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Daldrup & Söhne AG (opm) - Daldrup & Söhne AG bereitet Wiederinbetriebnahme des Geothermiekraftwerks Landau vor

- Hintergründe zu Bodenhebungen und Wiederinbetriebnahme des Kraftwerkes Landau

Die geox GmbH, Betreibergesellschaft des Geothermiekraftwerks Landau i.d. Pfalz, nimmt Stellung zu den Bodenhebungen und der Wiederinbetriebnahme des Kraftwerks Landau. Als Ursache für die Bodenveränderungen steht eine Leckage an einer Dichtung am Bohrlochkopf der Injektionsbohrung (in ca. 3 Meter Tiefe) fest. Das hat das Landesamt für Geologie und Bergbau (LGB) Rheinland Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Geysir Europe / geox und den Behörden festgestellt. Nach den vom LGB gemachten Untersuchungen bestand die Leckage in der Reinjektionsbohrung bereits seit mehreren Jahren. Dieser Umstand begünstigte aller Voraussicht nach die Hebungen in Landau im Bereich des Geothermiekraftwerks. Die fragwürdige Leckageüberwachung durch die vormaligen Betreiber hat die geox veranlasst, die Betriebsführungsverträge mit dem Betreiber im ersten Quartal 2014 zu kündigen.

Ein Gutachten einer anerkannten Prüfstelle über die Betriebsführung der letzten Jahre, stellt fest, dass Teile der Anlage in der Vergangenheit nicht ordnungsgemäß gewartet worden sind. Die Folgen der Leckage (Bodenveränderungen) wären laut Gutachten vermeidbar gewesen.

Die EnergieSüdwest AG, an der die Stadt Landau 50 % Anteile hält, bleibt auch in Zukunft Gesellschafter des Geothermiekraftwerks. Die Geysir Europe kann ihre Option auf die 10 % Anteilsbesitz der EnergieSüdwest jedoch jederzeit ausüben.

Wiederinbetriebnahme
In Absprache mit dem LGB arbeitet die geox an der Wiederinbetriebnahme des Kraftwerks. Ziel ist es, entstandene Schäden in der Bohrung zuverlässig zu beheben und die Sicherheit für den weiteren Betrieb zu erhöhen. Dazu kommt zum einen eine verbesserte Überwachungs- und Meldetechnik zum Einsatz und zum anderen Sicherheitssysteme gegen Leckagen, die künftig Probleme mit dem Thermalwasserkreislauf vermeiden werden. Die Ermittlung des genauen Schadensumfangs ist bereits angelaufen. geox wird ebenfalls weitere Betriebsteile der Anlage modernisieren. Die Instandsetzungsarbeiten haben – in enger Zusammenarbeit mit den Behörden - bereits begonnen. Ebenfalls weiter in Arbeit sind die bereits vor dem Schadenfall von den neuen Eigentümern in Angriff genommenen Lärmschutzwände. Mit ihrer Fertigstellung wird in Kürze gerechnet. Zusätzlich werden noch Grünflächen angelegt und Bäume gepflanzt.

Die Wiederinbetriebnahme ist im Spätsommer 2014 geplant. Die Geysir Europe geht – Stand heute - von einem Reparaturkostenaufwand in Höhe von circa 2 bis 3 Mio. Euro aus. Die gemeldeten Schäden im Bereich der Haftpflicht der geox gegenüber Dritten sind von den angezeigten Schadenssummen gering. Sie werden von der Versicherung geprüft.

Erkundungsbohrungen zur Aufklärung des Umweltschadens laufen

Die Aufklärung des Umweltschadens hat aber Vorrang vor den weiteren Arbeiten. Dazu gibt es eine schriftliche Anordnung vom 8. Mai 2014 des Bergamtes Mainz. Der geox GmbH liegen die Genehmigungen für die Erkundungsbohrungen zur Untersuchung der Verunreinigung von Grundwasser vor. Seit Juni sind Bohrer auf dem Nachbargelände des Geothermiekraftwerks bereits im Einsatz. An zwei Stellen wird in bis 70 bis 100 m Tiefe eine Kernbohrung durchgeführt, um Boden- und Wasserproben nehmen zu können.

Das Geothermiekraftwerk Landau hat seit Inbetriebnahme (2008 – 2013) rund 88.500 MWh (88,5 GWh) Strom ins Netz eingespeist. Über die EnergieSüdwest ist die Bevölkerung in Landau mit der lokalen, erneuerbaren Energiequelle Geothermie versorgt worden. Und das bei geringstem Flächenbedarf und überaus klimafreundlich. Immerhin rund 50.000 Tonnen CO2 wurden bisher auf diesem Wege eingespart. Seit über einem halben Jahrzehnt lief das Kraftwerk mit einer sehr hohen Auslastung. Im letzten Jahr 2013 lag die Verfügbarkeit des Kraftwerks bei 98,4 % - ein Wert den sonst nur Wasserkraftwerke erreichen. Es ist das Ziel der geox, diese Potenziale weiter zu nutzen und die Sicherheit und die Wirtschaftlichkeit des Kraftwerksbetriebs weiter zu erhöhen.

Die Bürgerinitiative hat aus Sicht der geox einige wertvolle Hinweise gegeben. So werden Verbesserungsmaßnahmen initiiert, die die Akzeptanz des Kraftwerks erhöhen. Dazu hat die geox mit Vertretern der Bürgerinitiative persönliche, konstruktive Gespräche geführt.

Quelle: 1. Juli 2014, www.daldrup.eu


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