Logo greenValueErneuerbare Engergie

Folgen:
Twitter
News

Aus dem greenValue Newsletter - Ausbau von Biomethananlagen lahmt trotz der großen Vorteile

Nachstehend finden Sie einen redaktionellen Auszug aus dem greenValue Newsletter für Investoren / Ausgabe Dezember 2013. Zum regelmäßigen Bezug des Newsletters melden Sie sich einfach unter www.greenvalue.de/kontakt.aspx an.


Die Errichtung von Biomethananlagen war eines der ehrgeizigsten Ziele, welche im Rahmen des EEG von der Bundesregierung formuliert wurden. In den letzten Jahren ist der Ausbau allerdings nicht im gewünschten Tempo vorangeschritten. Gründe hierfür liegen in der schwierigen Positionierung des Energieträgers auf dem Wärmemarkt bzw. im Vergleich zum fossilen Erdgas. Im Jahr  2020 sollten 1.200-1.800 Biomethananlagen in Betrieb sein. Um dieses Ziel zu erreichen müssten jedes Jahr rund 100 neue Anlagen entstehen. Im Jahr 2011 kamen jedoch nur 35 Anlagen hinzu. Zum Ende des Jahres 2012 waren kumuliert 107 Biomethananlagen in Betrieb, im Juni 2013 waren es 116 Anlagen die zusammen eine Einspeisekapazität von 72.000 Nm3 Biomethan pro Stunde leisten. Die Vorteile von Biomethananlagen liegen auf der Hand. Zum einen werden nachwachsende Rohstoffe eingesetzt die nur das in der Pflanze gebundene CO2 freisetzen. Tierische Reststoffe wie Gülle und Mist können Einsatz finden. Dem häufigen Kritikpunkt des hohen Maiseinsatzes kann durch vielfältige Einsatzstoffe entgegengewirkt werden. Landwirte erzielen beim Verkauf an Biogasanlagen kontinuierliche und stabile Einkommen. Der größte Vorteil des Biomethans liegt jedoch darin, dass das Ökogas in bestehenden Erdgasspeichern gespeichert und in bestehenden Gasnetzen transportiert und verteilt werden kann. Bedarfsgerecht kann das Biomethan an den Standorten der Blockheizkraftwerke entnommen werden, wo der erzeugte Strom ins öffentliche Stromnetz gespeist wird und die Wärme effizient genutzt wird. Beteiligungen an Biogas- und Biomethananlagen werden zurzeit nur im geringen Umfang angeboten, als GmbH & Co. KG. Beteiligungen oder als im Rahmen von festverzinslichen Beteiligungsformen.

Quelle: greenValue Newsletter für Investoren / Ausgabe Dezember 2013.