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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein (opm) - Bilanz Erneuerbare Energien 2012: Schleswig-Holstein dreimal so gut wie der Bundesdurchschnitt

In Schleswig-Holstein wird mehr als drei Mal so viel Erneuerbarer Strom wie im Bundesdurchschnitt produziert. Das geht aus einer neuen Studie zur Energiebilanz hervor, die das Energiewendeministerium heute (19. März 2014) veröffentlicht hat. Demnach hatte Schleswig-Holstein 2012 einen rechnerischen Anteil von mehr als 70 Prozent Ökostrom am Bruttostromverbrauch – im Bundesdurchschnitt waren es knapp 24 Prozent. Nach vorläufigen Berechnungen für das Jahr 2013 könnte der Anteil bereits auf 90 Prozent und bundesweit auf 26 Prozent des Bruttostromverbrauchs steigen.

Zudem haben die Erneuerbaren Energien 2012 eine Treibhausgasminderung von fast 8,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten erreicht. Damit ist bereits mehr als ein Viertel der schleswig-holsteinischen Treibhausgasemissionen kompensiert. Ein weiterer positiver Effekt: Insgesamt flossen 2012 rund 1,5 Milliarden Euro EEG-Vergütung ins Land. "Das sollte der Branche der Erneuerbaren Energien und der morgen beginnenden Messe ‚new energy‘ in Husum ordentlich Rückenwind geben", sagte Energiewendeminister Robert Habeck. "Die Energiewende ist mehr als Strom und Netzausbau – eine regenerative Wärmeversorgung und Mobilität sind genauso bedeutend. Das haben die Messe und ihre Aussteller auch erkannt und ihr Angebot entsprechend ausgerichtet."

Die Studie "Erneuerbare Energien in Schleswig-Holstein in den Jahren 2006-2012 - Versorgungsbeitrag, Treibhausgasminderung und wirtschaftliche Effekte" wurde vom Statistischen Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein und dem Energiewendeministerium gemeinsam erarbeitet. Demnach war unter den Erneuerbaren Energien Biomasse mit einem rechnerischen Anteil von 51,7 Prozent 2012 erneut "stärkste Kraft" vor der Windenergie, die einen Anteil von 41,5 Prozent beisteuerte. Grund war erneut das relativ schwache Windjahr 2012.

Die Bilanz zeigt zudem, dass der Anteil der Erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch – also die Summe der drei Teilmärkte Strom, Wärme und Kraftstoffe – 2012 in Schleswig-Holstein mit fast 23 Prozent ebenfalls deutlich größer war als der deutschlandweite Anteil von 12 Prozent. Auf dem Wärmemarkt ist der Vorsprung nicht ganz so deutlich: Hier betrug der Anteil der Erneuerbaren Energien 12 Prozent. Schleswig-Holstein ist damit nur etwas besser als der Bundesdurchschnitt von 10 Prozent.

"In den kommenden Jahren werden wir viel dafür tun müssen, den bisher sträflich vernachlässigten Schatz der Energiewende – die Wärme – zu heben. Hier müssen wir große Potenziale im Bereich der Energieeinsparung und Effizienzsteigerung ausschöpfen. Mehr noch als die Energiewende in anderen Sektoren ist die Wärmewende ein Gestaltungsauftrag für die Kommunen. Mit einem Wärmewendepakt wollen wir diesen Auftrag gemeinsam abarbeiten", sagte Habeck.

Dass sich der Ausbau der Erneuerbaren Energien finanziell lohnt, zeigt der Blick in weitere Statistiken des Jahres 2012: Es flossen 2012 nicht nur EEG-Vergütungen von 1,5 Milliarden Euro nach Schleswig-Holstein, sondern rund 15.400 Menschen hatten einen Arbeitsplatz im Bereich der Erneuerbaren Energien. Es konnten Brennstoffimporte im Wert von rund 480 Millionen Euro vermieden werden. Land und Kommunen profitieren zudem aufgrund der Einnahmen der Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer aus Neuinstallation, Wartung und Betrieb von Erneuerbaren Energien-Anlagen - 2011 waren das allein für Windenergieanlagen über 50 Millionen Euro.

"Wäre der schleswig-holsteinische EEG-Strommix mit seinem hohem Anteil von Windenergie an Land bundesweit realisiert worden, wäre die EEG-Umlage 2012 etwa 21 Prozent geringer gewesen – das entspricht circa 1 Cent pro Kilowattstunde", stellte Minister Habeck fest.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.schleswig-holstein.de/Energie/DE/Energiewende/Indikatoren/Versorgungsbeitrag/versorgungsbeitrag_node.html

Quelle: 19. März 2014, www.melur.schleswig-holstein.de


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