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Aquila Capital Concepts GmbH (opm) - Windkraftstandorte Deutschland, Frankreich und Großbritannien im Vergleich Vereinigtes Königreich bietet größtes Potenzial

Laut EU soll der Strombedarf bis 2020 zu 20 Prozent durch Erneuerbare Energien gedeckt werden. Schätzungen der European Wind Energy Association (EWEA) zufolge kann Windenergie hierzu einen Beitrag von 20 Prozent leisten.1 „Derzeit deckt Windenergie in einem durchschnittlichen Windjahr laut EWEA zwar nur rund sieben Prozent des europäischen Stromverbrauchs.2 Enorme Fortschritte in der technischen Entwicklung wie z.B. zunehmende Größe der Rotoren sowie höhere und leistungsfähigere Anlagen führen zu sinkenden Stromgestehungskosten und lassen die Annahme, dass Windkraft in wenigen Jahren einen deutlich größeren Anteil am Strommix hat, realistisch erscheinen“, erläutert Ingo Ermel, Senior Manager Wind Investments bei Aquila Capital. Für Investoren zählt Windkraft daher zu den beliebtesten Segmenten im Bereich Erneuerbare-Energien-Investments. In der Vergangenheit waren vornehmlich Projekte in Deutschland und Frankreich stark gefragt. Doch an diesen Windkraftstandorten wird es zunehmend schwer, attraktive Renditen zu erzielen. „Aktuell beobachten wir in Großbritannien ein optimales Opportunitätsfenster“, so Ermel. Zwar ist die installierte Leistung hier derzeit noch recht gering. Gute topographische Voraussetzungen sowie eine attraktive Vergütungsstruktur lassen für die kommenden Jahre allerdings ein starkes Wachstum des britischen Windkraftmarkts erwarten.

Windkraftstandort Deutschland
Mit einer installierten Leistung von über 31 Gigawatt (GW) führt Deutschland laut Global Status Report Renewables 2013 die europäische Windkraft-Statistik an.3 Gleichzeitig aber sinkt das Investitionsvolumen bei Windkraftfonds. Wurden laut Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen in den ersten beiden Quartalen 2012 noch Windkraftfonds mit einem Volumen von 188 Mio. Euro platziert, waren es im ersten Halbjahr 2013 nur noch 85 Mio. Euro.4 Die rückläufigen Fondsauflegungen sind unter anderem im Rückgang der Grundvergütung für Strom aus Windkraftanlagen und der großen Nachfrage seitens der Versorger und institutionellen Investoren begründet. „Zu den Kürzungen der Einspeisevergütung kommt die in Deutschland sehr hohe Ankaufskonkurrenz. Attraktive Onshore-Standorte sind Mangelware und entsprechend teuer. Daraus resultiert eine entsprechend geringe mögliche Rendite “, so Ermel weiter. Zwar bieten Nord- und Ostsee noch Potenzial für Windkraftanlagen. Für Investoren ist der Offshore-Zubau derzeit aber noch mit hohen Risiken verbunden.

Windkraftstandort Frankreich

In Frankreich sind laut Global Status Report Renewables 2013 derzeit etwas mehr als acht GW an Windkraftleistung installiert.5 Bis 2020 sollen es laut Plänen der französischen Regierung 25 GW werden. Vor dem Hintergrund des derzeitigen Ausbautempos halten Experten es jedoch für unwahrscheinlich, dass Frankreich dieses große Potenzial wie vorgesehen erschließen kann. So hat sich das Zubautempo nach einem rasanten Aufschwung bei der Neuinstallation von Windkraftanlagen deutlich verlangsamt: Zwischen 2008 und 2012 wurde jährlich im Schnitt nur noch rund ein GW zugebaut.6 Grund für die rückläufigen Zahlen sind vor allem rechtliche Unsicherheiten. So wurde der gesetzliche Rahmen von 2003, der die Anforderungen und Verfahren beim Windenergie-Ausbau regelt, in den Jahren 2005, 2010 und 2013 zum Teil erheblich abgeändert, was mittel- und langfristige Planungen deutlich erschwert. Aktuell befasst sich sogar der Europäische Gerichtshof mit der Rechtmäßigkeit des französischen Einspeisetarifs, was Investoren zusätzlich verunsichert. Auch bürokratische Hürden beim Bau von Windkraftanlagen stellen für Investoren ein großes Problem dar. Bis sich die Windkrafträder in Frankreich drehen, vergehen aufgrund von aufwändigen Genehmigungsverfahren oft zwischen sechs und acht Jahre, in Deutschland sind es durchschnittlich nur zwei bis zweieinhalb Jahre.7

Windkraftstandort Großbritannien
Ende 2012 verfügte Großbritannien laut Global Status Report Renewables 2013 über eine installierte Windkraftleistung von rund 8,4 GW,8 was lediglich einem Anteil von rund sechs Prozent am gesamten britischen Stromverbrauch entspricht.9 Großbritannien hat folglich großen Nachholbedarf in Sachen Windkraftnutzung und verfügt mit großräumigen, küstennahen Flachwasserbereichen über ideale Voraussetzungen, um diesem schnell nachzukommen. Dementsprechend ehrgeizig sind auch die Ziele der britischen Regierung. Damit bis zum Jahr 2020 mindestens 15 Prozent des Energiebedarfs aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden können, soll der Windenergie-Anteil im gleichen Zeitraum auf 21 Prozent steigen.10 Und die britische Regierung ist auf Kurs: Allein im Jahr 2012 hat Großbritannien laut European Wind Energy Association rund 1,9 GW an Windkraftkapazität neu zugebaut, was dem zweithöchsten Wert in Europa entspricht.11

Investitionen in Erneuerbare Energien werden in Großbritannien nach zwei Systemen staatlich gefördert: Für kleinere Anlagen gilt der sogenannte Feed-in Tarif. Strom aus kleineren Windparkprojekten wird demnach mit derzeit 21,65 pence/kWh vergütet. Hinzu kommt ggf. noch ein Exporttarif von 4,64 pence/kWh. Die Förderung wird jährlich an die Inflation angepasst. Windparkprojekte ab 5 MW werden nach einem Quotensystem subventioniert und mit so genannten Renewable Obligation Certificates (ROC) gefördert. Um den Anreiz für Investitionen in größere Windparks weiter zu erhöhen, arbeitet die britische Regierung an einer Umstellung ihres Fördersystems. Bis 2017 soll das Quotensystem durch das Contracts-for-Difference-Modell ersetzt werden, das garantierte Mindestpreise vorsieht. „Volkswirtschaftlich gesehen ist die Festlegung eines fixen Einspeisetarifs zwar zu begrüßen. Für Investoren ist die Systemumstellung jedoch mit gewissen Unsicherheiten verbunden. In Großbritannien ist daher unseres Erachtens das Opportunitätsfenster derzeit bei kleineren Windkraftprojekten, die Vergütungen nach dem Feed-in Tariff erhalten, besonders günstig. Denn die Förderung ist umlagefinanziert und bietet damit eine vergleichbare Sicherheit wie das EEG in Deutschland – mit dem zusätzlichen Vorteil einer Inflationsanpassung“, schließt Ermel.

Quelle: 21. Januar 2014, www.aquila-capital.de


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