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Fachverband Biogas e.V. (opm) - Das Ende der Wende: Drei Jahre nach Fukushima droht Biogas das Aus

+++ Referentenentwurf würgt Biogasbranche ab +++ Energiewende ohne den speicherbaren und flexiblen Energieträger in Gefahr +++ Bundesweit mehr als 30 Protestveranstaltungen von Biogasfirmen und Anlagenbetreibern für die Energiewende ++

Gerade mal drei Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima scheint die Energiewende in Deutschland vor dem Aus zu stehen. Vergütungskürzungen, Ausbaukorridore und genehmigungsrechtliche Auflagen bremsen den Ausbau der Erneuerbaren Energien ein – ganz besonders beim Biogas.

„Mit dem vorliegenden Referentenentwurf wird es nicht nur keinen weiteren Ausbau der Biogasbranche geben – selbst die bestehenden Anlagen sollen in ihrem Potenzial gedrosselt werden“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes Biogas, Dr. Claudius da Costa Gomez. „Da Biogas als speicherbare regenerative Energiequelle für das Gelingen der Energiewende unerlässlich ist, kommt dieser Entwurf einem Ende der Wende gleich.“

Als es am 11. März 2011 im Atomkraftwerk in Fukushima zur Reaktorkatastrophe kam, beschloss Deutschland den endgültigen Ausstieg aus der Atomkraft und den Ausbau der Nutzung Erneuerbarer Energien. Bis dato war das Land auf einem guten Weg: Zwölf Prozent des gesamten Energieverbrauchs stellen heute schon die Erneuerbaren Energien bereit, zwei Drittel davon liefert die Biomasse. Biogas erzeugt dabei nicht nur speicherbaren Strom und Wärme, es wird – zu Biomethan aufbereitet - bereits an mehr als 300 der bundesweit 900 Erdgas(CNG)-Tankstellen als Kraftstoff angeboten.

Auf diese vielen unverzichtbaren Vorteile haben am vergangenen Donnerstag den 6. März über 30 Biogasbetreiber und –firmen mit unterschiedlichen Veranstaltungen und sehr klaren Botschaften hingewiesen (siehe auch: www.erneuerbare-jetzt.de/aktionen/dezentraler-aktionstag). Sie mahnten davor, die Technologieführerschaft in diesem zukunftsträchtigen Markt leichtfertig zu verspielen. Allein in Deutschland erwirtschafteten im vergangenen Jahr über 40.000 Beschäftigte einen Umsatz von knapp sieben Milliarden Euro. Von dieser Wertschöpfung profitieren neben den Anlagenproduzenten auch kleine und mittelständische Zulieferbetriebe, das lokale Handwerk sowie die Land- und Forstwirtschaft.

„Wir fordern von der Bundesregierung verlässliche Rahmenbedingungen für einen planbaren Ausbau der Biogasnutzung. Die notwendigen Anpassungen des EEG müssen so gestaltet werden, dass sowohl Betreiber als auch Firmen unter gesicherten Vorgaben ihren wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten können“, fordert da Costa Gomez.

Kurzinfo Fachverband Biogas e.V.
Der Fachverband Biogas e.V. ist mit rund 4.800 Mitgliedern Europas größte Interessenvertretung der Biogas-Branche. Er vertritt bundesweit Hersteller, Anlagenbauer und landwirtschaftliche wie industrielle Biogasanlagenbetreiber.

Quelle: 11. März 2014, www.biogas.org


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