Logo greenValueErneuerbare Engergie

Folgen:
Twitter
News

Bündnis Bürgerenergie e.V. (opm) - „Gabriels Energiepolitik übergeht Interessen von Bürgerinnen und Bürgern“

Neu gegründetes Bündnis Bürgerenergie übt scharfe Kritik am Kurs der Bundesregierung. Elf Organisationen haben am 29.1.2014 in Berlin das Bündnis Bürgerenergie gegründet. Mit dabei sind das Netzwerk Energiewende jetzt und das Landesnetzwerk BürgerEnergiegenossenschaften Rheinland-Pfalz e.V.

Bürgerenergie ist der Marktführer der Energiewende. Fast jede zweite Kilowattstunde Ökostrom stammt aus Anlagen, die Bürgern gehören. Doch wenn in Berlin über die Zukunft der Energiewende entschieden wird, haben die Interessen der Bürgerenergie bisher keine Stimme. Dies soll sich nun ändern. Elf  Organisationen haben heute in Berlin das Bündnis Bürgerenergie gegründet.

Das neue Bündnis versteht sich als Kompetenzzentrum für alle Fragen der Bürgerenergie. „Die Bundesregierung hat noch nicht erkannt, dass vor allem die Bürgerinnen und Bürger vor Ort mehr Nachhaltigkeit in die Energieversorgung bringen. Ohne sie wäre die Energiewende noch weit von den politisch erklärten Zielen entfernt“, erklärt Dietmar von Blittersdorff, Aufsichtsrat des Bündnisses und Vertreter von „Energiewende Jetzt“, einem Netzwerk für Bürgerenergiegenossenschaften. „Dieses Engagement gilt es zu erhalten und zu fördern, auch weil wir damit ein Vorbild für viele andere Länder sind.“

„Unser Ziel ist es, der Bürgerenergie im politischen Berlin eine kraftvolle Stimme zu verleihen“, sagt Ursula Sladek, eine der Initiatorinnen des Bündnisses sowie aktuelle Trägerin des Deut-schen Umweltpreises. „Die von der großen Koalition vorgeschlagenen Reformpläne sind ein Schlag in das Gesicht der Millionen Bürger, die sich für eine dezentrale Bürgerenergiewende einsetzen. Ein Schlag ins Gesicht der Millionen Menschen, die sich für aktiven Klimaschutz vor Ort, die Aufwertung ihrer Region, Generationengerechtigkeit, politische Teilhabe und langfristige Stabilität der Energiepreise engagieren.“

Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke begrüßt ausdrücklich die Grün-dung: „Ein bundesweites Bündnis für Bürgerenergie gründet sich und zu den Initiatoren gehört unser Landesnetzwerk Bürgerenergiegenossenschaften. Als dieses vor knapp zwei Jahren in Rheinland-Pfalz gegründet wurde, war es noch einzigartig in Deutschland. Nun geht es weiter und das nützt allen, denn wir brauchen viele Bürgerinnen und Bürger, die sich einsetzen für eine nachhaltige, kostensparende und klimafreundliche Energieversorgung“, so Lemke weiter. „Der Energiewende tut das direkte bürgerschaftlich-wirtschaftliche Engagement sehr gut. Das Ziel der Landesregierung - Dezentralisierung der Energieerzeugung verbunden mit dem Ausbau Erneuerbarer Energien - muss auch bundesweit durchgesetzt werden – mit Hilfe der Bürger-Energiegenossenschaften.“

„Die Energiewende von unten ist akut gefährdet durch das geplante neue Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) des Bundesenergieministers“, sagt Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundes-verbandes für Erneuerbare Energie und ebenfalls im Vorstand des Bündnisses für Bürgerenergie. „Bisher wurde bei der Energiewende die Akteursvielfalt großgeschrieben. Mit der Einführung von verpflichtender Direktvermarktung sowie Ausschreibungen für Erneuerbare Energien macht die Bundesregierung eine Energiepolitik, die nur die Interessen der großen Marktakteure bedient. Das bremst die Energiewende radikal aus und gefährdet auch deren Akzeptanz. Denn die Erneuerbaren Energien sind in der Bevölkerung bislang populär, weil sie politische und wirtschaftliche Teilhabe ermöglichen.“

Vor diesem Hintergrund richtet das Bündnis Bürgerenergie einen klaren Appell an die Bundesre-gierung: „Ohne Bürgerenergie keine Energiewende. Bürgerbeteiligung darf nicht zu einer Frage von Ausnahmeregelungen und Bagatellgrenzen verkommen. Bürgerenergie muss im Zentrum der Politik stehen“, betont Ursula Sladek.

„Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz hat dies erkannt und positioniert sich eindeutig für eine dezentrale Energiepolitik mit Bürgerbeteiligung“, so Dietmar von Blittersdorff, der auch Vorsitzender des Landesnetzwerkes der Bürgerenergiegenossenschaften in Rheinland-Pfalz ist. Nun komme es darauf an, die Kritik aus Rheinland-Pfalz in Berlin mit Entschiedenheit zu vertreten.

Das Bündnis Bürgerenergie versteht sich als Kompetenzzentrum, das die gemeinsamen Interes-sen der Bürgerenergie bündelt und fokussiert. Es setzt sich ein für die politische Interessensvertretung, die Schaffung einer „Kultur der Bürgerenergie“ in der politischen Öffentlichkeit und die Förderung einer Bürgerenergie-Gemeinschaft durch bessere Vernetzung. Initiatoren und Gründungsmitglieder des Bündnisses sind Netzkauf EWS eG, Stiftung Neue Energie, GLS Bank Stiftung, 100 prozent erneuerbar stiftung, Haleakala-Stiftung, BürgerEnergie Thüringen e.V.,  Landesnetzwerk Bürgerenergiegenossenschaften Rheinland-Pfalz, Netzwerk Energiewende Jetzt, Naturstrom AG, Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) und Agentur für Erneuerbare Energien.

Quelle: 29. Januar 2014, www.energiegenossenschaften-gruenden.de


Die auf dieser Seite veröffentlichten Original-Meldungen der Unternehmen werden nicht von greenValue bearbeitet. Die inhaltliche und presserechtliche Verantwortlichkeit liegt ausschließlich bei dem meldenden Unternehmen. Jegliche Haftung aus der Nutzung oder Nicht-Nutzung dieser Information ist ausgeschlossen, eine Verantwortung für die Inhalte externer Links übernehmen wir nicht.

Weitere News und aktuelle grüne Investitionsangebote u.a. Solarfonds, Windfonds, Green Building Fonds, Genussrechte, Anleihen und Private Placements finden Sie unter www.greenvalue.de.