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Bundesverband WindEnergie e.V. (opm) - Gabriels Ausschreibungspläne sind das Ende der Bürgerwindparks

Schleswig-Holstein ist Tabellenführer - in der Aufstellung des Bundesverbandes Windenergie. So betrug 2013 der Brutto-Zubau an Windenergieleistung 428 Megawatt, mehr als in jedem anderen Bundesland. 162 neue Windenergieanlagen wurden aufgestellt, häufig haben sie dabei ältere Anlagen ersetzt (Repowering). Doch gibt es trotz Spitzenplatz nicht nur Grund zur Freude.

Dazu Hermann Albers, Landesvorsitzender des Bundesverbandes Windenergie, „ Schleswig- Holsteins Wirtschaft profitiert von dem stetigen Wachstum der Windwirtschaft im Land. Die Ausweisung neuer Windeignungsräume beginnt zu wirken. Aber auch das Repowering wird immer wichtiger. Umsätze und Beschäftigung in der Windbranche könnten so weiter ausgebaut werden. Bei einem Anteil Ökostrom von rund 52 Prozent am Bruttostromverbrauch gehört unser Land auch im Klimaschutz zu den Spitzenreitern."

Aber damit könnte schon ab 2014 Schluss sein. Zwar wurden 2013 rund eine Milliarde Euro von der Windbranche im Land investiert, doch diese Zahlen sind eher ein Blick in die Vergangenheit und lassen keine Prognose für die kommenden Jahre zu. Aufgrund der langen Planungszeiträume von Windenergieanlagen wurden 2013 die Projekte realisiert, die bereits fünf bis acht Jahre zuvor geplant wurden. Mehr als 400 Anträge aus dem Jahr 2013 liegen noch zur Bearbeitung bei den Behörden.

Besorgt in die Zukunft blickt Hermann Albers vor allem wegen des vorgesehenen Ausbaudeckels. Nach Einschätzungen des Landesverbandes wird sich der Deckel eher negativ auf die Strompreise auswirken. So ist die Windenergie an Land schon heute in der Lage, den Strom für sechs bis acht Cent pro Kilowattstunde zu produzieren. Mit Förderkosten an der EEG-Vergütung von 0,25 Cent ist sie der „Billigmacher der Energiewende“.

Ein weiterer Beschluss des Wirtschaftsministers trifft insbesondere die Bürgerwindparks hart: Spätestens 2017 soll der Anteil Windenergie im Strommix über Ausschreibungen geregelt werden. „Das Ausschreibungsmodell ist das Ende der schleswig-holsteinischen Bürgerwindparks. Damit holt Minister Gabriel amerikanische Investmentfonds oder spanische Energieversorger in unsere Dörfer. Die Wertschöpfung wandert ab, die Akzeptanz geht verloren, wenn die Bürger vor Ort nicht mehr an der Energiewende teilhaben" sagt dazu Hermann Albers.

Dabei reicht ein Blick in die europäischen Nachbarländer. Immer wieder sind dort Ausschreibungsmodelle gescheitert, zuletzt Ende 2012 in Tschechien. Zu teuer, zu kompliziert, zu bürokratisch und mittelstandsfeindlich sind nur einige der dort gemachten Erfahrungen. Vor allem die Ausbauziele wurden in keinem Fall erreicht. „Bundeswirtschaftsminister Gabriel setzt alle deutschen Erfolge mit der Ausschreibung aufs Spiel. Das müssen die Ministerpräsidenten der Länder verhindern“, so Hermann Albers.

Quelle: 07. Februar 2014, www.wind-energie.de


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