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Zweiter Sustainability Congress in Bonn fand großen Zuspruch bei Experten

Zweiter Sustainability Congress in Bonn fand großen Zuspruch bei Experten

- Das Branchenereignis für verantwortungsvolles Investieren
- Rendite und verantwortungsvolles Investieren sind kein Widerspruch
- Awards für Henkel KGaA, Toyota Prius und Martin Hesse

Der zweite Sustainability Congress ging gestern mit gutem Erfolg zu Ende. "Wir sind mit der Resonanz insgesamt sehr zufrieden. Man kann sagen, dass sich der Kongress zum Branchenereignis für die verantwortungsvolle Geldanlage entwickelt hat. Für nächstes Jahr wünschen wir uns noch mehr neue Interessenten und Vertreter aus den Sustainability Bereichen der DAX 30 - Unternehmen", sagt Björn Drescher, Vorsitzender des Sustainability Vereins, der den Kongress ausgerichtet hat. Namhafte Kapitalmarktvertreter, international bekannte Wissenschaftler und interessante Referenten, gut besuchte Vorträge, zufriedene Aussteller und rund 300 am Thema "Nachhaltige Geldanlage" interessierte Fachbesucher. Damit zieht der Sustainability Verein eine positive Bilanz der Veranstaltung im Bonner Bundeshaus. Im alten "Wasserwerk" diskutierte Professor Dr. Rüdiger von Rosen, Geschäftsführender Vorstand deutsches Aktieninstitut mit Christian Strenger, Corporate Governance Kommission, Hanns Michael Hölz, Deutsche Bank AG, Axel Wilhelm, Scoris GmbH und Susanne Bergius den Stellenwert des Themas Nachhaltigkeit in der Unternehmenspolitik. Auf die ökologische, sozial ethische Geldanlage und die Energiebranche spezialisierten Fondsmanager präsentierten ihre Investmentansätze. Dabei wurde überprüft, ob die angestrebte Renditeoptimierung bei einer Geldanlage mit den ökologischen und sozialen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts in Einklang gebracht werden können. Das Ergebnis war eindeutig. Erstens: Ja, man kann die Umwelt positiv mitgestalten. Zweitens: Ökonomie und Ökologie sind kein Widerspruch. Wenn es in der Praxis häufig den Anschein erwecke, läge es an der Umsetzung, nicht in
der Natur der Sache.

Wissenschaftlich begleitet wurde der Kongress von der technischen Universität Freiberg, die sich insbesondere mit den Aspekten des Klimaschutzes und des Flächenrecyclings beschäftigte. "Selbst wenn wir heute die Klima relevanten Gase drastisch reduzieren, werden wir das Ergebnis hiervon erst in rund zwanzig Jahren sehen. Die Dynamik des Systems funktioniert sehr langfristig", sagte Professor Dr. Jörg Matschullat.

Es sei zudem sicher nachgewiesen, dass sich die Erde erwärme. Hierdurch würden wir künftig eine Verstärkung der extremen Wetterlagen sehen. Auch ein Winter mit viel Schnee sei in diesem Szenario völlig normal. Das Gute sei, dass wir uns anpassen könnten. Wir müssten es aber auch konsequent tun, betonte Matschullat. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war die Awardverleihung in drei Kategorien. Dabei wurde die Henkel KGaA als das Unternehmen prämiert, das hinsichtlich seines Nachhaltigkeitsbestrebens am meisten überzeugte. Gewürdigt wurde die besondere Aufmerksamkeit, die das Unternehmen Umwelt- und Sozialanliegen im Rahmen seiner Geschäftspolitik beimisst. "Die Zertifizierung des überwiegenden Teils der Betriebstätten nach ISO 14001, freiwillige Selbstauflagen wie z.B. hinsichtlich Tierversuchen, Zwangs- und Kinderarbeit, ein überdurchschnittlich gutes Betriebsklima und die ständige Bemühung ökologische Schlüsselindikatoren zu optimieren haben vorbildlichen Charakter", sagt Björn Drescher, Vorsitzender des Sustainability Vereins.

Der Award für die beste technische Innovation, die dem Nachhaltigkeitsgedanken den größten Nutzen stiftet, ging an Toyota. Damit würdigt der Verein die Leistungen des Unternehmens bei der Konzeption des Toyota Prius, der Dank seiner wegweisenden Hybridtechnologie einen Meilenstein in ein umweltschonendes Verkehrszeitalter darstellt. In der dritten Kategorie wurde Martin Hesse von der Süddeutschen Zeitung für seine Engagement und seine Berichterstattung im Nachhaltigkeitsbereich ausgezeichnet. Die Preisträger wurden von 10 Fondsmanagern und Analysten der Investmentgesellschaften Ökoworld Lux S.A., Pictet Funds und Sarasin ermittelt.

Als Fazit des Kongresses steht fest: Ökologische, ethische, sozialverträgliche Investments und der Ressourcen schonende Umgang mit den Rohstoffen und Energien sind mit Sicherheit Trends, die das 21. Jahrhundert entscheidend mit beherrschen werden. Wer diesen Gedanken frühzeitig verinnerlicht, wird ihn im Rahmen seiner geschäftlichen Aktivitäten zum Wohle der Allgemeinheit und auch zu seinem ganz persönlichen Vorteil nutzen können.

Schirmherr des Sustainability Congress 2006 war der ehemalige Bundesminister für Energie und Forschung Professor Dr. Heinz Riesenhuber.


Hintergrund:

Der Sustainability Congress fand im Jahr 2005 zum ersten Mal statt. Veranstalter des Kongresses ist der Verein zur Förderung des Sustainability Gedankens e.V; (www.sustainability-verein.de)

Mit dem Sustainability Congress werden keine eigenwirtschaftlichen Ziele in Form einer Gewinnerzielungsabsicht verfolgt.

Die Veranstaltung soll in den kommenden Jahren zu einer festen Größe für "sustainable investments’ etabliert und damit der Sustainability Gedanken in der Gesellschaft gefördert werden. Die Veranstaltung bildet eine Schnittstelle zwischen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kapitalmarkt. Zu den Hauptsponsoren zählen Sarasin, Pictet und Ökoworld Lux Sa.

Quelle: www.www.sustainability-congress.de; 17. März 2006