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RheinEnergie AG (opm) – Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung als vorrangiges Ziel für die Energiewende

Die RheinEnergie setzt insbesondere unter dem Aspekt von Klimaschutz und Energieeffizienz in Ballungsräumen auf das Thema Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und den Ausbau der Fernwärme. Parallel verfolgt sie ihre Strategie des Ausbaus Erneuerbarer Energie weiter, ein Schwerpunkt ist aber insbesondere die Deckung des wachsenden Raumwärmebedarfs.

Bei der Jahrespressekonferenz informierte die RheinEnergie über ihre aktuellen regionalen Aktivitäten zum Voranbringen der Energiewende, es gab aber auch klare Forderungen in Richtung Politik:

„Ziel der Regierung war und ist es, die KWK bis Ende 2020 auf einen Anteil von 25 Prozent im Strommarkt zu bringen und damit alte, weniger effiziente und einseitige Anlagen zu verdrängen. Ein Anreiz für den Neubau und die Modernisierung von KWK-Anlagen, wie er im KWK-Gesetz verankert ist, ist aber derzeit nicht mehr gegeben“, sagte Dr. Dieter Steinkamp, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. „Es bedarf dringend einer Nachbesserung und Anpassung im Gesetz, und deswegen begrüßen wir ausdrücklich das Monitoring, das sich aktuell vollzieht.“

Die RheinEnergie formulierte aber auch fünf Forderungen in Richtung Politik:

- Das Monitoring müsse schnell vonstattengehen, und es müsse schnell eine nach oben angepasste KWK-Förderung geben.

- Die Förderung solle klar auf den Neubau oder die Ertüchtigung bestehender Anlagen fokussieren.

- Die Förderung müsse schwerpunktmäßig auf Gasanlagen abzielen.

- Die Regeln sollten möglichst rasch in Kraft treten und über das Jahr 2020 hinaus andauern.

- Effizienz und Kohlendioxideinsparung sollten einen wirtschaftlichen Wert erhalten und über Marktmechanismen bewertet sein.

Zum Thema „Kapazitätsmärkte“ sagte Steinkamp: „Kapazitätsmärkte sehen wir dann vor allem eher punktuell, dort, wo wirkliche Versorgungslücken entstehen könnten.“

Ausbau der Infrastruktur
Aktuell vollzieht sich im Kölner Norden der Bau der Kraftwerksanschlussleitung für Niehl 3. Über eine Distanz von 16 km verbindet die Leitung den Standort Niehl mit dem Verbundnetz-Umspannwerk in Leverkusen-Opladen, auf der Höchstspannungsebene 380.000 Volt. Neun Kilometer dieses Anschlusses verlaufen unterirdisch, das ist das derzeit größte Erdkabelbauprojekt im innerstädtischen Raum in Deutschland.

„Wir wollen aber ein Pioniervorhaben angehen: Einen neuen Energiekanal, der auf Höhe Köln-Mülheim den Rhein unterquert, und der neben Stromleitungen auch solche für Fernwärme und Erdgas aufnehmen kann“, kündigte Steinkamp an. Der gebündelte Ausbau habe verschiedene Vorteile:

- Es gibt nur einmal die Belastungen durch Bautätigkeit.

- Der Energiekanal schafft die Grundlage für einen weiteren erheblichen Ausbau der Fernwärme im rechtsrheinischen Köln.

- Die kombinierte Bauweise ist kosten- und zeitsparend.

Steinkamp verwies darauf, dass die Stadt Köln in den kommenden Jahren bis 2025 mit einem Zuwachs von circa 50.000 Einwohnern rechnet: „Das braucht einen erheblichen Zuwachs an neu gebautem Wohnraum. Diese Menschen kommen nach Köln, weil es hier Arbeitsplätze gibt. Entsprechend wird auch der Wirtschaftsstandort Köln wachsen. Das Ausbaupotential für Fernwärme ist also da, und es gibt Bedarf für eine klimafreundliche Wärmeversorgung.“

Ausbau Erneuerbarer Energie
Man halte am Wachstumspfad Erneuerbarer Energie fest, sagte Steinkamp abschließend. In Bronkow, südlich von Berlin, hat die RheinEnergie aktuell eine 12-Megawatt-Photovoltaik-Anlage erworben und damit ihr Sonnenstrom-Portfolio nahezu verdreifacht, auf rund 18 MW.
Bis Ende 2020 plane man Investitionen in einer Höhe von bis zu 300 Millionen Euro.

Quelle: 16. Juni 2014, www.rheinenergie.com


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