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Grüner Strom Label e.V. (opm) - Ökostromumfrage: Rund sechs Millionen Ökostromkunden in Deutschland

Kommentar des Grüner Strom Label e.V. zur aktuellen Markterhebung der Fachzeitung Energie & Management (E&M)

Am 15. Juli veröffentlichte die Fachzeitung Energie & Management (E&M) ihre diesjährige Ökostromumfrage. Ergebnis: Rund 5,75 Millionen Privathaushalte und 240.000 Gewerbekunden bezogen im vergangenen Jahr Ökostrom. Somit werde jeder siebte Haushalt in Deutschland mit einem Ökostromprodukt versorgt, berichtet E&M. Der Grüner Strom Label e.V. (GSL) unterstützte die Umfrage, die eine der wenigen umfangreichen Markterhebungen im Ökostromsegment ist.

Auffälligste Neuerung: Ein erheblicher Teil des Marktes entfällt auf nur einen Anbieter, den Discounter Extra Energie, der für seine vermutlich über eine Million Privatkunden und über 20.000 Gewerbekunden Ökostrom-Zertifikate unbekannter Herkunft kauft. Bereits 2011 hat dieser Anbieter seine Kunden auf Ökostrom-Zertifikate zwangsumgestellt. In früheren Umfragen tauchte er nicht auf.

2013 ist der Ökostrommarkt kaum gewachsen

Rechnet man Extra Energie heraus, ist der Ökostrommarkt nach den E&M-Recherchen im Jahr 2013 stagniert; allenfalls bei den Gewerbekunden haben sich die Zahlen leicht verbessert. Zur Aussagekraft der Angaben ist allerdings zu sagen, dass rund die Hälfte aller Anbieter nicht an der Umfrage teilnimmt und die Werte von Extra Energie nur geschätzt werden konnten. Zum Vergleich: Der Absatz von Ökostrom mit Grüner Strom-Label stieg im vergangenen Jahr um etwa 3,5 Prozent auf 1.300 Gigawattstunden. Nachdem die Grüner Strom-zertifizierte Strommenge in den Jahren zuvor sprunghaft angestiegen war, legte sie zuletzt also vergleichsweise sanft zu.

Für Rosa Hemmers, Vorsitzende des GSL e.V., zeichnet sich eine zunehmende Zersplitterung des Ökostrommarkts ab: „Neben den Premiumprodukten haben wir nicht nur eine wachsende Zahl von Kunden, die durch Discounter bedient, sondern auch eine nicht unerhebliche Anzahl von Haushalten die von ihren Energieversorgern zwangsumgestellt werden.“ Von den knapp sechs Millionen Privatkunden betrifft das laut E&M etwa fünfzehn Prozent. Ein Großteil dieser Kunden fragt nicht nach, was ihnen als „Ökostrom“ offeriert wird. Meist handelt es sich wohl um Ökostrom-Zertifikate, die keinen zusätzlichen Nutzen für die Umwelt bewirken. Nach einer Studie im Auftrag des Umweltbundesamtsbesteht der größte Teil des Ökostrommarkts aus solchen wirkungslosen Herkunftsnachweisen.

Es gibt Kunden, die mehr wollen als nur ihr Gewissen beruhigen

Die Zahlen der Grüner Strom-gelabelten und anderer Premium-Ökostromangebote belegen jedoch, dass es Kunden gibt, die mehr wollen als nur ihr Gewissen beruhigen. Eine forsa-Umfrage aus dem Jahr 2011 untermauert das. Aus Sicht des GSL e.V. dürfen engagierte Anbieter und Label-Organisationen deshalb nicht in ihren Anstrengungen nachlassen, für mehr Glaubwürdigkeit und Transparenz im Ökostrommarkt zu sorgen. Damit die Kunden wirklich bekommen, was sie wollen: Hochwertigen Ökostrom, mit dem sie den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen.

Quelle: 15. Juli 2014, www.gruenerstromlabel.de


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