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STEAG GmbH (opm) - Großbatteriespeicher LESSY im kommerziellen Betrieb

Bundesweit einer der ersten Lithium-Ionen-Batteriespeicher im Regelleistungsmarkt

Der Ausbau der Speichertechnologien ist ein wesentlicher Baustein für das Gelingen der Energiewende. In der vergangenen Woche konnte ein Forschungsprojekt unter Beteiligung der STEAG einen großen Erfolg feiern: Der im Rahmen des Forschungsprojekts Lithium-Elektrizitäts-Speicher-System, kurz LESSY, entwickelte Großbatteriespeicher hat seinen kommerziellen Betrieb im STEAG-Kraftwerk Völklingen-Fenne aufgenommen.

Zufrieden erläuterte STEAG-Projektleiter Christian Breuer die Dimension dieses Ereignisses: "LESSY ist damit bundesweit einer der ersten Lithium-Ionen-Batteriespeicher, der für die Netzstabilisierung zugelassen wurde." Nach Zulassung durch den Übertragungsnetzbetreiber Amprion bietet STEAG den LESSY-Speicher nun am Markt für Primärregelleistung - eine von den Übertragungsnetzbetreibern wöchentlich ausgeschriebene Dienstleistung zur Stabilisierung des Stromnetzes - an.

Die Funktion von LESSY besteht darin, als Puffer zu agieren, wenn mehr bzw. weniger Energie erzeugt als verbraucht wird. Der in einem Seecontainer untergebrachte Speicher trägt so zur Netzstabilisierung bei. Der Großbatteriespeicher ist dafür ausgelegt, innerhalb von wenigen Sekunden eine Leistung von einem Megawatt (1 MW) zu speichern bzw. abzugeben. Er besitzt eine Speicherkapazität von bis zu 670 kWh - dies entspricht dem Stromverbrauch eines durchschnittlichen Dreipersonenhaushaltes in zwei Monaten. Um eine Erlaubnis zur Marktteilnahme - die sog. Präqualifikation - zu erhalten, musste nachgewiesen werden, dass die Anlage die für Primärregelleistung geltenden Anforderungen vollständig erfüllt. Durch Messungen wurde zudem gezeigt, dass der LESSY-Speicher auf sprunghafte Leistungsvorgaben schneller und genauer reagieren kann als gefordert.

Im Auftrag der beteiligten Projektpartner hatten Mitarbeiter des STEAG Technischen Service einen Großteil der Montagearbeiten übernommen und werden zukünftig auch für den Betrieb von LESSY verantwortlich sein.

Zur Zukunft von Großbatteriespeichern befragt, antwortete STEAG-Projektleiter Christian Breuer: "Batterien werden sicher nicht das Allheilmittel für die diskontinuierliche Erzeugung der Erneuerbaren Energien sein, aber sie werden im Energieversorgungssystem der Zukunft eine wichtige Rolle spielen." Durch das erfolgreiche Engagement der STEAG im Bereich des LESSY-Batteriespeichers können Möglichkeiten und Grenzen gut abgeschätzt werden. "Unter anderem ist der Regelleistungsmarkt ein besonders interessantes Einsatzgebiet", so Breuer weiter. "Vor diesem Hintergrund wird sich STEAG auch in Zukunft weiter mit der Batterietechnik beschäftigen."

Erfolgreicher Abschluss eines Forschungsprojektes
Die Aufnahme des kommerziellen Betriebes erfolgte kurz nach dem Abschluss des Forschungsprojektes. Der Koordinator des Gesamtprojektes und Projektleiter seitens Evonik Industries Dr. Dennis Gamrad erklärte zum Abschluss des Projektes: "In diesem Projekt wurde wichtige Pionierarbeit geleistet, insbesondere hinsichtlich der Untersuchung bzw. des Nachweises von technischer und wirtschaftlicher Machbarkeit von Großbatteriespeichern zur Netzstabilisierung." Dies ist u. a. mit Zulassung und Aufnahme des kommerziellen Betriebes erfolgreich gelungen. Darüber hinaus wurde parallel zum Projekt nachgewiesen, dass durch den Einsatz von energieeffizienten Großbatteriespeichern CO2-Emissionen reduziert werden können.

An dem im Februar 2009 gestarteten und erfolgreich abgeschlossenen Forschungsprojekt waren neben Evonik Industries AG und der STEAG Power Saar GmbH die Li-Tec Battery GmbH, Digatron Power Electronics GmbH, die Institute Next Energy - EWE-Forschungs-zentrum für Energietechnologie e. V. und Power Engineering Saar sowie die Universität Münster beteiligt. Die Projektkoordination lag bei der Creavis, der strategischen Innovationseinheit von Evonik. Der Großbatteriespeicher wurde im Rahmen einer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Innovationsallianz entwickelt. Hierbei betrachteten die Forscher die gesamte Wertschöpfungskette von den Materialien der Batteriezellen bis hin zur konkreten Anwendung der Netzstabilisierung.

Der LESSY-Speicher wird auch nach Projektende betrieben und für weiterführende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten verwendet. Die Stabilisierung der Stromnetze durch Speicher und die Einspeicherung von Strom aus regenerativen Quellen kann angesichts der großen Herausforderungen auf dem Energiemarkt eine sinnvolle Variante sein.Großbatterien wie der LESSY-Speicher können in diesem Zusammenhang eine Option bieten und einen Beitrag zur Energiewende leisten.

Quelle: 05. Juni 2014, www.steag.com


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