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WAB e.V. (opm) - Serienreif: Offshore-Windindustrie startet die Industriephase

Branchentreffen auf der WINDFORCE vom 17. bis 19. Juni 2014 in Bremen

Die Installationen der Offshore-Windkraftwerke in Deutschland gehen mit großen Schritten voran.

Die Branche hat die Pilot- und Testphase erfolgreich hinter sich gebracht und startet die Industriephase. Die bisherigen Erfahrungen aus den Pilotprojekten finden nun ihre Anwendung in der Praxis. Durch die Serieninstallationen werden Lerneffekte erzielt, die sich in dem sicheren Umsetzen und den optimierten Bauabläufen in immer kürzeren Zeiträumen widerspiegeln. Die aktuelle Entwicklung der Offshore-Windbranche kommentiert Ronny Meyer, Geschäftsführer der Windenergie-Agentur WAB, wie

folgt: „Die Offshore-Windenergie ist ein Erfolgsprojekt. Die Mitarbeiter der Branche an Land und auf See beweisen tagtäglich, dass sie die Herausforderungen dieses Jahrhundertprojekts meistern können. Schiffe, Häfen, Technologie und Know-how; alles steht für eine erfolgreiche Energiewende bereit.“ Anlass der Zwischenbilanz ist die WINDFORCE, Deutschlands wichtigste Messe und Konferenz für die Offshore-Windbranche, die unter der Schirmherrschaft des Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel steht, die von der WAB ausgerichtet wird und bei der die weitere Entwicklung der Branche ein Themenschwerpunkt ist. „Der stetige Ausbau der Windenergie auf See bringt uns wertvolle Erfahrungen in allen Bereichen wie etwa Planung, Logistik sowie Bau und Betrieb der Offshore-Windkraftanlagen. Durch den zunehmenden Erfahrungsschatz und die sinkenden Kosten wird die Offshore-Windindustrie gestärkt und Deutschland trägt als Standort für Erneuerbare Energien zur nationalen und europäischen Versorgungssicherheit bei", macht Meyer deutlich.

Aktuelle Zahlen und Fakten zur Branche
Die nun beginnende Industriephase der Offshore-Windbranche baut die aktuellen Leistungen weiter aus: Drei Offshore-Projekte – alpha ventus, Bard Offshore 1 und Borkum Riffgat in der Nordsee sowie Baltic 1 in der Ostsee – mit insgesamt 143 Windenergieanlagen und einer Leistung von mehr als 600 Megawatt produzieren aktuell für rund 600.000 Haushalte sauberen und sicheren Strom. Etwa die gleiche Zahl von Anlagen ist bereits installiert, und wird innerhalb der nächsten Monate in Betrieb genommen.

Neun weitere Windkraftwerkprojekte mit insgesamt 645 Anlagen und über
Die deutsche Offshore-Windindustrie hat außerdem Rekorde aufzuweisen: In 45 Metern Wassertiefe, etwa 100 Kilometer Küstenentfernung und einer Leistung von 400 Megawatt befindet sich in der Nordsee das weltweit erste Offshore-Gleichstromumspannwerke in Betrieb. Weitere fünf Gleichstromumspannwerke mit einer Gesamtleistung von 3.730 Megawatt werden mehr als 30 Kilometer vor der Küste und in über 30 Meter tiefem Wasser installiert bzw. für die Installation vorbereitet. Einen weiteren Weltrekord stellt die Industrie mit den verwendeten Kabeln auf: Für den Stromtransport wurden über 650 Kilometer Offshore-Gleichstromkabel im Meeresboden verlegt. Und auch die Zahlen der benötigten Fundamente zeugen von der Stärke der Offshore-Windindustrie: 511 Fundamente verschiedener Typen mit Gewichten zwischen 350 und 1.000 Tonnen wurden in Wassertiefen zwischen 18 und 45 Meter im Meeresboden verankert: 257 Monopile-, 80 Tripile-, 120 Tripod- sowie 54 Jacket Fundamente. Die Offshore-Windindustrie und die öffentliche Hand haben über 1 Mrd. Euro in die elf Häfen, Jack-up-, Service- und Wartungsschiffe, Transportpontons, Schwerlasttransporteinheiten und Lagerflächen investiert. Diese Hafenstandorte dienen als Planungsstandort und Ausgangspunkt für

Transport- sowie Service- und Wartungsarbeiten für die Offshore-Windkraftwerke in der Nord- und Ostsee. Deutschlands Stärke zeigt sich auch in den Bereichen Forschung und Innovation: Deutschland forscht in allen Bereichen der Offshore-Windenergie, sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene im Verbund mit anderen Nordsee-Anrainerstaaten. Und mit 1.950 angemeldeten Patenten liegt Deutschland weit vor den führenden Offshore-Windnationen Dänemark und England. Das Wachstum der Branche spiegelt sich zusätzlich in den Zahlen der Beschäftigten wider: In den letzten Jahren sind 18.000 Arbeitsplätze in der Offshore-Windindustrie verteilt über das gesamte Bundesgebiet entstanden.

WINDFORCE 2014 in Bremen
Um die Branche zu stärken und den internationalen Austausch zu fördern, lädt die Windenergie-Agentur WAB zum zehnten Mal zur WINDFORCE ein. Die WINDFORCE 2014 findet vom 17. bis 19. Juni 2014 in Bremen statt und bietet mit über 250 internationalen Messeausstellern und 14 Themenblöcken im Rahmen der Konferenz einen umfassenden Einblick in die internationalen Entwicklungen. Zu den mit Spannung erwarteten Redner gehören in diesem

Jahr: Prof. Dr. Klaus Töpfer, ehemaliger Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, die Vorsitzende des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft Hildegard Müller, Andrew Garrad, Präsident des Europäischen Windenergieverbandes EWEA sowie James Beal vom britischen Generalkonsulat.

Eine einmalige Gelegenheit, sich einen persönlichen Eindruck der Windkraftwerke zu machen, bieten die Nordsee Windpark Touren am Vortag der WINDFORCE; Montag dem 16. Juni 2014. Interessierte haben auf vier verschiedenen Flugrouten die Möglichkeit, sich die Projekte im tiefen Überflug aus nächster Nähe anzuschauen. Projektleiter und Betreiber informieren währenddessen in Videos über den aktuellen Stand ihrer Windkraftwerke. Zu buchen ist die Teilnahme an der WINDFORCE und an der Nordsee Windpark Tour unter www.windforce2014.com. Anmeldeschluss für Aussteller ist der 16. Mai 2014 für die Konferenz und der 6. Juni 2014 für die Nordsee Windpark Tour. Karten für die Messe können sowohl online als auch vor Ort erstanden werden.

Quelle: 20. Mai 2014, www.wab.net


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