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EUROSOLAR e.V. (opm) - Die Praxis der Energiewende findet dezentral und bürgernah statt!

Anlässlich der Debatte um die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes veranstaltete EUROSOLAR e.V am 19. März 2014 gemeinsam mit der EUROSOLAR-Parlamentariergruppe und der Hermann-Scheer-Stiftung das Symposium „Die Praxis der Energiewende“. Unterstützt von der Zeitschrift für Neues Energierecht (ZNER), der VRD-Stiftung für Erneuerbare Energien sowie dem neu gegründeten Bündnis Bürgerenergie e.V. (BBEn) fand die Veranstaltung in der Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund statt.

Für das Wirtschaftsministerium Thüringen forderte Dr. Martin Gude, die Rahmenbedingungen für lokale und regionale Akteure der Energiewende zur Nutzung der regionalen Wertschöpfungspotenziale zu verbessern.

Bei vielen Referenten herrschte Einigkeit über zentrale Fehlstellungen im EEG-Reform-Entwurf der Bundesregierung. Neben der Deckelung des weiteren Ausbaus und zu befürchtenden Ausschreibungsmodellen wurde die verpflichtende Direktvermarktung für Strom aus Erneuerbaren Energien in einem nicht funktionierenden Strommarkt kritisiert.

Im Rahmen der Energiekostendebatte und der Reform des EEG betonte Stephan Grüger, MdL und Mitglied des Vorstands von EUROSOLAR Deutschland, bei der Vorstellung des EUROSOLAR-Memorandums "Eckpunkte für eine EEG-Novelle", dass nicht die Erneuerbaren Energien die Kostentreiber sind, sondern das fossil-atomare Energiesystem schon aufgrund der Ressourcenfrage.

Zur Relevanz von Energiespeichern in einem zukünftigen Energiesystem mit hohem Anteil Erneuerbarer Energien betonte Prof. Dr. Dirk Uwe Sauer von der RWTH Aachen, dass Speicher für den Ausgleich im Bereich von Sekunden bis einigen Stunden in Zukunft dezentral im Verteilnetz betrieben werden müssen.

In der nachfolgenden lebhaften Podiumsdiskussion, moderiert von Dr. Fabio Longo, Vorstand EUROSOLAR Deutschland, debattierten Parlamentarier aus Bund und Ländern mit den Teilnehmern über die Möglichkeiten, in den Gesetzgebungsprozess noch konstruktiv einzugreifen. Drohungen des Wettbewerbskommissars aus Brüssel sollten den Blick für fortschrittliche Lösungen nicht verstellen.

Einen ausführlichen Bericht sowie ausgewählte Beiträge der Referenten werden in den kommenden Ausgaben der EUROSOLAR-Fachzeitschrift "Solarzeitalter" vorgestellt.

Quelle: 20. März 2014, www.eurosolar.org

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