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juwi AG (opm) - juwi-Gruppe baut ihren ersten Windpark in Baden-Württemberg

Zwei Anlagen vom Typ Enercon E-92 versorgen 2.700 Haushalte mit sauberem Strom

Die Energiewende nimmt auch im Süden der Republik Fahrt auf. In der Nähe des tauberfränkischen Örtchens Nassau, östlich von Bad Mergentheim, errichtet die Wörrstädter juwi-Gruppe ihren ersten Windpark in Baden-Württemberg. Die beiden modernen Windenergie-Anlagen vom Typ Enercon E-92 haben zusammen eine Leistung von knapp fünf Megawatt. Sie werden auf einem Hochplateau nahe der Landesgrenze zu Bayern aufgestellt und sollen noch in diesem Winter ans Netz angeschlossen werden.

„Mit dem Stromertrag der beiden Windräder können ca. 2.700 Durchschnittshaushalte mit sauberer Energie aus erneuerbaren Quellen versorgt werden“, erklärt Sabine Pierau, juwi-Regionalleiterin im Ländle. Im August haben die Bauarbeiten für den Windpark begonnen. Zunächst werden die nötigen Wege für den Transport der Bauteile verbreitert und befestigt. Anschließend werden die armdicken Kabel verlegt, mit denen der Strom von den Windrädern zum Umspannwerk transportiert wird. „Parallel beginnen wir mit den vorbereitenden Maßnahmen für den Fundamentbau“, sagt Julia Wolf, zuständige Projektmanagerin im juwi-Regionalbüro Ostfildern bei Stuttgart.

Voraussichtlich im November, wenn der Beton der Fundamente ausgehärtet ist, wird ein riesiger Kran errichtet, mit dessen Hilfe die Turmteile aufeinandergestapelt und montiert werden. Auf den fertigen Turm hebt der Kran dann das tropfenförmige Maschinenhaus, in dem sich der getriebelose Generator befindet. „Ganz zum Schluss werden in 138 Metern Höhe die drei Rotorblätter an der Nabe befestigt und das Windrad kann nach finaler Überprüfung aller Systeme in Betrieb gehen“, sagt Julia Wolf.

Bereits 2011 haben sich insgesamt zwölf Flächeneigentümer zusammengeschlossen und juwi ihre Grundstücke als Poolfläche verpachtet. „Damit haben sie Weitsicht bewiesen und die an anderen Standorten vorkommenden Streitereien zwischen Grundstückseigentümern von vorneherein vermieden“, lobt juwi-Regionalleiterin Pierau. Und die Tatsache, dass die meisten von ihnen selbst in der Nähe des künftigen Windparks wohnen, erzeuge hohe Akzeptanz in der Bevölkerung.

Bei diesem Projekt wird auch auf Umwelt und Natur Rücksicht genommen. „Die Eingriffe in Fauna und Flora sind auf das unvermeidlich Nötige reduziert“, berichtet Julia Wolf. Zusätzlich werden Ausgleichsmaßnahmen – Stoppel- und Blühstreifen für Feldhamster und Wachtel – in Abstimmung mit Stadt und Landkreis umgesetzt.

Besonders umfangreich sind die Maßnahmen zum Schutz der Fledermäuse. Während der ersten beiden Betriebsjahre werden die Windräder in den Nächten zwischen April und Oktober immer dann automatisch abgeschaltet, wenn die Witterungsbedingungen die Fledermäuse zur Jagd einladen. Zusätzlich wird die Aktivität der Tiere in Höhe des Rotors mit Hilfe einer „Horchbox“ aufgezeichnet und zu einem systematischen Monitoring verarbeitet. So kann auf Basis exakten Datenmaterials entschieden werden, ob die Abschaltungen zum Schutz der Tiere über die ersten beiden Betriebsjahre hinaus weiter erforderlich sind.

Quelle: 09. September 2014, www.juwi.de


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