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TenneT (opm) - TenneT-Offshoreplattform: Ein Koloss umschifft Afrika

• Fußballfeldgroße TenneT-Offshoreplattform startet von Dubai aus auf den langen Weg in die Nordsee

• BDEW-Chefin Hildegard Müller tauft Plattform

• 2015 Fertigstellung der Offshore-Anbindung DolWin2 mit Kapazität von 900 Mega-watt

• TenneT errichtet bis 2019 Anbindungskapazität von insgesamt 7.100 Megawatt in Nordsee und erfüllt frühzeitig Ziele der Bundesregierung

Eine der weltweit größten Offshore-Konverterplattformen hat sich heute auf den weiten Weg von Dubai aus in die Nordsee gemacht. Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT hat die 101 Meter lange, 74 Meter breite, 90 Meter hohe und 23.000 Tonnen schwere Plattform in Dubai bauen lassen. Die Konverterplattform ist das Herzstück der Offshore-Netzanbindung DolWin2, die 2015 900 Megawatt Offshore-Windstrom aus der Nordsee vor Niedersachsen an Land bringen wird. „Die Entwicklung der Offshore-Windenergie geht voran“, sagte Lex Hartman, Geschäftsführer der TenneT TSO GmbH. TenneT werde 2014 und 2015 insgesamt sechs Offshore-Anbindungsprojekte fertig stellen. „Ende 2015 werden wir bereits über 5.100 Megawatt und 2019 dann schon 7.100 Megawatt Windenergie aus der Nordsee an Land bringen. Damit schaffen wir bei der Anbindungskapazität schon sehr frühzeitig die Voraussetzung, damit die Ausbau-Ziele der Bundesregierung erreicht werden können und die Offshore-Windenergie einen wichtigen Anteil an der Energieversorgung der Zukunft haben kann.“

An der Zeremonie zur Ausschiffung in Dubai nahmen Vertreter der Geschäftsführung von TenneT sowie der Mitsubishi Corporation, dem Investitionspartner bei dem Projekt DolWin2, und der am Bau der Plattform beteiligten Unternehmen ABB, Aibel und Dubai Dry Docks teil. Ehrengast Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, taufte die Konverterplattform und erklärte: „Die Offshore-Windenergie leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Hochsee-Windparks erreichen bis zu 4.500 Volllaststunden im Jahr und tragen mit ihrem stetigen Profil zur Versorgungssicherheit bei. Die Energiewirtschaft ist der festen Überzeugung, dass eine effiziente Erreichung eines Anteils von 60, 70 oder 80 Prozent erneuerbarer Energien am Brutto-Stromverbrauch nur mit Offshore-Windenergie möglich sein wird. Wir tun deshalb gut daran, auch weiterhin auf diese Zukunftstechnologie zu setzen. Die dafür erforderlichen Milliardeninvestitionen benötigen stabile und verlässliche politische Rahmenbedingungen. Der BDEW wird sich hierfür weiter einsetzen.“

Nach der Ausschiffung aus der Werft in Dubai nimmt die Konverterplattform ihren Weg über den indischen Ozean um das Kap der Guten Hoffnung herum in den Atlantik bis nach Norwegen, wo sie für die Installation in der Nordsee vorbereitet wird. TenneT hatte den Auftrag für die Errichtung der Offshore-Anbindung an ABB vergeben. Die Konverterplattform wurde von ABB und Aibel sowie Dubai Dry Docks gebaut. „Ich danke den beim Bau der Plattform beteiligten Unternehmen ABB, Aibel und Dubai Dry Docks für die gute Zusammenarbeit. Wir haben gemeinsam ein wichtiges Projekt auf den Weg gebracht“, sagte Lex Hartman. Die Konverterplattform ist der zentrale Teil der Netzanbindung DolWin2. Sie wird auf See installiert und wandelt den von den Offshore-Windenergieanlagen produzierten Drehstrom in Gleichstrom um. Von dort wird der Gleichstrom dann über ein 45 km langes Seekabel, das bei Norderney verläuft, und über ein 90 km langes Erdkabel bis zum Umspannwerk in Dörpen/West übertragen. Am Standort Dörpen/West errichtet TenneT ein Umspannwerk mit einer Konverterstation, um den Gleichstrom wieder in Drehstrom umzurichten und in das Stromnetz einzuspeisen.

Um die großen, weit von der Küste entfernten Nordsee-Windparks an das Übertragungsnetz anzuschließen, nutzt TenneT als einziges Unternehmen weltweit Gleichstromtechnik in dieser Größenordnung. Hochspannungs-Gleichstromübertragungssysteme sind umweltschonend und effizient, da sie über lange Distanzen nur sehr geringe Verluste haben. Für die Anbindung von drei nahe an der Küste liegende Windparks nutzt TenneT die Drehstromtechnik. Derzeit betreibt TenneT drei Anschlüsse von Windparks in der deutschen Nordsee und arbeitet an neun weiteren Anschlussprojekten. Diese wichtigen Infrastrukturprojekte verfügen insgesamt über eine Übertragungskapazität von rund 7.100 Megawatt Strom aus erneuerbarer Energie. Mit dem Projekt BorWin4, das sich derzeit im Vergabeprozess befindet, wird die Übertragungsleistung der Offshore-Netzanschlüsse rund 8.000 Megawatt betragen.

Übersicht und Status der TenneT-Offshore-Projekte
Die deutsche Bundesregierung hat 6.500 Megawatt installierte Anschlusskapazität für Windenergie in der deutschen Nord- und Ostsee als Ziel bis 2020 gesetzt. TenneT erwartet bis 2019 die Entwicklung von rund 8.000 Megawatt Anschlusskapazität. Eine Studie von Offshore Resources Management (2013) unter Windparkentwicklern ergab eine erwartete installierte Windparkkapazität von 3.700 Megawatt bis 5.900 Megawatt.

Quelle: 10. Juni 2014, www.tennet.eu


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