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Greenpeace (opm) - Weltklimarat: Globale Energiewende ist machbar und zahlt sich aus

Greenpeace-Aktivisten protestieren für 100 Prozent Erneuerbare Energien

Am Morgen vor der Präsentation des jüngsten Klimaberichts haben Greenpeace-Aktivisten für einen raschen Umstieg auf 100 Prozent Erneuerbare Energien demonstriert. Die Umweltaktivisten bauten am Brandenburger Tor eine Erdkugel von fünf Metern Durchmesser auf und forderten "Power To The People! Clean Energy Now!". Der Weltklimarat (IPCC) stellt heute in Berlin die Zusammenfassung des dritten Teils seines Berichts vor. Darin weisen die Wissenschaftler Wege aus der Klimakrise. Ein radikaler Umstieg auf CO2-freie Erneuerbare Energien, so eine Kernbotschaft des Reports, würde das globale Konsumwachstum um lediglich 0,06 Prozent pro Jahr abschwächen. "Eine globale Energiewende ist keine Belastung, sie ist eine Chance. Mit minimalen Kosten lassen sich die dramatischsten und teuren Folgen des Klimawandels verhindern", sagt Greenpeace Klimaexperte Karsten Smid.

Laut IPCC-Report stellen sich Investoren auf die globale Energiewende ein. In den kommenden Jahren werden Hunderte von Milliarden Euro in Anlagen für Erneuerbare Energien fließen, prognostizieren die Wissenschaftler in ihrem Bericht. Dagegen werden Investitionen in Kohlekraftwerke drastisch abnehmen. "Der IPC-Bericht ist unmissverständlich. Unsere Energieversorgung muss nachhaltig, sicher und CO2-frei werden. Die Botschaft ist auch bei Investoren angekommen", so Smid.

Auf ein Jahrzehnt der Kohle folgt ein Jahrhundert der Erneuerbaren

Der Klimabericht zeigt die Welt vor einer historischen Wende. Zwischen 2000 und 2010 sind die globalen CO2-Emissionen stärker gestiegen als in den Jahrzehnten zuvor. Verursacht hat diesen starken Anstiegs die Verbrennung fossiler Energieträger, hauptsächlich Kohle. Inzwischen jedoch haben die Erneuerbaren Energien sich technologisch und ökonomisch soweit entwickelt, dass sie künftig eine zunehmend gewichtige Rolle in der Energieerzeugung spielen werden, schreiben die Klimawissenschaftler. "Das 21. Jahrhunderts hat mit einem Kohlejahrzehnt begonnen, doch es wird sich in das Jahrhundert der Erneuerbaren Energien wandeln", so Smid.

Dieser Entwicklung muss auch Deutschland konsequent folgen. Für eine ehrliche Energiewende müssen wir aus der Kohleverstromung aussteigen. Derzeit jedoch sehen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) tatenlos zu, wie Braunkohlekraftwerke Deutschlands CO2-Emissionen steigen lassen. Als Konsequenz auf den Klimabericht fordert Greenpeace von der Bundesregierung erneut einen Ausstieg aus der Braunkohle bis zum Jahr 2030 und ein Ende der Kohleverstromung insgesamt bis 2040.

Quelle: 13. April 2014, www.greenpeace.de


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