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Aus dem greenValue Newsletter - Das novellierte EEG tritt in Kraft: die wichtigsten Neuerungen

Nachstehend finden Sie einen redaktionellen Auszug aus dem greenValue Newsletter für Investoren / Ausgabe Juli 2014. Zum regelmäßigen Bezug des Newsletters melden Sie sich einfach unter www.greenvalue.de/kontakt.aspx an.


Der Bundestag hat Ende Juni die Reform der Ökostromförderung beschlossen. Der Bundesrat hat trotz der massiven Einschnitte zugestimmt, so dass die Novelle am 1. August 20 14 in Kraft treten kann. Das EEG wurde im Eiltempo durch die Institutionen gejagt.

Mit dem novellierten EEG werden zwar weiterhin hohe Ausbauziele angestrebt, ob diese aber mit den Ausbaubegrenzungen und Förderkürzungen erreicht werden ist  fraglich. Für Photovoltaikanlagen gilt weiterhin die jährliche 2.500-MWp-Grenze, danach sinkt die Vergütung. Ab 2015 gibt es eine Pilotphase für die Vermarktung des Stroms per Ausschreibungsverfahren.

Der jährliche Ausbaukorridor bei Windkraftanlagen ist auf 2.500 MW begrenzt, danach sinkt die Förderung. Das Repowering fällt nicht unter diese Deckelung. Für Windenergieanlagen an Land greift zudem die 10H-Regelung, d.h. der Abstand zur nächsten Wohnbebauung muss der zehnfachen Höhe einer Windkraftanlage entsprechen. Beim Ausbau für Offshore-Windkraftanlagen wird das Ziel von 10.000 MW auf 6.500 MW bis 2020 gekürzt.

Bei neuen Biogasanlagen wird die Vergütung ab 2015 auf 12 ct / kWh (derzeit etwa 17 ct / kWh) gesenkt, ab 2017 muss die Vergütung ausgeschrieben werden. Ferner begrenzt die jährliche 100-MW-Zubaugrenze den Ausbau.

Wer als PV-Anlagenbetreiber ab 2015 eine PV-Anlage ans Netz bringt und den Strom selbst verbraucht, zahlt eine Abgabe. Der Eigenverbrauch soll stufenweise mit bis zu 40 % der EEG-Umlage finanziell belastetet werden. (2015 mit 30 %, bis Ende 2016 35 %, ab 2017 die vollen 40 %). Ausgenommen sind kleine Solaranlagen bis 10 kWp.

Laut Bundeswirtschaftsministerium macht die EEG-Reform die Energiewende „kosteneffizienter, planbarer und marktwirtschaftlicher“. Zahlreiche Firmen sehen das anders. Sie stellen sich auf die neuen Marktgegebenheiten ein, einhergehend mit teils massiven Stellenabbau. Spätestens Anfang 2016 soll die nächste EEG-Novelle folgen.

Quelle: greenValue Newsletter für Investoren / Ausgabe Juli 2014.