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Aquila Capital Institutional GmbH (opm) - Solarmarkt in Japan: Investmentopportunitäten durch hohes Zubau-Potenzial

Teure Energieimporte haben die Handelsbilanz Japans tief in die roten Zahlen gedrückt. Seit Abschaltung der Atomreaktoren in Folge der Katastrophe von Fukushima musste der Inselstaat fossile Brennstoffe für rund 90 Milliarden US-Dollar importieren.(1) Um den Energieausfall kostengünstiger zu kompensieren und den Strombedarf zu decken, hat die japanische Regierung im April 2014 zwar den Wiedereinstieg in die Nutzung von Atomenergie bekannt gegeben. Jedoch können von 48 bestehenden Kernreaktoren, unter anderem aufgrund von Sicherheitsbedenken, möglicherweise nur maximal 14 reaktiviert werden.(2) Als zusätzliche Alternative zu Atomstrom und Energieimporten fördert Japans Regierung daher den raschen Ausbau Erneuerbarer Energien. Gegenwärtig deckt das Land rund zehn Prozent seines Energiebedarfs aus regenerativen Quellen. Dieser Anteil soll nach Plänen der japanischen Regierung bis 2030 zwischen 25 Prozent und 35 Prozent liegen.(3) Japans Erneuerbare-Energien-Segment erinnert damit an die großen Entwicklungschancen in Deutschland vor zehn Jahren. Die deutlich spürbare Aufbruchsstimmung in Kombination mit dem aktuell geltenden Einspeisetarif nach deutschem Vorbild bietet institutionellen Investoren derzeit ein optimales Opportunitätsfenster für den Markteinstieg.

Anders als die meisten Länder steht Japan dabei vor der Herausforderung, in wenigen Jahren einen Umbau der Energieversorgung zu erreichen, für den andere Nationen Jahrzehnte gebraucht haben. Zwar existieren beispielsweise bereits viele kleinere Photovoltaik-Anlagen (Aufdachanlagen privater Nutzer), aber Installationen in Kraftwerksgröße sind rar. Entsprechend reformeifrig zeigt sich die japanische Regierung. Die Einführung eines Einspeisetarifsystems im Juli 2012, das über feststehende Zeiträume von 10 bis 20 Jahren, je nach regenerativer Energiequelle, einen fixen Abnahmepreis für grün erzeugten Strom garantiert, hat einen regelrechten Boom ausgelöst: Rasant wächst vor allem der japanische Solarmarkt. 18 Prozent der global durchgeführten Installationen fanden 2013 im Land der aufgehenden Sonne statt. Damit ist Japan hinter China der am schnellsten wachsende Solarmarkt weltweit.(4) Allein seit Einführung der Einspeisevergütung wurden Solaranlagen mit einer Leistung von knapp 8 GW installiert(5), insgesamt betrug die Photovoltaik-Kapazität Ende Februar 2014 bereits rund 13,5 GW.(6) Auch für die kommenden Jahre erwarten Marktbeobachter einen weiteren Ausbau im Solarsegment – trotz Senkung der Einspeisevergütung für 2014 und der Aussicht auf weitere Reduzierungen. So sehen beispielsweise Pläne der japanischen Regierung vor, den Anteil bis zum Jahr 2020 auf 28 GW zu steigern.(7)

Für Investoren bietet Japan ein günstiges Investitionsumfeld: Neben einer stabilen Wirtschaft zählen hierzu ein hohes technologisches Know-how mit Wechselrichter-Produzenten wie Fuji oder Hitachi und Modulherstellern wie Kyocera oder Solar Frontier. Außerdem wirkt das niedrige Zinsniveau investitionsfördernd. Insbesondere die Planung und Entwicklung von Solaranlagen hält für Investoren attraktive Opportunitäten bereit. Im Vergleich zu den Genehmigungsprozessen auf den europäischen Solarmärkten ist das Entwicklungsrisiko in Japan relativ gering, sobald die Grundstücke gesichert wurden. Teilweise aber zeigt sich der Projektentwicklungsmarkt noch recht unausgereift und stark fragmentiert. Wie bei anderen Assets sind daher eine profunde Marktkenntnis sowie eine starke Verbindung zu lokalen Partnern ausschlaggebend für die Umsetzung eines erfolgreichen Investments.

Quelle: 05. Juni 2014, www.aquila-capital.de


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