technik. Die Biogasbranche steht bereit für die Energiewende auf der Straße.“

Quelle: 23. September 2014, www.biogas.org


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