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Aus dem greenValue Newsletter - So funktioniert die Leipziger Strombörse

Nachstehend finden Sie einen redaktionellen Auszug aus dem greenValue Newsletter für Investoren / Ausgabe September 2014. Zum regelmäßigen Bezug des Newsletters melden Sie sich einfach unter www.greenvalue.de/kontakt.aspx an.

Der Handel von Strom an der Börse ist noch relativ neu. 2002 wurde die größte europäische Strombörse (European Energy Exchange AG, kurz: EEX) in Leipzig eröffnet, an der Strom, Gas, Kohle und CO2-Zertifikate gehandelt werden. Die Preise bilden sich dort nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage. Gehandelt wird der Strom als Spot- und als Termingeschäft, mit jeweils unterschiedlichen Lieferzeiträumen. Spotgeschäfte werden in kurzen Zeiträumen gehandelt. Auf Grund der Kurzfristigkeit schwanken die Preise tagtäglich. Termingeschäfte sind längerfristige Verträge mit Laufzeiten bis zu 6 Jahren, die maßgeblich den Strompreis bestimmen. Allerdings werden lediglich rund 13 Prozent des gesamten deutschen Stromverbrauches an der EEX gehandelt.

Strom aus Erneuerbaren Energien senkt den Preis an der Strombörse. Durch die EEG-Umlage wurde grüner Strom schon bezahlt und geht mit einem niedrigen Angebotspreis an die Börse. Die Energiemengen aus Sonnen-, Wind- und Bioenergie verringern den Strombedarf aus konventionellen Ressourcen und verdrängen letztlich die teuren, konventionellen Kraftwerke. Die Folge: der Börsenpreis für Strom fällt auf dem Terminmarkt immer wieder auf ein neues Rekordtief. Dies freut Industrie und Großabnehmer, denn dadurch können sie Strom schon Jahre im voraus sehr günstig einkaufen. Unverständlich ist nur, dass die gesunkenen Börsenstrompreise nicht an Verbraucher weitergegeben werden. Deren Strompreis steigt und steigt.

Quelle: greenValue Newsletter für Investoren / Ausgabe September 2014.